30. September 2021 / 13:22 Uhr

"Abendspiel mit großen Emotionen": Kolenfeld bittet den TSV Luthe zum Derby

"Abendspiel mit großen Emotionen": Kolenfeld bittet den TSV Luthe zum Derby

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kolenfelds Spielertrainer Steffen Dreier (Zweiter von links) ist vor dem Wiedersehen mit dem TSV Luthe angespannt.
Kolenfelds Spielertrainer Steffen Dreier (Zweiter von links) ist vor dem Wiedersehen mit dem TSV Luthe angespannt. © Christian Hanke
Anzeige

Die Rückrunde beginnt in der Bezirksliga 4 mit einem "Freitagabendspiel mit großen Emotionen", wie Steffen Ulrich, Trainer des TSV Luthe, es formuliert. Seine Mannschaft ist zu Gast beim TSV Kolenfeld, der dieses Duell beim Saisonauftakt mit 1:0 für sich entscheiden konnte.

Flanke Paul Petruk, Kopfball Deniz Aycicek, Tor, so lief es im Hinspiel. Der TSV Kolenfeld setzte sich damals dank dieses goldenen Treffers knapp beim TSV Luthe durch. Am Freitagabend (19.30 Uhr) treffen die beiden Wunstorfer Mannschaften im ersten Spiel der Rückrunde erneut aufeinander: Derbyzeit an der Kanalstraße in Kolenfeld. Paul Petruk muss weiterhin mit einem Innenbandriss im linken Knie passen. Und Stürmer Aycicek plagt sich mit einer Rippenprellung herum. Schon jetzt steht also fest, dass sich dieser bilderbuchmäßige Angriff nicht wiederholen wird. Kampf, Spannung und Emotionen indes sind in diesem besonderen Duell der Bezirksliga 4 immer garantiert.

Anzeige

Bei beiden Teams war zuletzt Wunden lecken angesagt. „Wir haben die jüngste Niederlage gegen den TuS Garbsen gut verdaut“, betont Cheftrainer und Stürmer Steffen Dreier. Die zweitplatzierten Kolenfelder verloren in diesem Spitzenspiel jedoch nicht nur drei Punkte im Titelrennen, sondern überdies Torhüter Joram Sbrisny mit einer roten Karte. Ein Spiel Sperre bekam der Schlussmann aufgebrummt.

Mehr Berichte aus der Region

Gegen den Stadtrivalen wird Christian Kuhn zwischen den Pfosten stehen. „Unabhängig vom Tabellenstand der Luther, gehört dieses Spiel für mich zu den Knallerspielen. Vergleichbar mit den Partien gegen Primus Garbsen und den TSV Mühlenfeld“, so Dreier. „Luthe ist gegen uns immer besonders motiviert, ein Derby eben. Ich gehe nicht davon aus, dass wir die Punkte im Handumdrehen nach Hause bringen. Deshalb bin ich auch ziemlich angespannt.“

Was den Gegner auszeichnet? „Die Luther mögen nicht die Einzelspieler in der Qualität haben, wie wir. Aber sie sind immer top eingestellt und kommen über die mannschaftliche Geschlossenheit“, antwortet Kolenfelds Coach, der noch am Überlegen ist, wie er die personelle Baustelle in der Defensive löst, nachdem sich Meechok Janthoon im Training verletzt hat. Oliver Haßlöcher überzeugte zuletzt in der Abwehr. Außerdem kehrt Florian Sack zurück. Derbys und gepflegte Rivalitäten sind das Salz in der Fußballsuppe.

Luther haben Niederlage in Godshorn aufgearbeitet

Wobei Dreier ausdrücklich unterstreicht, dass es keine ungesunden Animositäten gäbe zwischen den Klubs: „Zumindest empfinde ich das so. Mit Luthes Teammanager Axel Bommert komme ich sehr gut klar. Luca Buss und Adrian Stammer sind zwei Ex-Spieler von mir. Und mein absoluter Lieblingstrainer, Dieter Frommelt, ist auch noch in Luthe aktiv.“

Auch Gäste-Trainer Steffen Ulrich erwartet ein „Freitagabendspiel mit großen Emotionen“, geprägt vom besonderen Derbycharakter. Die jüngste 2:3-Niederlage beim TSV Godshorn II sei aufgearbeitet. „Wir haben die Fehler analysiert und gut trainiert. Wir gehen mit breiter Brust in das Duell gegen Kolenfeld“, sagt Ulrich, der personell endlich Licht am Ende des Tunnels sieht.


Bilder vom Spiel der Bezirksliga 4 zwischen dem TSV Luthe und TSV Kolenfeld

Kolenfelds Robin Ullmann (links) behauptet sich gegen den Luther Markus Stockum. Zur Galerie
Kolenfelds Robin Ullmann (links) behauptet sich gegen den Luther Markus Stockum. ©

Melvin Bettels, Niklas Öttlinger und Joris Hartwig sind voll im Training und einsatzbereit. „Das ist ganz wichtig, jetzt habe ich wieder Leute auf der Bank, die ich reinwerfen kann.“ Es werde auf alle Fälle ein spannendes Spiel.

Und sollte die Partie wider Erwarten nicht die Gemüter erhitzen und das Herz erwärmen, gibt es ja noch die Erbsensuppe aus der Gulaschkanone, die Kolenfelds Torwarttrainer und Betreuer Jens Nentwig anrührt. 160 Portionen stehen zum Verkauf. Die Fans der Heimelf dürfen sich nach dem Spiel über 50 Liter Freibier freuen. „Ein Dankeschön für die treue Unterstützung“, erklärt Dreier.