27. September 2020 / 13:51 Uhr

"Keine Zufallsprodukte": TSV Kolenfeld schenkt dem TuS Mecklenheide neun Tore ein

"Keine Zufallsprodukte": TSV Kolenfeld schenkt dem TuS Mecklenheide neun Tore ein

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Das Kolenfelder Jubelrudel ist an diesem Spieltag häufiger zu sehen. Neunmal, um genau zu sein.
Das Kolenfelder Jubelrudel ist an diesem Spieltag häufiger zu sehen. Neunmal, um genau zu sein. © Christian Hanke
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Der TSV Kolenfeld hat mit einem bärenstarken Auftritt und neun tollen Toren ein dickes Ausrufezeichen gesetzt: Das Team von Spielertrainer Steffen Dreier feierte in der Bezirksliga 4 einen 9:0 (6:0)-Heimsieg über den TuS Mecklenheide. 

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Der Gegner hatte nicht den Hauch einer Chance in diesem ungleichen Duell. „Wir hatten ohnehin ein gemeinsames Essen nach dem Spiel geplant, jetzt macht das Ganze natürlich besonders viel Spaß“, sagte Dreier gutgelaunt. Das eine oder andere Siegerbierchen dürften sich die Kolenfelder an diesem Abend gegönnt haben.

Von der ersten Sekunde an agierte die Heimelf temporeich und druckvoll und sprühte geradezu vor Spielfreude. Der Ball lief wie am Schnürchen in den Reihen von Kapitän Robin Ullmann und seinen Mitstreitern.

Bilder vom Bezirksliga-Spiel zwischen dem TSV Kolenfeld und dem TuS Mecklenheide.

Bilder vom Bezirksliga-Spiel zwischen dem TSV Kolenfeld und dem TuS Mecklenheide. Zur Galerie
Bilder vom Bezirksliga-Spiel zwischen dem TSV Kolenfeld und dem TuS Mecklenheide. © Christian Hanke

Auch im Abschluss klappte (fast) alles schier nach Belieben: Fabian Sack (9. Minute), Deniz Aycicek (15.) und Dreier (17.) sorgten mit ihren Toren schnell für klare Verhältnisse – die 3:0-Führung nach gerade einmal 17 Spielminuten kam einer Vorentscheidung gleich.

Überzeugende erste Hälfte

Und die Kolenfelder hatten noch lange nicht genug. Aycicek aus dem Spiel heraus (28.) und per Elfmeter (33.), vorausgegangen war ein Foul an Fabian Sack, legte doppelt nach. Sack machte kurz vor der Pause das halbe Dutzend voll (42.). Was für eine großartige erste Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Platzherren einen Gang zurück. Allerdings nur kurzzeitig. Dann nahmen sie offensiv wieder ordentlich Fahrt auf.

"Das sah wirklich gut aus"

Die eingewechselten Oliver Haßlöcher (75.) und Jan Scholz (85.) schraubten das Ergebnis hoch. Von Mecklenheide kam zu diesem Zeitpunkt schon lange nichts mehr. Den passenden Schlusspunkt unter eine famose Vorstellung setzte Ullmann mit einem direkt verwandelten Freistoß (89.).

„Das waren keine Zufallsprodukte; da war richtig System drin in unserem Spiel, klasse kombiniert, dann schnell durch die Mitte, das sah wirklich gut aus“, meinte Dreier begeistert. „Und wir haben nicht die Handbremse gezogen, sondern immer weiter nach vorn gespielt.“

Goalgetter Mike Ehlert habe zwei keinen Treffer erzielt, aber in absolut mannschaftsdienlicher Manier mehrere Tore vorbereitet. Überdies sei Sven Tautz hinten rechts überragend in Aktion gewesen.

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Alles im grünen Bereich beim TSV. „Ich kann mich aber auch sehr gut in die Mecklenheider Spieler hineinversetzen, die irgendwann aufgesteckt haben“, sagte Dreier. „Diese Situation kennen wir aus der letzten Saison, die für uns ja ziemlich katastrophal gelaufen ist. Das war ein Spiegelbild unserer Niederlagen der vergangenen Spielzeit.“

Doch davon sind die Kolenfelder mittlerweile weit entfernt, sie setzten vielmehr ihren Höhenflug fort und befinden sich auf bestem Wege in Richtung Aufstiegsrunde.