13. September 2021 / 10:58 Uhr

"Ein Goldgriff": KK siegt mit Abwehrchef Pickert im Sturm - 2:0 gegen Stelingen

"Ein Goldgriff": KK siegt mit Abwehrchef Pickert im Sturm - 2:0 gegen Stelingen

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Freude bei Alexander Dosch, Florian Houck, Marlon Pickert, Marcel Kunstmann über das 1:0 durch Tom Selzam (nicht im Bild).
Freude bei Alexander Dosch, Florian Houck, Marlon Pickert, Marcel Kunstmann über das 1:0 durch Tom Selzam (nicht im Bild). © Christian Hanke
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"Wir haben gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft sind. Und Marlons Nominierung als Stürmer war ein Goldgriff", sagte KK-Coach Pascal Preuß nach dem 2:0 in der Landesliga Nord gegen den TSV Stelingen. Der Abwehrchef spielte im Sturm - und bereitete gleich mal den Führungstreffer vor.

Die Richtung stimmt beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. Der Landesligist ist wieder im oberen Tabellendrittel angekommen, vorbeigeklettert am TSV Stelingen. Im direkten Vergleich feierte die Elf von Trainer Pascal Preuß einen 2:0 (1:0)-Heimsieg und ist nach der Niederlage zum Saisonauftakt seit nunmehr fünf Begegnungen in der Staffel Nord ungeschlagen. Tom Selzam und ein Strafstoß von Alexander Dosch entschieden die Partie.

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„Es war ein bisschen Fantasie nötig“, sagte Preuß, der nach einer Lösung im Sturm suchte – und mit Marlon Pickert den bisherigen Abwehrchef nach vorn beorderte. An die Seite von Marcel Kunstmann, der gerade erst eine Rippenprellung auskuriert hatte, Patrick Schuder saß nach einer Entzündung zunächst einmal auf der Bank. „Im Training hat Marlon viele Tore geschossen“, erklärte Preuß die Umstellung.

Bilder vom Spiel der Landesliga Nord zwischen dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und TSV Stelingen

Krähenwinkels Maximilian König (links) hat gegenüber Stelingens Marc-Benjamin Klusmann das Nachsehen. Zur Galerie
Krähenwinkels Maximilian König (links) hat gegenüber Stelingens Marc-Benjamin Klusmann das Nachsehen. ©

Und Pickert war prompt an der Führung beteiligt. Nach einem Angriff über Daniel Mücke und Maximilian König leitete er per Hackentrick den Ball weiter zu Selzam, der in der 28. Minute zum 1:0 traf. „Wir haben in der ersten Halbzeit gut den Ball laufen lassen und die Stelinger hin und her geschickt, bis sich Lücken aufgetan haben“, sagte Preuß. „So stelle ich mir das vor, das war richtig gut.“

„KK hatte vor der Pause mehr vom Spiel“, sagte Gäste-Coach Marko Orsolic. „Aus der einen oder anderen Szene hätten wir aber mehr machen können.“ Einmal hätte das fast geklappt, als der ehemalige Krähenwinkeler Halil Aydemir in einer Eins-gegen-eins-Situation mit Philipp Houck den Keeper aber nicht überwinden konnte. Vor dem Gegentor monierte Orsolic indes ein Foulspiel des Gegners: „Der Schiedsrichter hatte auch schon die Pfeife im Mund, ließ dann aber trotzdem weiterspielen.“

Stelinger warten vergeblich auf Elfmeterpfiff

Zur zweiten Halbzeit kehrten die Stelinger ohne Kevin Wittbold (Sprunggelenkverletzung) zurück aufs Feld, dafür mit größerem Tatendrang. „Die Mannschaft hat sich befreit und die Spielgestaltung übernommen“, sagte Orsolic. Ihre optische Überlegenheit konnte sie jedoch nicht in Zählbares umwandeln, einmal warteten sie vergeblich auf einen Elfmeterpfiff. „Da waren beide Hände des Krähenwinkelers über Schulterhöhe“, sagte Orsolic.

Die Krähen lauerten auf Konter – einer davon führte in der 82. Minute zur Entscheidung: Für ein Foul am eingewechselten Schuder sah Hüsnü Sabab die Gelb-Rote Karte, Dosch verwandelte vom Punkt sicher zum 2:0.


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„Unterm Strich hat KK verdient gewonnen“, sagte Orsolic, dessen bis zum 5. Spieltag noch ungeschlagenes Team die zweite Niederlage in Folge hinnehmen musste. „Das war heute nicht unser Tag. Der Gegner wollte die drei Punkte mehr als wir.“

Krähen-Trainer Preuß war mit der Vorstellung seiner Kicker über weite Strecken zufrieden. „Wir haben gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft sind. Und Marlons Nominierung als Stürmer war ein Goldgriff.“