31. August 2020 / 10:39 Uhr

"Sollte für uns in die Aufstiegsrunde gehen": Die Krähen strotzen vor Selbstvertrauen

"Sollte für uns in die Aufstiegsrunde gehen": Die Krähen strotzen vor Selbstvertrauen

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Wie ein Virus wanderte die Verletztenmisere unaufhaltsam durch die Mannschaft des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. Trainer Pascal Preuß musste viel improvisieren.
Wie ein Virus wanderte die Verletztenmisere unaufhaltsam durch die Mannschaft des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. Trainer Pascal Preuß musste viel improvisieren. © Christian Hanke
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„Wir hatten eine Phase, da ist an jedem Tag irgendetwas passiert“, sagt Nils Poelmeyer, Co-Trainer des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, rückblickend auf die Vorbereitung. Und dennoch versprühen sie am Waldsee Optimismus: „Bei dem Kader, den wir haben, können wir selbstbewusst genug sein zu sagen, dass es für uns in die Aufstiegsrunde gehen sollte."

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Da haben sie so lange darauf warten müssen, endlich wieder Fußball spielen und gemeinsam trainieren zu können – und dann das. Nach dem Höhenflug in der abgebrochenen Saison, die sie als Dritter mit der besten Platzierung nach ihrer Rückkehr in die Landesliga vor fünf Jahren beendeten, sind die Krähen in der Vorbereitung auf die nächste Spielzeit vom Verletzungspech heimgesucht worden.

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Schlimm sei das gewesen, so der Co-Trainer

Wie ein Virus wanderte es unaufhaltsam durch die Mannschaft des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. „Wir hatten eine Phase, da ist an jedem Tag irgendetwas passiert“, blickt Nils Poelmeyer zurück. „Manchmal haben wir uns nur noch gegenseitig angeguckt und gefragt, ob es vielleicht richtig wäre, am besten gar nicht mehr zu trainieren.“ Schlimm sei das gewesen, so der Co-Trainer.

Bilder zum Testspiel TuS Garbsen gegen TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

Garbsens Lukas Lohmeyer (links) kommt zu spät gegen Daniel Mücke. Zur Galerie
Garbsens Lukas Lohmeyer (links) kommt zu spät gegen Daniel Mücke. ©

Oliver Pfeuffer und Marlon Pickert zwickte der Oberschenkel, Christopher Marre machte das Knie zu schaffen, Daniel Mücke fiel auf die Schulter, Patrick Schuder kämpfte mit einer Allergie.

Selbst die starke Leistung beim 3:2-Sieg im Testspiel gegen Regionalligist HSC Hannover, die laut Poelmeyer „von der ersten bis zur letzten Minute sehr überzeugend“ war, ließ angesichts weiterer Blessuren kaum Freude aufkommen.


Legien ist erst einmal ganz raus

Jonas Künne wurde bei einem Zweikampf von seinem Widersacher so unglücklich im Gesicht getroffen, dass er sich die Nase brach und ebenso wie Lukas Schorler, dessen Fußgelenk nach einer Grätsche immer mehr anschwoll, mit einer Pause von bis zu fünf Wochen rechnen musste.

Diese Misere fand auch bei den jüngsten Testspielen beim TSV Mühlenfeld (4:3) und TuS Garbsen (4:0) seine Fortsetzung. In Hagen mussten Kevin Malarowski, Tristan Schmidt, Eric Naroska, Patrick Schuder und Max Radowski angeschlagen vom Platz.

Und wann der TSV wieder mit René Legien planen kann, bleibt aufgrund seiner ungeklärten Rücken- und Hüftprobleme abzuwarten. „René ist von einem Arzt zum anderen gegangen und hat noch zwei Orthopäden zurate gezogen“, berichtet Poelmeyer. „Er ist erst einmal ganz raus.“

Mehr aus der Landesliga

Bis das Aufgebot von Coach Pascal Preuß wieder vollzählig ist, werden sie sich am Waldsee also noch gedulden müssen. Trotzdem steckt KK personell nicht in der Klemme. „Wir haben einen 26er-Kader, einen super Mix aus unseren bisherigen Leistungsträgern, die wir alle halten konnten, und vielen Jugendlichen, die prima mitziehen“, sagt Poelmeyer.

Künne ist der älteste Neuzugang

Bei der Suche nach Verstärkungen haben die Krähen fast ausnahmslos auf junge Spieler gesetzt. Tristan Schmidt (eigene A-Jugend), Lukas Matz (JFV Calenberger Land), Florian Houck (VfV Hildesheim A-Junioren), Pascal Gallinat (1. FC Wunstorf), Radowski und Torhüter Sascha Quast (beide TSV Havelse) sind zwischen 19 und 22 Jahre alt.

In den Testspielen konnten sich zudem die A-Junioren Harun Aydemir und Haseeb Iftikhar zeigen, bereits seit dem Winter ist der 25-jährige Naroska, ehemaliger Nachwuchskicker von Arminia Bielefeld, mit dabei. Der von der TSV Burgdorf gekommene Künne ist mit 29 Jahren der älteste Neue bei KK.

Mehr aus der Landesliga

Dass sich der Bezirkspokalsieger per Losentscheid nun auch auf dem Feld seine Erfolge wieder erarbeiten will, daran hat das TSV-Team in den Trainingseinheiten bei allem Verletzungspech keinen Zweifel gelassen.

"Sollte für uns in die Aufstiegsrunde gehen"

„Es waren viel Lust und Ehrgeiz dabei“, sagt Poelmeyer. Das gelte auch für den langjährigen KK-Torhüter Jan-Hendrik Helms, der seine Erfahrung fortan als Torwart-Trainer weitergeben soll.

Für die Partien in der Landesliga 1 rechnet sich Poelmeyer viel aus. „Bei dem Kader, den wir haben, können wir selbstbewusst genug sein zu sagen, dass es für uns in die Aufstiegsrunde gehen sollte“, meint er.