19. September 2021 / 13:45 Uhr

0:1 in Wetschen: Lethargischer TSV Krähenwinkel/Kaltenweide verliert Spitzenspiel

0:1 in Wetschen: Lethargischer TSV Krähenwinkel/Kaltenweide verliert Spitzenspiel

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
KK-Coach Pascal Preuß blickt skeptisch aufs Feld.
KK-Coach Pascal Preuß blickt skeptisch aufs Feld. © Debbie Jayne Kinsey
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"Vielleicht haben wir sie unterschwellig nicht so ernst genommen, wie es nötig gewesen wäre. Dafür gab es die Quittung.“ Die 0:1-Niederlage des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide in der Landesliga Nord beim TSV Wetschen zusammengefasst in einer Aussage von Trainer Pascal Preuß.

Mit hängenden Köpfen schlichen die Spieler des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide nach dem Abpfiff vom Platz. Fünfmal in Folge waren sie zuvor ungeschlagen geblieben und hatten sich dadurch die schöne Aussicht verschafft, mit einem Erfolg beim TSV Wetschen zumindest für einen Tag die Tabellenführung in der Landesliga Nord zu übernehmen. Doch in den 90 Minuten des Verfolgerduells waren sie davon ziemlich weit entfernt. Die Leistung der Krähen war enttäuschend, die 0:1 (0:1)-Niederlage die logische Konsequenz.

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Die Begegnung auf der Anlage des Diepholzer Klubs war das Topduell des 8. Spieltages – dass den Wetschenern, der bisher treffsichersten Mannschaft, ein einziges Tor reichen würde, um drei Punkte zu verbuchen, damit dürften sie selbst nicht gerechnet haben. In keiner ihrer zwölf Partien seit dem Aufstieg in die höchste Spielklasse des Bezirks hatten sie zu null gespielt, von KK wurden sie indes nur selten in Verlegenheit gebracht. Tim Hübner per Kopf, Patrick Schuder aus kurzer Distanz, Lukas Schorler über das Tor – viel mehr war da nicht.

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Kapitän Dosch sieht zu allem Überfluss Rot

In der entscheidenden Szene in der 20. Minute waren die Gäste zudem unaufmerksam. Ein Freistoß von Kevin Reinking kurz hinter der Mittellinie landete bei Torge Rittmeyer, der an der Strafraumecke noch Oliver Pfeuffer versetzte und mit einem strammen Schuss erfolgreich war. „Das müssen wir ganz anders verteidigen“, sagte Pascal Preuß. Dass der KK-Trainer in der Pause gleich drei Spieler auf einmal auswechselte, sagte einiges darüber aus, was er bis dahin vom Auftritt seiner zeitweise lethargisch wirkenden Elf hielt.

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Nach Wiederanpfiff wurden die Krähen aktiver, zumindest ließ sich der Wille erkennen, dem Spiel eine Wende zu geben. „Wir waren fast nur noch in der Hälfte des Gegners, auch wenn unser Spiel nicht viel besser geworden ist“, sagte Preuß. „Letztlich haben die Wetschener mit einfachen Mitteln das Maximale herausgeholt. Vielleicht haben wir sie unterschwellig nicht so ernst genommen, wie es nötig gewesen wäre. Dafür gab es die Quittung.“

In der 83. Minute verloren die Krähen auch noch ihren Kapitän Alexander Dosch. Für einen unpassenden Kommentar nach einem Foul von Christopher Marre an Moritz Raskopp sah er Rot.