09. April 2018 / 15:07 Uhr

TSV Kropp stürzt Gettorfer SC von der Spitze

TSV Kropp stürzt Gettorfer SC von der Spitze

Jürgen Griese
Kieler Nachrichten
Der Schönkirchener Felix Wagner umkurvt ESV-Torwart Marcel Weynell und schiebt zum 2:0 ein.
Der Schönkirchener Felix Wagner umkurvt ESV-Torwart Marcel Weynell und schiebt zum 2:0 ein. © Karsten Freese [ByteAttack]
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Fußball-Landesliga: Schössler-Elf verliert Spitzenspiel mit 0:2 –Husumer SV behält Anschluss und Concordia Schönkirchen punktet beim Eckernförder SV

Führungswechsel in der Fußball-Landesliga Schleswig: Auch im Rückspiel musste sich der bisherige Spitzenreiter Gettorfer SC dem Tabellenzweiten TSV Kropp geschlagen geben und gab den ersten Platz nach einem 0:2 an die Elf von Dirk Asmussen ab. Hinter diesen beiden wird das Gerangel immer größer, denn der TSV Bordesholm gab sich gegen die SG Geest 05 keine Blöße und gewann mit 8:0. Und auch die Husumer SV punktete gegen den TSV Altenholz dreifach. Wichtige Zähler für den Klassenerhalt fuhren der Heikendorfer SV und Concordia Schönkirchen ein.

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TSV Kropp – Gettorfer SC 2:0

Der TSV Kropp bleibt für den Gettorfer SC ein unüberwindbares Hindernis und eroberte sich durch diesen Erfolg die Tabellenspitze zurück. „Kropp war die bessere Mannschaft“, sagte Gettorfs Trainer Christian Schössler nach dem verdienten Erfolg der Platzherren, die durchweg ein optisches Übergewicht besessen hatten, sich aber dennoch bis in die Nachspielzeit der ersten Hälfte gedulden mussten, bevor Lars Horstinger der überfällige Führungstreffer gelang. Bis dahin hatte der Gettorfer SC sein Hauptaugenmerk erfolgreich auf eine standfeste Defensive gerichtet. „Vielleicht etwas zu sehr“, gab Schössler später zu. Zu einem aus Gettorfer Sicht ähnlich ungünstigen Zeitpunkt wie das 1:0 fiel auch der zweite TSV-Treffer, den Lukas Henke kurz nach dem Wiederanpfiff erzielte (50.). Danach stellten die Gettorfer um, wurden fortan etwas offensiver, liefen dabei allerdings in den einen und anderen Kropper Konter, von denen Horstinger den besten mit einem Lattentreffer abschloss, so dass der GSC mit dem 0:2 noch gut bedient war.

Eckernförder SV – Concordia Schönkirchen 1:3

Der Eckernförder SV wartet weiterhin auf den ersten Sieg im Jahr 2018. Die neuerliche Niederlage leitete Lars Puphal mit dem von ihm verschuldeten Foulelfmeter ein, den Marius Reese (9.) zur Gäste-Führung nutzte. Als Felix Wagner nur elf Minuten später auf 2:0 erhöhte, entsprach das nur dem Spielverlauf, denn die Platzherren enttäuschten bis dahin auf ganzer Linie. „So kann man in unserer Situation nicht spielen. Uns fehlte in der ersten Halbzeit jegliche geistige Frische“, schimpfte ESV-Trainer Töns Dohrn, der auch noch das von Egzon Lahi (32.) erzielte 0:3 mitverfolgen musste. Nach klarer Dohrn-Ansprache in der Pause wurde das Spiel der Gastgeber geringfügig besser und führte durch Leon Knittel (80.) auch zu einem Treffer, doch wirklich in Gefahr geriet Schönkirchens neunter Saisonsieg nie.

Eckernförder SV gegen

Großes Glück für den Eckernförder SV: Jakob Urbat (#15 blau) kommt perfekt zum Schuß, trifft aber nur den Mannschaftskollegen Felix Wagner (#31 blau). Links im Bild Lars Puphal (#13 weiß). Zur Galerie
Großes Glück für den Eckernförder SV: Jakob Urbat (#15 blau) kommt perfekt zum Schuß, trifft aber nur den Mannschaftskollegen Felix Wagner (#31 blau). Links im Bild Lars Puphal (#13 weiß). ©

Husumer SV – TSV Altenholz 2:0


Die Altenholzer hatten sich einiges vorgenommen, waren gegen den wie entfesselt beginnenden Tabellendritten aber nahezu chancenlos. „Wir können von Glück sagen, dass wir nicht schon mit 0:3 zurückliegen“, war TSV-Trainer Kristian Hamm froh, dass es trotz bester Möglichkeiten für die Gastgeber durch Hendrik Fleige zunächst nur zum 1:0 gereicht hatte. Auch in der Folgezeit entwickelten die Altenholzer kaum Druck nach vorn, hielten hinten aber zumindest vorerst dicht. Nachdem sich der überwiegende Teil der Partie bis dahin zwischen den beiden Strafräumen abgespielt hatte, traf Husums Bosse Wullenweber nach einem mustergültigen Angriff zum 2:0 (70.), als er den Ball aus rund zehn Metern unhaltbar in den Winkel knallte. „Bei einigen habe ich heute den letzten Biss vermisst“, kritisierte Hamm.