21. Mai 2020 / 10:00 Uhr

TSV Kühren noch nicht im Training: „Hygienevorschriften sind nicht ohne“

TSV Kühren noch nicht im Training: „Hygienevorschriften sind nicht ohne“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
TSV Kühren
Der TSV Kühren steht noch nicht auf dem Fußballplatz. © Bettina Finke
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In der Liga lief es gut, auch der Aufstieg wäre drin gewesen. Doch der TSV Kühren sieht momentan nicht die Grundlage für einen Sprung in die nächst höhere Spielklasse. Auch der Trainingsbetrieb ist weiterhin ausgesetzt.

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Wurzen. Im Jahre 1888 kam ein von Wurzener Kaufleuten gestarteter Heißluftballon in Elefantenform vom Kurs ab, landete in der Nähe von Kühren zwischen dem Ostufer der Mulde sowie dem Westrand des Wermsdorfer Waldes auf einem Feld und versetzte die dort arbeitenden Bauern in Angst und Schrecken. Deswegen ziert ein Elefant als Wahrzeichen den Marktplatz und das Wappen des Dorfes, welcher der älteste Ort im circa 2500 Einwohner zählenden und mittlerweile zu Wurzen gehörendem Gemeindegebiet Kühren-Burkartshain ist.

Mit einem völlig anderen Gespenst namens Corona mussten sich in den vergangenen Wochen und Monaten die Mitglieder des 1913 gegründeten einheimischen Sportvereins herum schlagen. Das Virus hat die Aktivitäten der vorwiegend in rot-weißen Trikots antretenden Fußballer und Tischtennisspieler - welche Punktekämpfe absolvieren - sowie der allgemeinen Sportgruppen vorübergehend völlig lahm gelegt. Zwar sind die Bremsspuren noch immer deutlich zu erkennen, doch die ersten Schritte zurück in die Normalität werden momentan vorbereitet.

„Junge Leute an das Niveau heran führen“

Laut dem im Vereinsvorstand für die kickenden Männer verantwortlichen Ronny Heller werden derzeit erste Gespräche hinsichtlich der Wiederaufnahme des Übungsbetriebes geführt: „Noch haben wir nicht wieder angefangen mit dem Training, denn ein richtiges Corona-Rezept gibt es bei uns keines. Es darf schließlich nicht vergessen werden, dass die Situation weiterhin angespannt ist und die Hygienevorschriften nicht ohne sind. Wobei die regelmäßige sportliche Betätigung vor allem für die Kinder und Jugendlichen eine enorme Bedeutung hat. Natürlich auch bei uns in Kühren, obwohl wir selbst keine Nachwuchsmannschaften im Spielbetrieb haben. Aber da müssen momentan halt die Eltern voll mitziehen, um die Einhaltung der Regeln zu gewährleisten. Zumal sich unser Sportplatz auf dem Schulgelände befindet.“

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Dort feierte das Herrenteam in der Vorsaison den durchaus verdienten Meistertitel in der Kreisliga B-Nord, zu dieser Zeit noch in einer Spielgemeinschaft mit dem TSV Burkartshain II. Damals wie heute (aktuell ist der Vorjahres-Champion um Coach Denis Knoth Tabellenzweiter) lässt man einen möglichen Aufstieg allerdings sausen. Welcher nach dem angekündigten Verzicht von Spitzenreiters SSV Thallwitz/Nischwitz erneut möglich gewesen wäre.

Doch Heller gibt sich realistisch: „Bei einem Sprung auf die höhere Leistungsebene muss schon alles passen drumherum, da müssen wirklich alle mitziehen. Ich denke, ganz so weit ist es noch nicht gediehen. Dennoch wollen wir auch zukünftig in unserer Staffel vorne mitmischen und obendrein junge Leute an das Niveau heran führen. Und wir wollen hoffen, dass wir damit spätestens im August beginnen können.“ Bis dahin werden auch beim TSV Kühren die Vorkehrungen getroffen, um den Sport wieder in geordnete Bahnen lenken zu können.