06. Juni 2019 / 18:59 Uhr

TSV Landolfshausen/Seulingen: „Es war genau der richtige Schritt“

TSV Landolfshausen/Seulingen: „Es war genau der richtige Schritt“

Jan-Philipp Brömsen
Göttinger Tageblatt
Der spielende Co-Trainer des TSV, Jannik Meck (am Ball), gilt als wichtige Stütze seines Teams.
Der spielende Co-Trainer des TSV, Jannik Meck (am Ball), gilt als wichtige Stütze seines Teams. © Foto: Schneemann
Anzeige

Seit einer Saison sind sie fußballerisch vereint: Der TSV Landolfshausen und der TSV Seulingen starteten mit drei Herrenteams nach der Fusion und ziehen nach knapp einem Jahr eine äußerst positive Zwischenbilanz.

Anzeige

Zunächst schwer in Tritt kam die Landesligamannschaft des TSV und spielte von Beginn an nur um den Klassenerhalt. Nach dem Rücktritt von Trainer Michael Kreter übernahm der Thüringer Marco Wehr und führte das Team auf einen hervorragenden siebten Tabellenplatz mit sechs Zählern Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Auch bei der zweiten Herrenmannschaft war zunächst etwas Sand im Getriebe: Die Elf von Thomas Schulz und Philipp van Issem startete schwach, bedingt durch häufig wechselndes Personal zu Beginn der Serie. In der Kreisliga rangiert die Zweite kurz vor Saisonende auf einem respektablen Mittelfeldplatz acht.

Anzeige

Auch eine dritte Mannschaft, auf Kleinfeld in der 4. Kreisklasse, wurde gemeldet – mit Erfolg. In Kooperation mit dem DJK Krebeck liegt das Team auf Platz drei und kann noch die Vizemeisterschaft einfahren.

„Es war genau der richtige Schritt – auch der Zeitpunkt, den wir gewählt haben“, sagt Friedhelm Freitag, Vorsitzender der TSV Seulingen. Freitag betont, dass es immer schwieriger sei, eigenständige Teams zu melden. Daher seien Fusionen und Kooperationen unabdingbar.

Fusion wird akzeptiert

„Wir sind mit den Platzierungen der Teams sehr zufrieden. Bei der ersten Mannschaft haben wir den Erfolg in erster Linie dem Trainer zu verdanken, der tolle Arbeit leistet – ein Glücksgriff für den Verein“, so Freitag. Auch bei den Spielern und Zuschauern ist die Fusion längst akzeptiert worden, weil es auch erforderlich war, diesen Schritt zu gehen. „Die Seulinger fahren zu den Spielen nach Landolfshausen und anders herum. Jene, die gern Fußball gucken, sind bei den Spielen dabei, egal wo sie stattfinden“, berichtet der Seulinger Vorsitzende, der gleichzeitig auch im Vorstand des neuen Vereins ist.

Mit Blick auf die Zukunft unterstreicht Freitag, dass man das Ergebnis der ersten Mannschaft erneut erreichen und vor allem den Klassenerhalt in der Landesliga frühzeitig sichern möchte. „Gegen eine bessere Platzierung hätte ich natürlich nichts einzuwenden.“

SVG Göttingen - TSV Landolfshausen/Seulingen, Landesliga Braunschweig 2018/19

SVG Göttingen - TSV Landolfshausen/Seulingen, Landesliga Braunschweig 2018/19 Zur Galerie
SVG Göttingen - TSV Landolfshausen/Seulingen, Landesliga Braunschweig 2018/19 © Schneemann

"Entscheidung für die Zukunft"

Auch der stellvertretende Vorsitzende des TSV Landolfshausen, Reimund Böning zieht eine äußerst positive Bilanz „Es war genau die richtige Entscheidung. Den Abstieg haben wir mit der ersten Mannschaft vermeiden können – das war sehr wichtig“, so Böning, der künftig viele eigene Nachwuchsspieler in den Herrenteams des TSV sieht. „Es ist der erste Schritt. Nach und nach können wir in den kommenden Jahren Jugendspieler integrieren. Die Fusion war eine Entscheidung für die Zukunft“, ergänzt der stellvertretende TSV-Vorsitzende.

Dass die beiden Dörfer schon sehr gut vereint sind, habe sich unlängst beim Sportwochenende in Landolfshausen gezeigt, so Böning. „Da waren richtig viele Zuschauer – wir waren total überrascht. Es wird sehr positiv angenommen.“ Als Ziel für die kommenden Jahre sieht Böning ein Verbleib mit der ersten Herrenmannschaft in der Landesliga. „Die Oberliga wäre aus verschiedensten Gründe eine Nummer zu groß für uns“, betont der TSVer.

Allerdings ist Böning guten Mutes, dass auch in der kommenden Saison eine gute Mannschaft an den Start geht. Das Personal soll im Großen und Ganzen zusammen bleiben. Selbst bei den „Alteingessenen“ soll der neue Verein mittlerweile voll akzeptiert sein, berichtet Böning. „Klar gab es anfangs eine Menge Skeptiker – das hat sich mittlerweile aber verändert.“

Intensives Jahr

Zufrieden, aber etwas müde zeigte sich Fußballobmann Martin Habenicht. „Es war ein sehr anstrengendes und intensives Jahr, das aber erfolgreich endet“, so Habenicht, der auch die Trainerposition in der ersten Mannschaft anspricht. „Wir waren froh, dass wir so schnell mit Marco Wehr einen guten Trainer gefunden haben“, betont Habenicht, der davon ausgeht, dass es in den kommenden Jahren noch mehrere Fusionen im Kreis geben wird. Beim TSV ist der Schritt schon vollzogen.

Nette Geste: Der ehemalige Landolfshäuser Heinz Sölter über gibt Keeper Joachim Hagemann ein Buch von Bernd Trautmann
Nette Geste: Der ehemalige Landolfshäuser Heinz Sölter über gibt Keeper Joachim Hagemann ein Buch von Bernd Trautmann © r

Der ehemalige Landolfshäuser Heinz Sölter übergab Torwart Joachim Hagemann nach dem Heimspiel gegen Hainberg ein Buch von Torwartlegende Bernd Trautmann - als Dank für eine tolle Saison.