23. Oktober 2020 / 14:07 Uhr

TSV Landolfshausen/Seulingen nimmt im Derby die ersten Punkte ins Visier

TSV Landolfshausen/Seulingen nimmt im Derby die ersten Punkte ins Visier

Filip Donth
Göttinger Tageblatt
Hainbergs Lukas Pampe und Franz-Maximilian Mertens (l., hier gegen Nörten) erwartet schon das nächste Derby.
Hainbergs Lukas Pampe und Franz-Maximilian Mertens (l., hier gegen Nörten) erwartet schon das nächste Derby. © Swen Pförtner
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Wie aussagekräftig ist die Tabelle bereits? Lukas Zekas, Trainer des SC Hainberg, warnt jedenfalls davor, den Tabellenletzten Landolfshausen/Seulingen zu unetrschätzen. In diese Kerbe haut auch Jan Diederich, der Coach des starken Aufsteigers SSV Nörten-Hardenberg, vor dem Duell gegen Petershütte.

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Derby in der Landesliga-Staffel Süd Braunschweig: Der TSV Landolfshausen/Seulingen empfängt am Sonntag um 14.30 Uhr den SC Hainberg. Der SSV Nörten-Hardenberg hat bereits am Sonnabend um 15 Uhr TuSpo Petershütte zu Gast. Für den I. SC Göttingen 05 steht an diesem Wochenende kein Spiel auf dem Plan.

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TSV Landolfshausen/Seulingen – SC Hainberg. Die Gastgeber warten weiterhin auf die ersten Punkte in der neuen Saison. Das Warten soll nach dem Derby gegen Hainberg ein Ende haben. Nach drei Niederlagen in drei Spielen ist der TSV derzeit das Schlusslicht der Staffel. „Wir wissen, dass wir in einer schwierigen Situation stecken, das ordnen wir realistisch ein“, sagt Florian Jünemann. „Trotz alledem ist die Stimmung in der Mannschaft gut“, betont der Coach der Landolfshäuser. „Wir haben versucht, die Problemstellen zu analysieren und in Gesprächen aufzuarbeiten. Jetzt erhoffen wir uns, daraus die richtigen Schlüsse und Erkenntnisse für das Spiel am Sonntag gezogen zu haben.“

Eine Erkenntnis lautet: Das Spiel gegen den Ball muss sich verbessern. „In den vergangenen drei Partien sind die Abstände zwischen den Reihen recht groß geblieben. Somit haben wir es dem Gegner leicht gemacht, sich aus Drucksituationen wieder zu befreien, anstatt den Ball für uns zu gewinnen“, erklärt Jünemann. Was er von seinem Team erwartet, betrachtet der Coach als Stärken des kommenden Gegners: „Wir stellen uns darauf ein, dass Hainberg sehr kompakt, stabil und taktisch gut aufgestellt sein wird.“

Ein Treffer hat den Unterschied gemacht: Der SSV Nörten-Hardenberg hat sein Heimspiel gegen den SC Hainberg gewonnen. Zur Galerie
Ein Treffer hat den Unterschied gemacht: Der SSV Nörten-Hardenberg hat sein Heimspiel gegen den SC Hainberg gewonnen. © Swen Pförtner

Zwei Ausfälle stehen auf Seiten des TSV bereits fest: Torhüter Joachim Hagemann ist im Urlaub und Tomislav Relota wird weiterhin aufgrund seiner Schulterverletzung passen müssen. Hinter weiteren Spielern stehen noch Fragezeichen, Jünemann hofft aber, dass sie bis Sonntag einsatzbereit sind.

Auch der SC Hainberg muss Abstriche machen: Niklas Pfitzner wird im Derby nicht zur Verfügung stehen. SCH-Trainer Lukas Zekas warnt unterdessen davor, Landolfshausen/Seulingen zu unterschätzen: „Ich glaube, dass man nach drei Spieltagen noch nicht sagen kann, wer der Favorit ist. Landolfshausen ist gewillt, die ersten Punkte zu holen. Ich rechne damit, dass sie versuchen werden, jeden Zweikampf zu gewinnen und schnelle Konter zu setzen.“ Die Tabelle, glaubt er, ist noch wenig aussagekräftig. Zekas ist angesichts der bisherigen Partien vielmehr davon überzeugt: „Alle Mannschaften sind auf Augenhöhe.“

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Jedes Spiel neu bewerten

SSV Nörten-Hardenberg – TuSpo Petershütte. Besser hätte Nörten-Hardenberg kaum in die neue Saison starten können. Drei Siege aus drei Spielen, acht geschossene Tore, kein einzigen Gegentor – und das als Aufsteiger. In der kommenden Begegnung betritt der SSV als Favorit den Rasen, zumindest auf dem Papier: Der Spitzenreiter empfängt den Vorletzten. Petershütte wartet noch auf den ersten Dreier, verlor einmal und spielte einmal unentschieden.

Auch Jan Diederich will sich von all diesen Zahlen nicht täuschen lassen: „Als Neuling in der Liga ist es unsere Aufgabe, jedes Spiel unabhängig von der Tabellensituation zu bewerten. Jedes Spiel ist unfassbar wichtig, um sich frühzeitig gut zu positionieren. Wir haben da eine gute Ausgangsposition, sollten aber unabhängig davon versuchen, die Leistung aus den Spielen zuvor wieder abzurufen“, sagt der Trainer des SSV. Auch gegen Petershütte soll dabei eine kompakte Defensive der Schlüssel zum Erfolg sein. Verzichten muss Diederich weiterhin auf Lucas Duymelinck und Luca Armbrecht. Zudem fallen Linus Baar, Maximilian Grube-Koch und der gesperrte Jannik Psotta aus.