10. September 2019 / 12:01 Uhr

Vorbildlich: Von diesem Fairplay sollten sich alle Kicker eine Scheibe abschneiden

Vorbildlich: Von diesem Fairplay sollten sich alle Kicker eine Scheibe abschneiden

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Profitierte vom Fairplay: Schiedsrichter Rolf Baranski wurde in Mariensee gleich zweimal von den Spielern korrigiert.
Profitierte vom Fairplay: Schiedsrichter Rolf Baranski wurde in Mariensee gleich zweimal von den Spielern korrigiert. © Stefan Zwing/deisterpics
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Torreich ging es im Spiel der 4. Kreisklasse Hannover 1 zwischen dem TSV Mariensee/Wulfelade II und dem TSV Stelingen III zu. Doch es waren zwei Fairplay-Aktionen, die dafür sorgen, dass dieses Spiel noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Mehrfach im Mittelpunkt des Geschehens stand Stelingens Marcel Eggert.

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Es lief die 61. Minute zwischen dem TSV Mariensee/Wulfelade II und TSV Stelingen III. Das Gastgeberteam von Trainer Cedric Barr führte im Spiel der 4. Kreisklasse 1 zu diesem Zeitpunkt mit 5:3. Marcel Eggert, der zuvor schon zweimal getroffen hatte, kam im Strafraum zum Abschluss - ob der Ball von der Unterkante der Latte allerdings den Weg ins Tor gefunden hatte oder nicht, darüber herrschte zunächst Unklarheit.

Baranski wird zweimal zurückgepfiffen

Schiedsrichter Rolf Baranski entschied auf Eckball für die Stelinger Drittvertretung, ehe Mariensees Keeper Rene Großkopf den Unparteiischen darauf hinwies, dass der Ball hinter der Linie aufgekommen sei. Baranski revidierte seine Entscheidung - die Stelinger waren nach 2:5-Rückstand zurück im Spiel. Es stand nun 4:5.

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Eggert revanchiert sich

Sieben Minuten später kam Eggert im Strafraum zu Fall, Baranski zeigte auf den Punkt. Ausgeführt wurde der Strafstoß allerdings nicht, weil der Stelinger sich quasi revanchierte und den Schiedsrichter darauf hinwies, dass es kein Foul gewesen sei. Zum zweiten Mal an diesem Nachmittag revidierte Baranski seine Entscheidung.

"Das ist nicht Alltägliches"

"Es war ein normales Fußballspiel", sagt Mariensees Spartenleiter Heiko Pahl. "Die beiden Aktionen waren bemerkenswert, und aufgrund des Spielstands sogar noch höher zu bewerten." Pahl habe sich nach dem Abpfiff nicht nur bei der eigenen Mannschaft bedankt, sondern auch bei den Gästen. "Das ist nichts Alltägliches."

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Eggert fand die Aktion des gegnerischen Keepers "echt beeindruckend". Der mögliche Elfmeter für sein Team hätte das Spiel wahrscheinlich noch einmal spannend gemacht - aber es war eben keiner. "Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, das gehört sich einfach so", sagt der 19-Jährige. "Gerade nach der vorherigen Situation war es einfach nur fair."

Das Spiel entschieden letztlich die Marienseer mit 6:4 für sich - gewonnen haben aber irgendwie beide Mannschaften.

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