18. September 2020 / 14:25 Uhr

Premiere unter Flutlicht: Lukas Goro und seine Mühlenfelder haben Luthe zu Gast

Premiere unter Flutlicht: Lukas Goro und seine Mühlenfelder haben Luthe zu Gast

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Lukas Goro trägt von kleinauf das Trikot des TSV Mühlenfeld.
Lukas Goro trägt von kleinauf das Trikot des TSV Mühlenfeld. © Christian Hanke
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Dieses Duell hat es mindestens eine gefühlte Ewigkeit nicht gegeben: Am Freitagabend empfängt der TSV Mühlenfeld in der Bezirksliga 4 den TSV Luthe. Mit dabei aufseiten des Gastgeber ist natürlich auch Urgestein Lukas Goro. "Ein Typ, auf den man sich verlassen kann", wie Trainer Detlev Rogalla lobt.

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Der TSV Mühlenfeld knipst am Freitag das Flutlicht an, doch die Statistik, wann es auf dem Hagener Sportplatz das letzte Mal ein Punktspiel gegen den TSV Luthe gegeben hat, wird das wahrscheinlich auch nicht erhellen.

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Lukas Goro könnte es wissen, schließlich kickt er von klein auf für den Neustädter Klub, ein Vereinswechsel ist für den 26-Jährigen bislang nicht infrage gekommen. „Vielleicht haben wir mal in der Jugend gegen die Luther gespielt. Richtig erinnern kann ich mich aber nicht mehr“, sagt er. Die Wege der TSV-Männerteams haben sich in den vergangenen drei Jahrzehnten seit seiner Geburt indes nicht gekreuzt – nicht nur für Goro, den Mühlenfelder Kapitän, wird die um 19.45 Uhr beginnende Partie der Bezirksliga 4 auch eine Premiere.

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In der Saison 2013/14, als es für Luthes Fußballer nach einem Jahr in der Kreisklasse sportlich gerade wieder aufwärts ging, hatte Goro bei den Mühlenfeldern seine ersten Einsätze im damaligen Landesligateam. „Absolut talentiert, technisch sehr versiert, und vor allem ein guter Typ, auf den man sich verlassen kann“, sagt sein früherer Trainer Detlev Rogalla rückblickend über ihn. „Leider haben ihn immer wieder Verletzungen zurückgeworfen.“

"Mit dieser Truppe in die Landesliga aufsteigen..."

Es ist noch nicht lange her, dass Goro sich nach einem Kreuzbandriss erneut heranarbeiten musste. Jetzt will er seine Mannschaft zum Erfolg führen. „Mit dieser Truppe in die Landesliga aufsteigen – das wäre cool, ein Highlight“, sagt er.

Ein Sieg und zwei Unentschieden zum Auftakt sind schon einmal eine solide Basis, „zu 100 Prozent zufrieden bin ich damit aber nicht“, sagt Goro. TSV-Coach Mario Pohl sieht das nicht anders. Sein Drei-Spiele-Fazit: „Teilweise haben wir ordentlich gespielt. Wir haben aber noch nicht Taten sprechen lassen.“

Auf Goro, Groß- und Einzelhandelskaufmann von Beruf, Innenverteidiger oder „Sechser“ beim TSV, setzt Pohl große Stücke. „Wir brauchen ihn. Vor allem neben dem Platz kümmert er sich viel“, sagt er. „Mit seiner Hilfe kann ich auch in die Mannschaft hineinhören. Wir sprechen viel miteinander.“

Ulrich will keinen Beton anrühren

Dass die Mühlenfelder zuletzt mit kampfbetont zu Werke gehenden Gegnern ihre Probleme hatten, ist Luthes Trainer Steffen Ulrich nicht entgangen. „Ich würde das trotzdem nicht als einen Vorteil für uns sehen“, sagt er. „Je länger die Null steht, desto interessanter wird es. Wir spielen aber auch gern mit Fußball und werden nicht Beton anrühren.“

Gleichwohl hätte sich Ulrich als Einstimmung auf die Partie am vergangenen Dienstag gegen Aufsteiger TuS Mecklenheide den ersten Saisonsieg gewünscht. „Hinsichtlich der Motivation haben wir uns mit dem 1:1 selbst ein Bein gestellt. Die Mannschaft ist aber gefestigt genug, den leichten Rückschlag zu verkraften.“