12. Oktober 2020 / 13:05 Uhr

Wechsel an der Spitze: Mesenbring schießt Mühlenfeld gegen Garbsen zum Sieg

Wechsel an der Spitze: Mesenbring schießt Mühlenfeld gegen Garbsen zum Sieg

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Patrick Mesenbring feiert seinen zweiten Treffer für den TSV Mühlenfeld.
Patrick Mesenbring feiert seinen zweiten Treffer für den TSV Mühlenfeld. © Christian Hanke
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Trotz eines frühen Rückstands hat sich der TSV Mühlenfeld im Topspiel der Bezirksliga 4 zu Hause mit 2:1 gegen den TuS Garbsen durchgesetzt - und den Gegner von der Tabellenspitze geschossen. Mann des Tages war Patrick Mesenbring, der beide Treffer der Gastgeber erzielte.

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„Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey...“: Die Mannschaft des TSV Mühlenfeld hat sich in einem umkämpften Topduell der Bezirksliga 4 mit 2:1 (2:1) gegen den TuS Garbsen durchgesetzt - und die Gäste damit vom Tabellenthron gestoßen. Anschließend wurde erst mal kräftig gefeiert in der Mühlenfelder Kabine, dazu gab es ja auch allen Grund: Platz eins nach der Hinrunde, ungeschlagen – es läuft beim TSV.

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„Wir wussten, was auf uns zukommt und waren sehr gut eingestellt auf die Garbsener. Die Jungs haben alle Vorgaben super umgesetzt. Wir haben verdient gewonnen“, sagte Heimcoach Mario Pohl. Zum Matchwinner avancierte der zweifache Torschütze Patrick Mesenbring.

Bilder vom Spiel der Bezirksliga 4 zwischen dem TSV Mühlenfeld und TuS Garbsen

Garbsens Torhüter Kevin Kainka bremst Mühlenfelds Patrick Mesenbring aus. Zur Galerie
Garbsens Torhüter Kevin Kainka bremst Mühlenfelds Patrick Mesenbring aus. ©

Mit dem frühen Treffer von Dustin Quast (4. Minute) ging es für die Gäste zwar gut los, doch davon ließ sich die Pohl-Truppe in keiner Weise schocken. Vielmehr nahmen die Mühlenfelder das Heft in die Hand und dominierten das Geschehen. Einen klasse Pass von Dominik Ernst nutzte Mesenbring zum Ausgleich (16.).

Aufregung in der 36. Minute: Der Schiedsrichter ahndete das Handspiel eines TSV-Akteurs im eigenen Strafraum zunächst mit Elfmeter, nahm die Entscheidung jedoch auf Intervention des Linienrichters zurück. „Angeblich sei es kein absichtliches Handspiel gewesen“, schilderte TuS-Trainer Martin Kummer die strittige Szene.

Saade hätte noch nachlegen können

Während die Garbsener offenbar mit ihren Köpfen noch beim nicht gegebenen Elfmeter waren, gelang Mesenbring keine 60 Sekunden später im Anschluss an eine Ecke ein wahres Traumtor: mit links hämmert er den Ball präzise in den Winkel (37.). Hussein Saade vergab kurz vor der Halbzeit die dicke Gelegenheit, noch einen draufzusetzen.

In der Pause stellte Kummer taktisch und personell um, die Garbsener hatten nun deutlich mehr Ballbesitz und die größeren Spielanteile. Die klareren Torchancen indes erspielten sich die Platzherren über ihre gut vorgetragenen Konter. Allein Saade hatte noch zwei, drei hochkarätige Dinger auf dem Fuß, die er normalerweise locker reinmacht. „So mussten wir bis zum Ende zittern, dabei hätten wir schon viel früher für klare Verhältnissen sorgen können“, sagte Pohl.

Sein Gegenüber Kummer räumte unumwunden ein: „Wir haben verdient verloren. Wenn man so eine Leistung abliefert, wie wir in den ersten 45 Minuten, kann man nicht gewinnen. Aber was soll’s, das ist kein Beinbruch.“