08. Juli 2018 / 22:11 Uhr

TSV Nettelrede hält 45 Minuten gegen den 1.FC Germania Egestorf/L. mit - dann verließ den Außenseiter die Kraft

TSV Nettelrede hält 45 Minuten gegen den 1.FC Germania Egestorf/L. mit - dann verließ den Außenseiter die Kraft

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Germania Egestorf/Langreders Interimscoach Jens Jansen (re.) im Gespräch mit Ex-Cheftrainer Jan Zimmermann (li.)
Germania Egestorf/Langreders Interimscoach Jens Jansen (re.) im Gespräch mit Ex-Cheftrainer Jan Zimmermann (li.)
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Auf die Leistung in den ersten 45 Minuten kann der TSV Nettelrede gehörig stolz sein: Im Testspiel gegen den vier Klassen höher spielenden 1.FC Germania Egestorf/Langreder steht der TSV im ersten Durchgang wachsam in der Defensive, doch die ganze Klasse der Germanen zeigte sich, als dem Außenseiter die Puste ausging.

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Ohne Cheftrainer Jan Zimmermann, der sich am Donnerstag in einen Kurzurlaub verabschiedet hatte, hat der Regionalligist 1. FC Germania Egestorf/Langreder sein Testspiel beim TSV Nettelrede zum Ende hin standesgemäß mit 9:0 (1:0) gewonnen. Dass die Partie dennoch nicht komplett ohne Zimmermänner über die Bühne ging, lag am Schiedsrichter. Luis-Johann Zimmermann von der SSG Halvestorf/Herkendorf hieß der Leiter des Freundschaftskicks im Ortsteil Bad Münders.

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Die Bilder zum Trainingsauftakt des 1. FC Germania Egestorf/Langreder:

Der Trainingsauftakt des 1. FC Germania Egestorf/Langerder. Zur Galerie
Der Trainingsauftakt des 1. FC Germania Egestorf/Langerder. ©

​ „Nettelrede hat es in den ersten 45 Minuten gut gemacht“

Jens Jansen, Germanias Co-Trainer, verantwortete Aufstellung und taktische Ausrichtung an diesem Nachmittag und wählte 4-2-3-1 als Formation gegen den Tabellenachten der abgelaufenen Saison in der Kreisliga Hameln-Pyrmont. „Nettelrede hat es in den ersten 45 Minuten gut gemacht“, berichtete Jansen. „Vor allem defensiv haben sie stabil gestanden.“ Was sich auch im Resultat ausdrückte.

Mit einem knappen 0:1 – einzig Joshua Siegert hatte getroffen (22.) – ging es in die Kabinen, bei einem Unterschied von vier Klassen eine durchaus respektable Halbzeitbilanz für den Außenseiter. Wenn auch Jansen meinte, dass es durchaus höher hätte stehen können. „Ein 4:0 für uns wäre möglich gewesen“, fand er. Alleine Christoph Beismann hatte zweimal freistehend den Ball nicht an TSV-Schlussmann Niklas Herfeld vorbeibekommen.

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Gästen geht die Kraft am Ende aus

Nach dem Seitenwechsel bekam die Gästeelf dann ein etwas anderes und entschlosseneres Gesicht. Was nicht nur an den fünf personellen Veränderungen lag, die Jansen vornahm, sondern auch daran, dass dem Kreisligisten mit zunehmenderer Spieldauer die Kräfte schwanden. „Sie haben etwas nachgelassen“, sagte Jansen. „Und wir wurden zielstrebiger und haben schöne Tore nach schnellen Kombinationen erzielt.“

Jos Homeiers 2:0 (47.) ließen Marko Ilic (48.) sowie Justin Wiechens (51.) zeitnah die Treffer drei und vier folgen, beide ansehnlich nach zügig vorgetragenen Angriffen über die linke Seite vorbereitet. „Das ist für den Trainer schön“, freute sich Jansen. Doch auch die Zuschauer seien mutmaßlich auf ihre Kosten gekommen. Auf den Ehrentreffer des TSV hofften die Einheimischen allerdings vergeblich, Markus Straten-Wolf verlebte eher geruhsame 90 Minuten.

Herfeld dagegen bekam nun mehr zu tun. Abermals Wiechens (53.), Beismann (56., 76.), Homeier (63.) sowie Ilic (81.) sorgten für den erwartet deutlichen Sieg. „Wir können nach einer harten Trainingswoche zufrieden sein“, sagte Jansen, der noch bis morgen das alleinige Sagen an der Emmerke haben wird.