04. März 2019 / 16:32 Uhr

TSV Okel: Gala des wandelnden Kleiderschranks

TSV Okel: Gala des wandelnden Kleiderschranks

Sven Herrmann
Weser-Kurier
am Ball: Marvin Zwiebler
Unaufhaltsam: Okels Marvin Zwiebler (re) war gegen Sudweyhe II der Mann des Spiels. © Jonas Kako
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Stürmer Marvin Zwiebler trifft beim 4:1 des TSV Okel gegen den TuS Sudweyhe II gleich dreifach

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Marvin Zwiebler, Angreifer des Fußball-Kreisligisten TSV Okel, wurde nach dem Abpfiff des Spiels seines TSV gegen die Reserve desTuS Sudweyhe geradezu mit Lobeshymnen überschüttet. "Gut gemacht, wandelnder Kleiderschrank", sagte beispielsweise Mitspieler Tom Holthusen in Richtung des wuchtigen Stürmers mit dem passenden Spitznamen. Beim glatten 4:1 (1:0) hatte Zwiebler zuvor eine regelrechte Gala abgeliefert, markierte drei Tore und war auch am vierten Treffer beteiligt. Damit bleiben die Okeler in Tuchfühlung zur Spitze.

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Die Gäste aus Sudweyhe gingen personell arg dezimiert in dieses Spitzenspiel. Neben Hannes und Jonas Lüdeke fehlten dem TuS-Trainerduo Arne Janßen und Henrik Schmidt auch Eike Dziuba. Daniel Koch machte sich zwar warm, musste aufgrund seiner Oberschenkelprobleme ebenfalls passen. "Uns fehlte die komplette 40-Tore-Offensive", seufzte Janßen. Einen Schuss von Rico Volkmann konnte die Sudweyher Abwehr noch blocken (13.), doch in der 27. Minute hatte die Hintermannschaft des TuS das erste Mal das Nachsehen. Zwiebler spielte eine kurze Ecke auf seinen Teamkollegen Volkmann und erhielt das Leder prompt zurück. Daraufhin zirkelte er den Ball von der Strafraumkante ins lange Eck. "Aus dieser Position ziele ich grundsätzlich hart aufs lange Eck. Entweder erwischt ein Mitspieler den Ball dann per Kopf oder Fuß oder aber er geht direkt rein", berichtete Zwiebler. Doch die Sudweyher ergaben sich nicht. Nach Freistoß von Pascal Haider rutschte Kapitän Fabian Tinzmann nur knapp am Ball vorbei (33.). Nach einem Zweikampf zwischen Okels Manic Alms und Sudweyhes Marcel Ahlers forderten die Gäste einen Strafstoß, doch Schiedsrichter Marcel Thalmann (Bramstedt) verweigerte diesen. "Mit unserer aufgrund der dünnen Personaldecke zusammengewürfelten Elf haben wir das ganz gut gemacht", sagte Janßen, dessen Mannschaft nach Wiederanpfiff auf den Ausgleich drängte. Doch erneut waren es die Gastgeber, die ins Schwarze trafen. Dieses Mal stocherte Zwiebler eine Hereingabe von Ahmed Khatib im Fallen ins Tor (64.). Kurz zuvor hatte TuS-Keeper Alexander Keskinsoy eine Ecke von Volkmann an den Querbalken gelenkt, wurde bei der Rettungstat jedoch behindert, sodass Thalmann auf Freistoß entschied (61.). Kurz nach Zwieblers zweitem Streich wurden die Sudweyher Hoffnungen neu genährt. Okels Torhüter Lucas Feldmann foulte Robin Mau, dieses Mal zeigte Thalmann auf den Elfmeterpunkt. Die Chance ließ sich Tinzmann nicht entgehen und verwandelte sicher zum Anschluss (68.).

Okels schnelle Antwort

Wer sonst als Matchwinner Zwiebler aber sollte diese Partie entscheiden? Nach einer Hereingabe Volkmanns überlupfte der Torjäger den zögerlich herauslaufenden Keskinsoy (76.). Doch Zwiebler kann auch vorbereiten: So geschehen beim Treffer zum 4:1, als er Khatib auf dem linken Flügel in Szene setzte. Dieser passte nach kurzem Sprint in die Mitte auf den mitlaufenden Volkmann, der den Endstand markierte (82.). "Wir sind auf jeden Fall gut in die Rückrunde gestartet. Meine eigene Leistung möchte ich nicht hervorheben, es war insgesamt eine starke Mannschaftsleistung. Ambitionen nach oben sind da, unser Ziel ist es schon, oben mitzuspielen. Dennoch halten wir auch nach diesem 4:1 den Ball flach", bilanzierte Zwiebler.

Lob für den erfolgreichen Dreifachtorschützen gab es auch von Trainer Lutz Schröder. "Marvin ist vorne eine Bank. Er ist immer zur rechten Zeit am richtigen Ort", kommentierte Schröder, ohne den Rest des Teams zu vergessen. "Die Jungs haben sich voll reingehauen und eine gute Kompaktheit bewiesen", so Schröder. Dem Kampf um den Aufstieg sieht der Coach ebenfalls entspannt entgegen. "Wir haben überhaupt keinen Druck. Wichtig war es, gut in die Rückrunde hineinzukommen. Wir werden von Woche zu Woche weitersehen und dann schauen, was am Ende herausspringt. Wir wollen schon lange oben mitmischen", ergänzte Schröder. Im Aufstiegsgeschäft sind die Okeler, die noch ein Nachholspiel zuhause gegen den FC Sulingen II in der Hinterhand haben, spätestens nach dem Erfolg gegen den Zweiten Sudweyhe ganz dicke. In Eydelstedt wartet am kommenden Spieltag aber die nächste schwere Hürde.