13. März 2022 / 18:41 Uhr

TSV Pansdorf gewinnt beim VfB Lübeck II und reist mit eigenem Stadionsprecher an

TSV Pansdorf gewinnt beim VfB Lübeck II und reist mit eigenem Stadionsprecher an

Finn Hofmann
Lübecker Nachrichten
Pansdorfer Jubel an der Lohmühle nach dem Treffer zum 3:1 durch Felix Krüger. 
Pansdorfer Jubel an der Lohmühle nach dem Treffer zum 3:1 durch Felix Krüger.  © 54°/König
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Am Sonntagnachmittag gewann der TSV Pansdorf mit 3:1 (1:0) beim VfB Lübeck II. Rund 150 Fans aus Pansdorf traten die Reise zur Lohmühle an. Auch der Stadionsprecher war mit eigenem Equipment dabei.

Weil es bei der U23 des VfB keinen Stadionsprecher gibt, übernahm Pansdorfs Haye Jurkat kurzerhand den Job. Mit eigener Mikrofonanlage sorgte er zusammen mit 150 Pansdorf-Fans für Heimspielatmosphäre an der Lohmühle. Der TSV startete offensiver als sonst, wollte die junge Mannschaft des VfB mit hohem Pressing aus dem Konzept bringen. VfB-Coach Norbert Somodi wollte durch gepflegtes Passspiel verhindern, dass die Pansdorfer ihre Zweikampfstärke ausspielen können.

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Bilder vom Spiel: VfB Lübeck II - TSV Pansdorf (13.03.2022)

Enttäuschung bei Timon Flach und der U23 des VfB Lübeck. Nach der Pleite gegen den TSV Pansdorf geht es für das Team in die Abstiegsrunde der Oberliga Süd.   Zur Galerie
Enttäuschung bei Timon Flach und der U23 des VfB Lübeck. Nach der Pleite gegen den TSV Pansdorf geht es für das Team in die Abstiegsrunde der Oberliga Süd.   ©

"Pansdorf hat uns den Schneid abgekauft"

„Das ist uns nicht gelungen. Pansdorf hat uns den Schneid abgekauft. Durch ihre Qualität, auf die zweiten Bälle zu gehen, haben sie das Spiel heute gewonnen“, erklärt Somodi. Schon nach 20 Minuten besorgte Alexander Sommer nach einem Eckball die Gästeführung. Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Finn-Luca Anders nach Ballverlust von Malte Kentzler auf 2:0 (47.).

Krüger macht den Deckel drauf

„Danach war klar, dass wir das Tempo nicht die ganze Zeit durchhalten können. Der VfB ist dann verdient zum Anschluss gekommen“, betont TSV-Trainer Helge Thomsen. Nach einer Hereingabe von Timon Flach besorgte Kani Uzun den Anschlusstreffer (55.). Die Gäste stellten letztlich jedoch den alten Abstand wieder her, nutzten einen Fehler von Minou Tsimba-Eggers zum 3:1-Endstand durch Felix Krüger (78.).

VfB II muss in die Abstiegsrunde

Für den TSV Pansdorf ist es ein Riesenschritt in Richtung Aufstiegsrunde. Diese kann am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen den Oldenburger SV dingfest gemacht werden. Für den VfB Lübeck II geht es indes in die Abstiegsrunde. „In den nächsten zwei Wochen werden wir daran arbeiten, wie wir uns besser wehren können. Wir dürfen uns nicht so einschüchtern lassen. Die Jungs müssen den Kampf annehmen, wir sind teilweise zu passiv“, unterstreicht Somodi.

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Der TSV-Tross stieg nach dem Spiel ohne zu duschen direkt in die Autos. Der Wirt des Vereinsheims lockte bei Auswärtssieg mit einer Einladung ins Vereinsheim. „Hut ab vor den Jungs, wie sie 90 Minuten lang Feuer gegeben haben und leidenschaftlich waren. Wir sind heute der verdiente Sieger“, jubelte Thomsen nach dem Abpfiff.

VfB: Dardon – Melo, Neca, Jetz, Kleeschätzky – Kentzler (57. Tsimba-Eggers), Szelitzki (77. Akcicek) – Flach, Freitag (46. Lahu), Hadj (46. von Esebeck) – Uzun.

TSV: Raube – Mess, Gerlach, Sommer, P. Manthe – Krüger (82. Kunert), Böbs – Grimm (67. Kounas), Miljic, Villbrandt (90.+4 Freihube) – Anders.

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