08. Oktober 2018 / 11:26 Uhr

TSV Ristedt von Beginn an überfordert

TSV Ristedt von Beginn an überfordert

Thorin Mentrup
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Okels Hasan Sabehaioun (am Ball) erzielte den fünften Okeler Treffer in Ristedt.
Okels Hasan Sabehaioun (am Ball) erzielte den fünften Okeler Treffer in Ristedt. © Michael Braunschädel
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Der Kreisliga-Aufsteiger kommt im Derby gegen den TSV Okel mit 0:6 unter die Räder

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Fünf Jahre und etwas mehr als vier Monate hatte der TSV Ristedt auf ein Punktspiel gegen den Nachbarn TSV Okel warten müssen. Das Wiedersehen in der Fußball-Kreisliga löste beim Aufsteiger allerdings keine Freude aus. In einer sehr einseitigen Partie hatten die Okeler am Sonntagnachmittag deutlich die Nase vorn und feierten einen 6:0 (3:0)-Sieg.

Der Mann der ersten Hälfte war zweifellos Rico Volkmann. Der Spielertrainer der Okeler, der an der Seitenlinie seit dieser Saison Unterstützung von Lutz Schröder hat, führte seine Mannschaft mit einem Hattrick ganz nah an die drei Punkte heran. Zunächst setzte er sich nach einer Flanke von Hasan Sabehaioun mit einer Körpertäuschung durch und traf dann aus sieben Metern halblinker Position mit einem strammen Flachschuss ins kurze Eck (9.). Ristedts Torhüter Lukas Wickbrand hatte keine Chance – genauso wie beim zweiten und dritten Treffer von Okels Zehner. Sein zweites Tor markierte Volkmann per Strafstoß, nachdem er selbst von Matthias Castens von den Beinen geholt worden war (27.). Kurze Zeit später sein schönster Treffer: Nach einem Einwurf Tom Holthusens legte Marvin Zwiebler zurück auf den im höchsten Tempo anstürmenden 26-Jährigen, der den Ball unter die Latte jagte – ein lupenreiner Hattrick in etwas mehr als 20 Minuten (31.).

Das war dem Okeler zuletzt vor mehreren Jahren gelungen. "Das muss in unserem ersten Kreisliga-Jahr gewesen sein", kramte er in seinen Erinnerungen. Seinen verdienten Applaus hatte er sich von den mitgereisten Okeler Anhängern schon Mitte der zweiten Hälfte bei seiner Auswechslung abgeholt. "Rico war natürlich heute überragend", stellte auch Lutz Schröder fest. Die offensive Rolle, die er seit dieser Saison wieder einnimmt, gefällt Volkmann: "In den letzten Jahren bin ich immer defensiver geworden. Weiter vorne fühle ich mich aber am wohlsten", sagte er. Ins Rampenlicht aber wollte er sich nicht allein stellen. "Wir haben insgesamt eine gute Leistung gezeigt. Es war wichtig, dass wir früh in Führung gegangen sind. Danach haben wir es größtenteils professionell zu Ende gespielt. Mit 17 Punkten stehen wir jetzt gut da", erkannte er zudem mit Blick auf die Tabelle, in der sein Team mit nur vier Punkten weniger als Spitzenreiter TSV Weyhe-Lahausen Sechster ist.

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Die Gegentreffer zeigten die Schwächen der Gastgeber deutlich auf: Sie kamen meist mindestens einen Schritt zu spät und waren auch nicht clever genug. Trainer Bernd Schebitz' Rumpfelf hatte den Gästen nicht viel entgegenzusetzen. Sie versuchte zu kämpfen, doch die fußballerischen Unterschiede waren zu groß, um sie allein mit Einsatz wettzumachen. Über das gute Zentrum mit Jörn Kastens und Kapitän Tom Holthusen dominierten die Okeler das Geschehen. Sie hätten noch höher gewinnen können, wenn nicht Kenneth Lange (21.), Marvin Zwiebler (63.) und Jörn Kastens (76.) Latte oder Pfosten getroffen hätten. "Wir sind mit dem Ergebnis noch gut bedient", analysierte Schebitz ehrlich. Die vielen Ausfälle allein wollte er nicht als Ausrede gelten lassen. "Wir machen zu einfache Fehler. Mit dieser Einstellung und dem, was wir auf den Platz bringen, haben wir in dieser Klasse nichts zu suchen." Die Gastgeber, die sich immerhin nicht komplett hängen ließen, waren in allen Belangen schwächer als die Gäste. Die beste Chance hatte Benjamin Dökel im zweiten Durchgang, sein Kopfball aus guter Position strich jedoch ein gutes Stück am Tor vorbei. Und Pech hatten die Ristedter auch noch: Sascha Ottens 50-Meter-Lupfer über Okels Torwart Lucas Feldmann setzte vor dem Gehäuse noch einmal auf und landete auf dem Netz – auch das Tor des Jahres blieb den Gastgebern verwehrt (85.).

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gäste bereits mit 5:0 in Front. Kenneth Lange hatte per Schlenzer das vierte Tor erzielt (58.), Hasan Sabehaioun das fünfte nachgelegt (76.). Der Schlusspunkt blieb Julian Röpke vorbehalten (90.+1). "Es war ein Pflichtsieg", stellte Okels Trainer Lutz Schröder fest, der sich in einigen Szenen mehr Konsequenz gewünscht hätte: "Wir müssen lernen, auch in solchen Spielen diszipliniert zu sein." Das war am Sonntag eine Klage auf hohem Niveau, die aber den Ehrgeiz des Coaches unterstrich. "Unser Ziel muss immer sein, das Maximum herauszuholen." Das ist Schröders Elf mit dem höchsten Saisonsieg auf sehr anschauliche Art und Weise gelungen.

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