13. August 2019 / 17:01 Uhr

TSV Schloß Ricklingen und der SV Dedensen liefern sich torreichen Krimi 

TSV Schloß Ricklingen und der SV Dedensen liefern sich torreichen Krimi 

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Schloß Ricklingens Kapitän Justin Fehder (links) kämpft mit Dendensens Captain Sebastian Reh (2.v.l.) ums Spielgerät.
Schloß Ricklingens Kapitän Justin Fehder (links) kämpft mit Dendensens Captain Sebastian Reh (2.v.l.) ums Spielgerät. © Christian Hanke
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Dreimal geführt, trotzdem nicht gewonnen: Die Punkteteilung zwischen dem TSV Schloß Ricklingen und dem SV Dedensen fühlt sich für SVD-Coach Sascha Pohle wie eine Niederlage an. Die Schlorianer hingegen wollten auf keinen Fall mit einer Niederlage starten, was Robin Oltmanns in der 94. Minute eindrucksvoll unter Beweis stellte.

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Es lief bereits die Nachspielzeit als sich Robin Oltmanns ein Herz fasste und zu einem Sturmlauf ansetzte. Sein Team, der TSV Schloß Ricklingen, lag zu diesem Zeitpunkt im Kreisliga 2-Duell mit dem SV Dedensen 2:3 zurück. Sekunden später klingelte es im gegnerischen Kasten: Oltmanns Solo bescherte den Schlorianern ein 3:3-Remis. Während die Heimelf den späten Treffer ausgelassen bejubelte, war Dedensens Coach Sascha Pohle restlos bedient: „Ich bin stinksauer, dreimal haben wir geführt und am Ende reicht es nur zu einem Remis, das fühlt sich für uns wie eine Niederlage an.“

Bilder vom Kreisligaspiel zwischen dem TSV Schloß Ricklingen und SV Dedensen

Schloß Ricklingens Marvin Parbs (links) im Zweikampf mit Dedensens Recep Dogan. Zur Galerie
Schloß Ricklingens Marvin Parbs (links) im Zweikampf mit Dedensens Recep Dogan. ©
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„Wir hätten zur Pause gut und gern 0:3 zurückliegen können“

Schloß Ricklingens Trainer Dirk „Apollo“ Jürgens war erst am Abend vor dem Spiel aus seinem Mallorca-Urlaub heimkehrt. Er sah einen ordentlichen Auftritt beider Mannschaften in dieser vom Anpfiff weg sehr intensiv geführten Partie. Timo Frercks brachte die Gäste in Front, vorausgegangen war ein missglückter Klärungsversuch von Steven Schulze, dessen Bogenlampe der Dedenser Offensivakteur locker einnickte (29.). „Eigentlich sind wir gut im Spiel gewesen, aber nach diesem Gegentor haben wir erst mal komplett den Faden verloren, das darf einem Team mit unserer Qualität nicht passieren“, sagte Jürgens. Mehrfach riskierte TSV-Schlussmann Dennis Zeiske (ein ehemaliger SVDler) in Eins-gegen-Eins-Situationen Kopf und Kragen – und bewahrte seine Elf vor einem höheren Rückstand. „Wir hätten zur Pause gut und gern 0:3 zurückliegen können“, räumte Jürgens ein.

In der zweiten Halbzeit bekamen die Platzherren das sportliche Geschehen wieder besser in den Griff – und drängten auf den Ausgleich: Mit einem klasse Seitfallzieher ins Dreieck besorgte Lukas Brinkmann das 1:1 (54.). Kampf und Emotionen prägten die interessante Partie. Der just zuvor eingewechselte Niclas Bode schoss erneut die Dedenser nach vorn (63.). Einen kapitalen Fehler im Aufbauspiel des SV, nutzte wiederum Brinkmann zum 2:2 (73.). Kurz vor Schluss schloss Christian Kolter einen Konter über Jörn Rehfeldt erfolgreich ab (85.) – die Pohle-Elf schien endgültig auf der Siegerstraße zu sein. Von wegen. Jürgens reagierte prompt, stellte auf Dreierkette um und beorderte Robin Oltmanns ins Sturmzentrum – ein taktischer Schachzug, der sich mit dem 3:3 auszahlte (94.)

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Zwei Krimis an einem Tag für SVD-Coach Sascha Pohle

„Wir wollten auf keinen Fall mit einer Niederlage starten, das ist uns gelungen“, sagte Jürgens, der vier A-Jugendliche ins Rennen geschickt hatte. Zwei der drei Gegentore habe seine Elf selbst eingeleitet, „aber die top Moral, mit der wir immer zurückgekommen sind, stimmt mich positiv.“ Weit weniger gut war die Laune des Gäste-Trainers, der den ausgelassenen Großchancen der ersten Hälfte nachtrauerte. Und sich ferner maßlos über den späten Treffer zum 3:3 ärgerte, „da haben wir in der 94. nur staunend Spalier gestanden, anstatt den Oltmanns zu stören.“ Ein Remis in Schloß Ricklingen sei okay, aber nicht nach einem solchen Spielverlauf. „Auf dem Platz ein Krimi und abends zum Krimidinner auf dem Wilhelmsstein im Steinhuder Meer, das ist ein Sonntag . . .“, so Pohle.

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