21. November 2020 / 15:20 Uhr

TSV Schlutup: Mark Seemann wird neuer Trainer, Abwanderungen beim Lübecker SC

TSV Schlutup: Mark Seemann wird neuer Trainer, Abwanderungen beim Lübecker SC

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mark Seemann (r.) war auch als Spieler beim LSC aktiv und bricht dort nun seine Zelte ab.
Mark Seemann (r.) war auch als Spieler beim LSC aktiv und bricht dort nun seine Zelte ab. © Thore Jürgensen
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Erst vor wenigen Wochen hatte der 31-Jährige sein Aus beim Kreisligisten Lübecker SC verkündet und schlägt nun am Palinger Weg ein neues fußballerisches Kapitel auf. Ein Großteil des Kaders, der unter Seemann beim LSC gespielt hat, wird den Trainer zum TSV begleiten. 

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"Nachdem bekannt wurde, dass Mark Seemann und seine Truppe beim Lübecker SC nicht weiter machen, gab es sehr gute Gespräche zwischen Mark und uns, woraufhin man sich eine Zusammenarbeit beiderseitig sehr gut vorstellen konnte", ließ Christian Clasen, Ligmanager des TSV Schlutup, in einer Pressemitteilung wissen.

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In Schlutup hatte man nach dem Weggang von Coach Ali Chalha zunächst kurzfristig Raoul Konan auf dem Posten des Cheftrainers einsetzen können, Konan gilt im Nachhinein der Dank Clasens, der sagt, dieser habe sich "in einer fast ausweglosen Situation bereit erklärt, das Ruder zu übernehmen, das nötigt uns größten Respekt und Dank ab."

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Mark Seemann wollte sich zuerst bei seinem langjährigen Verein bedanken, der sich, nach der Trennung sehr fair verhalten habe: "Wir haben am Donnerstag die letzten Gespräche mit den Verantwortlichen des LSC geführt, die fairerweise alle Spieler, die mit nach Schlutup gehen wollten, freigegeben haben. Stand heute sind das 15 Mann."

Nicht alle Spieler werden den Trainer zum TSV begleiten, "zwei, drei Jungs werden sich Aufgaben in höheren Ligen suchen. Kyle Hohmann steht zum Beispiel soweit ich weiß vor einem Wechsel nach Groß Grönau." Die erste Mannschaft des Lübecker SC steht nach dem Abgang des beinahe ganzen Kaders vor der Abmeldung. "Das ist mein letzter Stand", bekannte auch Seemann.

Als Saisonziel sei, so Seemann, in Schlutup nun der Klassenerhalt ausgegeben: "Wir dürfen uns keine Illusionen machen, dass nur, weil jetzt fünfzehn Mann und ein neuer Trainer kommen, es nicht trotzdem schwer wird. Schlutup hatte vorher einen kleinen Kader dessen Qualität sich durch die Jungs, die ich mitbringe sicher verstärken wird, doch werden wir jeden Punkt hart erkämpfen müssen. Die TSV-Vereinsführung und ich sind da einer Meinung, dass viel Arbeit auf uns zukommt und wir keine Wunderdinge erwarten sollten. Ich bin auch nicht der Typ, der sich ins gemachte Nest setzen muss. Ich hab Bock auf die Mannschaft, auf die neue Aufgabe und auf ein Umfeld, für das viel getan wird."

Ein erstes Kennenlernen der neuen Spieler habe bislang nur auf dem telefonischen Weg stattfinden können, doch zeigt sich der künftige TSV-Trainer im Hinblick auf diese Gespräche angetan von seinen künftigen Schützlingen: "Ich bin schon den ganzen Tag am telefonieren. Bis jetzt sind das alle super nette Jungs, die mir signalisiert haben, dass sie Bock haben. Ich werde versuchen, mit allen zu sprechen und mich so vorzustellen."

Von Seiten seines neuen Vereins hieß es indes gleichfalls lobend: "Mark ist ein junger, hungriger Trainer der bestens im Lübecker Fußball vernetzt ist und in den letzten Jahren beim Lübecker SC eine hervorragende Arbeit gemacht hat. Wir freuen uns, dass Mark trotz der sportlich schwierigen Situation große Lust auf diese Aufgabe hat und viele seiner Jungs dafür begeistern konnte ebenfalls den Schlutuper Weg mitzugehen."