22. November 2021 / 12:17 Uhr

Steilvorlage nicht verwertet: In Eilvese jubelt nur der STK, Frust beim TSV Stelingen

Steilvorlage nicht verwertet: In Eilvese jubelt nur der STK, Frust beim TSV Stelingen

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Und schon wieder jubeln die Spieler des STK Eilvese...
Und schon wieder jubeln die Spieler des STK Eilvese... © Christian Hanke
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Der TSV Stelingen hätte mit einem Sieg in Eilvese weiter vom Sprung in die Aufstiegsrunde zur Oberliga träumen können. Doch dieser Traum ist nach dem 2:5 beim STK ausgeträumt. "Manchmal will man zu viel, und dann geht es in die Hose", konstatierte Coach Marko Orsolic.

In der Umkleidekabine ist es sehr ruhig gewesen. Sprechen wollte keiner. Das Duschen erledigten die Spieler des TSV Stelingen am Sonntag besonders schnell. Die meisten zog es anschließend schnell nach Hause. „Natürlich waren alle sehr enttäuscht“, sagte Trainer Marko Orsolic nach dem 2:5 (1:2) seines Teams beim Landesligaspitzenreiter STK Eilvese.

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Nachdem am Freitagabend der TuS Sulingen den TSV Wetschen bezwungen hatte, hätten die Stelinger mit einem Erfolg selbst noch Rang drei und somit die Aufstiegsrunde zur Oberliga erreichen können. Es war somit eine Steilvorlage, die die Stelinger nicht verwerteten.

Bilder vom Spiel der Landesliga Nord zwischen dem STK Eilvese und TSV Stelingen

Eilveses Tim Mainhold bringt die Flanke am Stelinger Kevin Wittbold vorbei vors Tor. Zur Galerie
Eilveses Tim Mainhold bringt die Flanke am Stelinger Kevin Wittbold vorbei vors Tor. ©

Dabei legte der TSV erwartungsgemäß stark los. „Die hatten viel Druck gemacht. Schließlich wollten sie unbedingt die drei Punkte haben“, sagte STK-Trainer Thassilo Jürgens. Immo Caspers tauchte nach sechs Minuten frei vor dem Eilveser Tor auf, doch Schlussmann Bastian Fielsch parierte stark.

Auf der anderen Seite zeigten sich die Eilveser besonders effektiv. Der ehemalige Stelinger Richard Leimann bereitete den Führungstreffer mit seinem Freistoß vor, Tim Meinhold vollendete aus dem Gewühl (22. Minute). Nur zwei Minuten später verlängerte Sebastian Schirrmacher den Ball auf Mohamad Saade, der problemlos einschoss. „Wir hatten eine gute Phase mit viel Ballbesitz und guten Kombinationen“, lobte Jürgens.

Hoffnung auf Aufstiegsrunde lebt weiter

„Wir waren zu weit weg von den Leuten und nicht präsent“, sagte Orsolic. Doch die Stelinger gaben noch nicht auf. Nach einer Ecke fiel der Ball Ahmet Kaya vor die Füße, der aus fünf Metern verkürzte (37.). Die Hoffnung auf die Aufstiegsrunde lebte somit kurzzeitig weiter.

Die Vorentscheidung schien allerdings noch kurz vor der Pause zu fallen. Allerdings drosch Mohamad Saade einen Foulelfmeter an die Oberkante der Latte (43.). Es ist schon der dritte verschossene Strafstoß in dieser Saison. Benötigt der STK womöglich einen neuen Schützen für die Aufstiegsrunde? „Mal sehen“, sagte Jürgens dazu.


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Das dritte Eilveser Tor ließ nicht lange auf sich warten: Flanke Leimann, Verlängerung von Nico Kiedrowski, Abschluss Meinhold (48.). Dieses Tor bezeichnete Orsolic als „Genickbruch. Wir hatten uns in der Halbzeit noch viel vorgenommen. Mit dem Treffer war es zunichte gemacht.“ Zwar warfen die Stellinger in der Folge noch alles nach vorne, allerdings ohne Erfolg. Doch die Stelinger waren nicht zielstrebig genug. „Es ist dann auch egal, ob wir noch ein Tor kassieren“, sagte der Stelinger Trainer.

Tatsächlich waren es sogar zwei weitere Gegentreffer. Nico Kiedrowski (52.) und Patrick Mesenbring (65.) erhöhten für die Eilveser. Marc-Benjamin Klusmann verkürzte nur noch per Foulelfmeter (70.).

Orsolic bewundert Auftritt des STK

Orsolic wusste zunächst nicht, welches Gefühl überwiegt. Das der Enttäuschung oder des Stolzes. „Wir haben eine gute Runde gespielt und den Ausgang sehr lange spannend gemacht“, sagte der Trainer. „Manchmal will man zu viel, und dann geht es in die Hose. Wir haben zuletzt mit angezogener Handbremse gespielt“, so Orsolic weiter.

Obwohl sein Team durch den Eilveser Sieg das Nachsehen hat, bewunderte er den starken STK-Auftritt. Schließlich ging es für die Eilveser schon lange um nichts mehr, da sie sicher in der Qualifikationsrunde zur fünfthöchsten Spielklasse dabei sind. „Ich hatte nichts anderes von den Eilvesern erwartet. Meinen Spielern hatte ich vor der Partie gesagt, dass sie nichts geschenkt bekommen“, sagte Orsolic.