21. März 2021 / 10:08 Uhr

"Hier fehlt nichts": Stelingen verlängert mit Orsolic und dem gesamten Trainerteam

"Hier fehlt nichts": Stelingen verlängert mit Orsolic und dem gesamten Trainerteam

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Chefcoach Marko Orsolic und sein Team bleiben ein weiteres Jahr beim TSV Stelingen.
Chefcoach Marko Orsolic und sein Team bleiben ein weiteres Jahr beim TSV Stelingen. © Debbie Jayne Kinsey
Anzeige

Die Planungen für die neue Saison laufen auf Hochtouren. Doch so schwer wie in diesem Jahr war eine Vertragsverlängerung beim TSV Stelingen noch nie. Nun steht fest: Cheftrainer Marko Orsolic und sein Team bleiben ein weiteres Jahr. 

Anzeige

Noch ist nicht klar, ob und wann der Fußball noch in dieser Saison rollt – beim TSV Stelingen denken sie schon voraus und haben die Weichen für die kommende Spielzeit gestellt. Der Verein hat den Vertrag mit dem Trainerteam verlängert. Um ein Jahr. „Das hat bei uns Tradition, wir verlängern immer nur um ein Jahr“, sagt TSV-Manager Manfred Recht, der in seiner Funktion mittlerweile im 22. Jahr in Stelingen tätig ist.

Anzeige

Das gesamte Trainerteam bleibt

Recht ist froh und glücklich, dass er Cheftrainer Marko Orsolic, seinen Assistenten Adrian Wünschmann sowie Torwarttrainer Sven Meyer weiter an den Verein binden konnte. Zu diesem Team gehört bereits Ahmet Kaya – noch Spieler, aber immer mehr bereit zur Übernahme von Verantwortung. Kaya kümmert sich viel um die Athletik der Mitspieler. „Ahmet wächst immer mehr in die Rolle rein, ist sozusagen unser Trainer-Lehrling“, sagt Recht mit einem Augenzwinkern.

Mehr Sport aus Hannover

So schwer war es noch nie

So schwer wie in diesem Jahr sei es aber noch nie gewesen, sagt der Manager, bei dem in der Vergangenheit die Verlängerungen oft Angelegenheiten von wenigen Minuten waren. Diesmal waren viele Gespräche, auch innerhalb von Vereinsvorstand und Leitung der Fußball-Sparte notwendig. Was Recht wichtig zu betonen ist: Es lag jedoch nicht daran, dass das Trainerteam gepokert hat und mehr Geld haben wollte.

„Der Wunsch war, dass wir uns von den ganzen Bedingungen her besser aufstellen, beispielsweise mit dem Kauf von Waschmaschine und Trockner oder der Errichtung von Garderoben für die Spieler. Da mussten wir uns natürlich beraten und Lösungen suchen.“

"Das ist ein besonderer Verein"

Sie fanden Lösungen. Und darüber ist Orsolic, der sich derzeit in seinem fünften Jahr beim TSV befindet, sehr glücklich. „Das ist ein besonderer Verein, in dem wir uns wohlfühlen. Hier fehlt nichts“, sagt der Coach und denkt auch an die Unterstützung abseits von Vorstand und Sparte. „Bei unseren Heimspielen sind 250 Leute, auswärts sind meist 80 dabei. Für die Landesliga ist so etwas einmalig.“

Jedoch berichtet Marko Orsolic auch davon, „dass ich überlegt habe, aufzuhören“. Dienstlich sei er nun mehr gefordert als zuvor. „Hinzu kam, dass wegen Corona die Anspannung weggefallen ist. Man fährt nicht mehr zum Training, es finden keine Spiele statt – und niemand weiß, wann es weitergeht. Da fehlt ein Ziel, auf das man sich fokussieren kann.“

Mehr Sport aus Hannover

Neben den Rahmenbedingungen, die sich nun verbessern, gab es noch einen weiteren Grund zur Fortsetzung der Tätigkeit: die Mannschaft. „Wir haben tolle Jungs, mit denen wir gern arbeiten und die unser Vertrauen genießen.“ Das beruht offenbar auch auf Gegenseitigkeit.

Erste Gespräche mit neuen Spielern

Orsolic berichtet mit Blick auf die neue Saison von „ersten lockeren Gespräche mit zehn bis zwölf Spielern“ in den vergangenen Wochen. „Alle wollen bleiben, haben immer gefragt, ob das Trainerteam auch bleibt.“ Daher war der logische Schritt, das Vertrauen zurückzuzahlen und zu verlängern.

Der D-Platz wird zur neuen Heimspielstätte

Für die neue Saison hat der TSV Stelingen also die Voraussetzungen geschaffen. Und Manfred Recht denkt schon einen Schritt weiter. Der Verein will, wie berichtet, den aktuellen D-Platz zur neuen Heimspielstätte der ersten Herren machen. „Wir werden in Würde Abschied von unserem A-Platz im Wald nehmen.“

Damit gehe zwar auch ein Stück Tradition verloren. Jedoch: „Der Platz ist nicht mehr schön. Da müssen wir auch mit der Zeit gehen, das Drumherum ist nicht mehr tauglich für die Landesliga.“ Als Beispiel nennt der Manager kleine Gräben des 1948 angelegten Platzes, die alle zwei bis drei Meter auftauchen und in den vergangenen Jahren immer wieder ausgebessert wurden.