08. September 2019 / 20:22 Uhr

Tumulte bringen auch die VfL Bückeburg-Köpfe beim STK Eilvese total durcheinander 

Tumulte bringen auch die VfL Bückeburg-Köpfe beim STK Eilvese total durcheinander 

Jörg Bressem
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Bückeburgs Markus Mensching (links) und der Eilveser Kenny Böttger verfahren nach dem Motto: Augen zu und durch!
Bückeburgs Markus Mensching (links) und der Eilveser Kenny Böttger verfahren nach dem Motto: Augen zu und durch! © Christian Hanke
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Was für ein Spiel: Eigentlich sah alles nach einem sicheren Sieg für den VfL Bückeburg beim STK Eilvese aus. Doch dann kam alles anders. Am Ende bleiben null Punkte, dafür eine Gelb-Rote Karte und ein verletzter Spieler. 

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Was war das denn? Der VfL Bückeburg führte in seinem Landesligaspiel beim STK Eilvese bereits mit 2:0. Alles schien wie erhofft zu laufen. Doch dann drei Wechsel bei Eilvese, Tumulte und eine fast zehnminütige Spielunterbrechung, die Verletzung von VfL-Torwart Dino Cugalj und totale Konfusion in den Köpfen der Gäste. „Plötzlich war alles anders, plötzlich war unsere Ordnung total futsch“, versuchte VfL-Sprecher Murat Akgün das Geschehen irgendwie zu erklären. Am Ende standen die Gäste nach dem Eilveser 3:2-Sieg mit leeren Händen, einer Gelb-Rot-Sperre für Niko Werner und einem verletzten Jakob Kühn da.

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Alle Zeichen auf Sieg

Dass den Siegtreffer der Platzherren der arme Jan-Eike Raschkemit einem Eigentor beisteuerte und zu diesem Zeitpunkt bereits die 97. Minute lief, passt in ein ziemlich chaotisches Spiel. Dabei hatte die Begegnung doch so schön geordnet für den VfL Bückeburg begonnen. Marvin Steigmann, den Trainer Torben Brandt wieder in der Startelf hatte, erzielte in der 41. Minute mit einem Schuss ins kurze Eck nach Zuspiel von Bastian Könemann die 1:0-Pausenführung der Gäste. Jakob Kühn erhöhte mit einem Kopfball in der 51. Minute nach Finn-Kristian Fischers Ecke auf 2:0. Doch dann ging alles durcheinander. Zuerst die Riesenaufregung bei einem Zusammenprall mit Dino Cugalj, bei dem der Eilveser Anhang ein böses Foul erkannt zu haben glaubte und eine lange Massendiskussionen veranstalteten. Die Platzherren hatten zuvor gleich drei neue Spieler gebracht. Einer von ihnen hieß Hussein Saade, den der VfL Bückeburg noch lange in Erinnerung behalten wird. Denn Saade war es, der in der 68. Minute mit einem Kopfball auf 1:2 verkürzte und in der 76. Minute den 2:2-Ausgleich erzielte. Beide Treffer waren möglich, weil der VfL Bückeburg die Bälle hinten nicht herausbekam.

Eigentor führt zur Niederlage

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Beim zweiten Treffer war das Leder zuvor an die Latte und dann womöglich ins Aus gesprungen, ehe Saade zuschlug. Konfuse Szenen im Strafraum der Gäste. Doch es sollte ja noch schlimmer kommen. Als sich Kühn in der 90. Minute verletzte und Raschke ins Spiel kam, überschlugen sich die Ereignisse. Zuerst der zu harte Gelb-Rot-Platzweise für Niko Werner in der fünften Minute der Nachspielzeit und dann Raschkes unglückliches Eigentor zum 3:2-Endstand.

VfL Bückeburg: Cugalj (68. Großkelwing), Abram, Landfester, Werner, Bremer, Steigmann (72. Versick), Bastian Könemann, Mensching, Kühn (90. Jan-Eike Raschke), Schröder, Fischer.