10. Juli 2020 / 21:40 Uhr

Tür bei Fortuna Düsseldorf zugemacht? Ex-Coach Friedhelm Funkel widerspricht Klub-Boss

Tür bei Fortuna Düsseldorf zugemacht? Ex-Coach Friedhelm Funkel widerspricht Klub-Boss

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Friedhelm Funkel hält sich offen, zu Fortuna Düsseldorf zurückzukehren.
Friedhelm Funkel hält sich offen, zu Fortuna Düsseldorf zurückzukehren. © imago images/Beautiful Sports
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Nach seiner Entlassung bei Fortuna Düsseldorf hatte sich Ex-Trainer Friedhelm Funkel immer wieder über seinen ehemaligen Verein geäußert. Am Donnerstag vollzog der Bundesliga-Absteiger einen Schnitt: Funkel werde nicht mehr zur Fortuna zurückkehren, hieß es. Via "Bild" widerspricht der 66-Jährige nun der Darstellung.

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Nie wieder Fortuna Düsseldorf? Wenn es nach Friedhelm Funkel geht, stimmt die Darstellung des Bundesliga-Absteigers so nicht. Der Trainer-Routinierte widersprach, dass er selbst die Tür für ein Comeback bei den Rheinländern zugemacht habe. Das hatte am Donnerstag der Fortuna-Aufsichtsratsvorsitzende Björn Borgerding gesagt. Nach einem Gespräch mit Funkel sagte Borgerding der Rheinischen Post: "Er hat die Tür selbst zugemacht. Er steht nicht zur Verfügung." Man habe in dem Gespräch versucht, die vergangenen Monate aufzuarbeiten und sich die Meinung gesagt, berichtete Borgerding weiter. Nun hat Funkel gegenüber der Bild behauptet, dass dies nur bedingt stimmt.

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Funkel über die Gespräche: "Ich hab‘ nochmals gesagt, im Moment nicht für irgendeine Aufgabe bei Fortuna zur Verfügung zu stehen", berichtet der im Januar entlassene Düsseldorf-Trainer und verriet: "Das wurde mir vom Verein schon im Januar angeboten. Aber ich kann mir eine Aufgabe bei Fortuna irgendwann definitiv vorstellen. Nur nicht in der jetzigen Situation" Schon Ende Juni hatte Funkel gegenüber der Rheinischen Post ein Comeback in Düsseldorf in Aussicht gestellt: "Ich bin in meinem Leben nie vor Verantwortung weggelaufen. Unter gewissen Umständen wäre ich bereit, mich bei Fortuna wieder einzubringen", erklärte er. "Dazu müssten sich aber gewisse Dinge ändern, so etwas geht im Fußball manchmal ganz schnell. Es ist sicherlich nicht verkehrt, einiges auf mehrere Schultern zu verteilen."

Funkel: Kein Düsseldorf-Comeback "in der jetzigen Situation"

Er ließ offen, welche Position er anstrebt und welche Umstände ihn zu einem Umdenken veranlassen könnten. Dass ein mögliches Fortuna-Comeback von den handelnden Personen abhängt, ließ Funkel nun via Bild erneut durchblicken. So könne er sich nur "in der jetzigen Situation" kein Fortuna-Comeback vorstellen.

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Unter Funkels Regie war Düsseldorf 2018 in die Bundesliga zurückgekehrt und hatte in der Spielzeit 2018/19 souverän den Klassenverbleib geschafft. In diesem Januar war der 66-Jährige aber beurlaubt worden, zuletzt hatten Kommentare von ihm für Irritationen bei der Klubführung gesorgt. Vereinschef Thomas Röttgermann hatte daher ein Gespräch mit Funkel angekündigt, der von einer "absolut vermeidbaren" Rückkehr in die 2. Liga gesprochen hatte. Nach dem feststehenden Abstieg sei er "schon ein Stückchen niedergeschlagen" gewesen, kommentierte Funkel, der im Januar mit den Düsseldorfern nach dem 19. Spieltag auf dem letzten Platz stand. Er ließ durchblicken, dass er den Düsseldorfern unter seiner Führung größere Chancen auf den Klassenverbleib zugebilligt hätte. "Ich sage nicht, mit mir hätten wir das hundertprozentig geschafft. Aber die Hoffnung wäre sehr groß gewesen".