29. Januar 2021 / 18:47 Uhr

Turbine-Coach Sofian Chahed vor Jahresauftakt: "Es geht darum, den Takt zu bestimmen"

Turbine-Coach Sofian Chahed vor Jahresauftakt: "Es geht darum, den Takt zu bestimmen"

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
<b>Trainer:</b> Sofian Chahed, 18.04.1983, im Team seit 2020.
Turbine-Trainer Sofian Chahed. © Oliver Hardt/Getty Images
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Frauen-Bundesliga: Der Trainer von Turbine Potsdam im SPORTBUZZER-Interview.

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Kurz vor dem Start ins Fußballjahr 2021 spricht Turbine Potsdams Trainer Sofian Chahed im SPORTBUZZER-Interview über die zurückliegende Vorbereitung, Rückkehrerinnen und Neuzugänge sowie seine überarbeitete Spielidee.

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Herr Chahed, als „kurz und knackig“ haben Sie die Vorbereitung im Vorfeld bezeichnet. Wie lief es?

Sofian Chahed: Anders ging es in den vier Wochen ja leider nicht. Ich hätte mir noch etwas mehr Einheiten auf dem Platz gewünscht, mehr Training mit Ball. Wegen der Witterung ging das nicht immer. Glücklicherweise konnten wir mit Unterstützung der Stadt Potsdam auch in die Waldstadt auf den Kunstrasen ausweichen.

Testspiele gab es nicht?


Wir wollten gegen ausländische Teams testen. Wegen des Lockdowns haben wir uns dann bewusst dagegen entschieden. Das ist ein bisschen ärgerlich.

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Für das Einstudieren ihrer Spielidee, die sie in der Pause angepasst haben, wäre das sicher hilfreich gewesen.

Erste Ansätze sind sichtbar. Aber alles kann noch nicht funktionieren. Wir werden erst gegen Bremen sehen, wo wir stehen. Es geht darum, den Takt noch mehr zu bestimmen, nicht jeden Ball gleich nach vorne zu spielen. Wir werden aber ganz sicher dafür sorgen, dass die drei Punkte gegen Bremen in Potsdam bleiben.

Wie ist die Personallage vor dem ersten Spiel des Jahres?

Anna Gerhardt, Lara Schmidt und Marie Höbinger sind nach ihren Verletzungen wieder einsatzfähig. Mieke Schiemann wird noch etwas Zeit brauchen. Dass sich Karoline Smidt Nielsen so schwer verletzt hat, ist natürlich sehr bitter.

Für das Tor hat der Verein mit Emma Lind Verstärkung geholt.

Sie soll in der Rückrunde, so lange Vanessa Fischer verletzt ist, eine stabile Nummer eins sein. Da hatten wir ein bisschen Bedenken. Gleichzeitig ist die Vertragsverlängerung mit Vanessa ein großer Vertrauensbeweis. Wir wollten perspektivisch aber den Druck etwas erhöhen, denn Konkurrenz belebt das Geschäft.

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<b>Vanessa Fischer:</b> 35.000 € Zur Galerie
Vanessa Fischer: 35.000 € ©

Konnten Sie den Frust über das verkorkste Jahresende 2020 mit der 0:5-Niederlage in Hoffenheim schon in neue Motivation umwandeln?

Bei den meisten war der Frust über die Feiertage sicherlich verflogen. Bei mir nicht. Ich habe mir das Spiel noch ein paar Mal angesehen und mich noch etwas länger darüber geärgert. Normalerweise ist es ja das Gute am Sport, dass es immer weitergeht, dass jede Woche ein neues Spiel ansteht. Hier war das leider nicht so.

Wie sehen Sie die Entwicklungen bei ihrem alten Verein und Turbines Kooperationspartner Hertha BSC?

Mit Pal Dardai und "Zecke" Neuendorf habe ich ja selbst noch zusammengespielt. Ich wünsche ihnen für die Aufgabe viel Glück und hoffe, dass es ihnen gelingt, den Bock umzustoßen.