14. Januar 2022 / 18:23 Uhr

Turbine-Kantersieg im Testspiel gegen Polens Spitzenreiter (mit Galerie)

Turbine-Kantersieg im Testspiel gegen Polens Spitzenreiter (mit Galerie)

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Kaum zu bremsen: Sechsfach-Torschützin Selina Cerci im Test gegen Gornik Leczna.
Kaum zu bremsen: Sechsfach-Torschützin Selina Cerci im Test gegen Gornik Leczna. © Christoph Brandhorst
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Frauenfußball: Zum Abschluss des Trainingslagers im märkischen Lindow war das Vorbereitungsspiel gegen den mehrfachen polnischen Meister Gornik Leczna eine klare Angelegenheit. Sofian Chaheds Elf gewann 14:0 (7:0). Vor allem Selina Cerci ist schon wieder in Torlaune.

Zum Abschluss des sechstägigen Trainingslagers im brandenburgischen Lindow (Ostprignitz-Ruppin) besiegte Frauenfußball-Bundesligist Turbine Potsdam am Freitagnachmittag den polnischen Erstliga-Spitzenreiter Gornik Leczna in einem Testspiel deutlich 14:0 (7:0). „Wir haben harte Tage hinter uns. Aber wir haben es mit und ohne Ball ordentlich gemacht“, lobte Potsdams Trainer Sofian Chahed, der den Vorbereitungserfolg nicht überbewerten wollte. Schwere Beine waren den Turbinen beim einseitigen Match auf dem Lindower Kunstrasenplatz aber gar nicht anzumerken. Vor allem nicht Top-Torjägerin Selina Cerci, die allein sechs Mal ins gegnerische Tor traf.

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Bis zur Pause hatten Chaheds Turbinen durch Cerci (7., 44.), Malgorzata Mesjasz (5.), Melissa Kössler (17., 37.), Gina Chmielinski (30.) und Rückkehrerin Sara Agrez (39.) schon auf 7:0 gestellt. "Man muss anerkennen, dass der Gegner noch nicht so lange im Training ist und heute ein etwas schwächeres Niveau hatte", bemerkte der Trainer, der als Vorsichtsmaßnahme auf Dina Orschmann, Teninsoun Sissoko und Torhüterin Anna Wellmann verzichtete. Viktoria Schwalm und Sara Holmgaard befinden sich nach ihren Verletzungen ohnehin noch im Aufbautraining.

Bilder vom Turbine-Testspiel gegen Gornik Leczna

Zum Abschluss des Trainingslagers in Lindow (Ostprignitz-Ruppin) absolvierten die Bundesliga-Fußballerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam am Freitagnachmittag ein Testspiel gegen aktuellen polnischen Erstliga-Spitzenreiter Gornik Leczna. Schwere Beine waren den Turbinen beim deutlichen 14:0 (7:0)-Kantersieg aber nicht anzumerken. Zur Galerie
Zum Abschluss des Trainingslagers in Lindow (Ostprignitz-Ruppin) absolvierten die Bundesliga-Fußballerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam am Freitagnachmittag ein Testspiel gegen aktuellen polnischen Erstliga-Spitzenreiter Gornik Leczna. Schwere Beine waren den Turbinen beim deutlichen 14:0 (7:0)-Kantersieg aber nicht anzumerken. © Christoph Brandhorst

Viermal hintereinander Selina Cerci (48., 50., 65., 68.) sowie Maria Plattner (82.) und zwei weitere Male Melissa Kössler (86., 88.) schraubten das Ergebnis gegen den mehrfachen polnischen Frauenfußball-Meister nach einer kurzen Pause noch weiter in die Höhe.


Nach dem Vorbereitungscamp im Ruppiner Land zog Chahed ein positives Fazit. "Die Mädels haben gut mitgezogen und hart gearbeitet. Wir sind gut gewappnet und einen Schritt weiter als in der Hinrunde." Die Bedingungen im Sport- und Bildungszentrum seien optimal gewesen, auch wenn der Kunstrasenplatz zweimal überfroren war. "Aber es gibt hier genügend Indoor-Möglichkeiten und Waldwege, auf denen wir auch die Laufschuhe mal anziehen konnten", so der 38-jährige Ex-Profi von Hertha BSC und Hannover 96.

Nach einem lockeren Training am Samstagmorgen geht es für die Turbinen zurück nach Potsdam. "Dann gibt es erstmal zwei Tage frei", verriet der Trainer. Am Mittwoch (19. Januar) testet der Bundesliga-Fünfte dann bei Zweitligist RB Leipzig. Es folgt am nächsten Sonntag (23. Januar) ein Test gegen die männliche A-Jugend des FSV Babelsberg 74. Am 29. Januar startet mit dem Nachholspiel gegen Pokalsieger VfL Wolfsburg die Rückrunde. Gut möglich, dass sich im Kader der Potsdamerinnen bis dahin noch etwas tut. In Lindow suchte man nach neuen Gesichtern noch vergeblich. "Wir sind in Gesprächen, gegebenenfalls verstärken wir uns im Winter noch", ließ Chahed durchblicken. Handlungsbedarf sieht er noch auf der defensiven Außenbahn.