16. August 2018 / 10:39 Uhr

Turbine-Neuzugang Rieke Dieckmann mit ungewohnt viel Ballbesitz

Turbine-Neuzugang Rieke Dieckmann mit ungewohnt viel Ballbesitz

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Rieke Dieckmann (r., hier im Zweikampf mit Klára Cahynova) beim Trainingsauftakt im Luftschiffhafen.
Rieke Dieckmann (r., hier im Zweikampf mit Klára Cahynova) beim Trainingsauftakt im Luftschiffhafen. © Christoph Brandhorst
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Turbine Potsdam: Neuzugang Rieke Dieckmann feiert am Sonnabend bei der Saisoneröffnung ihre Premiere im Karl-Liebknecht-Stadion.

Die Potsdamer Möbelhäuser kennt Rieke Dieckmann inzwischen ziemlich gut. „Ehrlich gesagt, war ich in den ersten Tagen hier nur dabei, mein Zimmer einzurichten“, sagt die Fußballerin, die zur neuen Saison vom MSV Duisburg zum 1. FFC Turbine Potsdam gewechselt ist. Für die Schönheiten der Stadt hatte sie noch kein Auge. Nach den ersten schweißtreibenden Trainingswochen ging es auf Familienbesuch in die Heimat bei Osnabrück, dann hob der Turbine-Tross ab ins österreichische Haus im Ennstal, wo am Dienstag das Trainingslager zu Ende ging. Jetzt freut sich die 22-jährige Neu-Potsdamerin darauf, am Sonnabend endlich das heimische Karl-Liebknecht-Stadion kennenzulernen.

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Die Elf von Trainer Matthias Rudolph trifft dann im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung um 15 Uhr auf das Team der Johns Hopkins Universität aus Baltimore im US-Bundesstaat Maryland. Dann will sich auch Rieke Dieckmann für weitere Auftritte in ihrem neuen sportlichen Wohnzimmer empfehlen.

„Die ersten Wochen hier waren durchweg positiv. Die Mannschaft hat mir die Eingewöhnung sehr einfach gemacht, dafür bin ich echt dankbar“, sagt die Mittelfeldspielerin, die sich auf der Sechserposition besonders wohl fühlt. „Ich spiele gerne irgendwo, wo ich viel laufen kann.“ Das wird ihr Trainer gerne hören. Im Testspiel gegen den österreichischen Erstligisten SKN St. Pölten, das die Turbinen durch Tore von Viktoria Schwalm und Melissa Kössler 2:0 gewannen, stand der Neuzugang in der Startelf.

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Einen Vorgeschmack auf das, was Rieke Dieckmann am Sonnabend im „Karli“ erwartet, gab es bereits im Trainingscamp. „Sogar hier sieht man viele Turbine-Fans“, ist ihr aufgefallen. „Die Vorfreude ist natürlich riesengroß.“ In den vergangenen Tagen lag der Fokus aber erstmal im physischen Bereich. „Wir haben aber auch mannschaftstaktische Dinge geübt. Wir haben gut durchgezogen“, berichtet die U20-Weltmeisterin von 2014, die für Duisburg und Bayer Leverkusen insgesamt 34 Bundesligaspiele absolvierte. Den Durchbruch im Frauenfußball hatte sie zuvor beim Zweitligisten SV Meppen geschafft. „Das hier ist eine komplett andere Welt. Wir messen uns schon in der Vorbereitung mit richtig guten Mannschaften. Und wir haben sehr viel Ballbesitz – das bin ich aus den letzten Jahren nicht so gewohnt“, sagt die Fußballerin. Mit Leverkusen stieg sie 2017 ab, auch mit Duisburg kämpfte sie in der vergangenen Spielzeit um den Klassenerhalt.

Die Trikots von Turbine Potsdam seit 2005

<b>Saison 2005/06 (Heimtrikot)</b> Klassisch: Im blauen Jersey mit weißen Akzenten an der Seite jubeln Ariane Hingst (l.) und die Torschützin zum 1:0, Conny Pohlers (r.), am 14. Mai 2006 beim Heimspiel gegen den 1. FFC Frankfurt. Am Ende der Saison sprang das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal-Sieg für die Turbinen heraus. Zu erwähnen sei die Tordifferenz von 115:13. Allein Conny Pohlers konnte sich mit 36 Toren zur besten Torschützin der Bundesliga krönen. Zur Galerie
Saison 2005/06 (Heimtrikot) Klassisch: Im blauen Jersey mit weißen Akzenten an der Seite jubeln Ariane Hingst (l.) und die Torschützin zum 1:0, Conny Pohlers (r.), am 14. Mai 2006 beim Heimspiel gegen den 1. FFC Frankfurt. Am Ende der Saison sprang das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal-Sieg für die Turbinen heraus. Zu erwähnen sei die Tordifferenz von 115:13. Allein Conny Pohlers konnte sich mit 36 Toren zur besten Torschützin der Bundesliga krönen. ©

In der brandenburgischen Landeshauptstadt sollen erfolgreichere Zeiten für die gebürtige Niedersächsin anbrechen. „Ich setze mich aber nicht unter Druck, will auf und neben dem Platz erstmal ankommen“, sagt sie. „Über die Saison will ich dem Verein dann viel zurückgeben.“ Bis zum Saisonstart werden die Turbinen jetzt durchziehen, keine Zeit für Sightseeing. Aber auch das hat etwas Gutes: „Auf dem Weg zum Training bin ich viel am Wasser unterwegs – auch da ist es ja wunderschön“, sagt Rieke Dieckmann.