14. Februar 2020 / 11:56 Uhr

Turbine-Auftakt gegen Köln: "Zeit, dass wieder abgerechnet wird"

Turbine-Auftakt gegen Köln: "Zeit, dass wieder abgerechnet wird"

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Viktoria Schwalm (Potsdam, 17) im Duell mit Sabrina Horvat (Köln, 3), Fussball, Flyeralarm Frauen-Bundesliga, 1. FC Köln - 1.FFC Turbine Potsdam, Köln, 13.09.2019, Foto: Jan Kuppert, DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO.
Zum Ende der Hinrunde verletzt nun wieder dabei: Viktoria Schwalm (I.). © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Optimistisch startet Turbine Potsdam um Coach Matthias Rudolph am Sonntag gegen Köln in die zweite Saisonhälfte.

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Die Winterpause kam für die Bundesliga-Fußballerinnen von Turbine Potsdam zur falschen Zeit. Mit fünf Siegen aus sechs Partien und nicht zuletzt dem Rückenwind aus dem spektakulären 4:3-Sieg im Klassiker gegen Frankfurt hatten sich die Potsdamerinnen bis auf Rang 5 vorgepirscht – dann war Weihnachten. Vor dem Start in die zweite Saisonhälfte am Sonntag (14 Uhr) im Karl-Liebknecht-Stadion gegen den 1. FC Köln stellt sich also die Frage: Können die Turbinen ihre gute Form beibehalten?

Trainer Matthias Rudolph ist optimistisch, dass dies gelingt. „Wir haben gute Testspiele absolviert und sind nach den Trainingsleistungen der vergangenen Wochen überzeugt, dass wir an die Spiele vor der Pause anknüpfen können – oder vielleicht sogar noch etwas draufpacken können“, sagt der 37-jährige Coach. Ein Grund für seine Zuversicht ist die Rückkehr der Leistungsträgerinnen Johanna Elsig und Viktoria Schwalm. „Das bedeutet, dass der Konkurrenzkampf größer wird“, weiß Rudolph. Auch die langzeitverletzte Dänin Karoline Smidt Nielsen, die seit ihrer Ankunft bei Turbine vor anderthalb Jahren noch kein Spiel absolviert hat, trainierte zuletzt voll mit. Ein Debüt ist absehbar. Definitiv ausfallen wird gegen Köln die Tschechin Klára Cahynová, die Knieprobleme plagen.

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Die Potsdamer Verantwortlichen vertrauen in der Rückrunde trotzdem ihrem bisherigen Kader. „Wir wollen es dabei belassen“, sagt Matthias Rudolph mit Blick auf den Transfermarkt, wo im Winter ligaweit nur wenig Bewegung herrschte. In Potsdam spielten zwar zwei slowenische Probespielerinnen vor, doch zu einer Verpflichtung kam es nicht.

Die bewährten Kräfte sollen es richten. Turbine liegt auf Rang 5, der Vierte aus Essen hat nur einen Zähler mehr. Rudolph und seinem Trainerteam geht es aber um mehr als den bloßen Tabellenplatz. „Die Mannschaft hat sich in der Hinrunde hervorragend entwickelt – da wollen wir weitermachen“, sagt er. Die Vorbereitung lasse erahnen, dass man auf einem guten Weg ist, glaubt der TurbineCoach.

Erste Eindrücke vom Turbine-Jahreskalender 2020.

Karoline Smidt Nielsen mit Patrick Dogue vom OSC Potsdam. Zur Galerie
Karoline Smidt Nielsen mit Patrick Dogue vom OSC Potsdam. © Ronny Rieger
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„Nach sechs intensiven Wochen wird es jetzt aber auch Zeit, dass wieder abgerechnet wird“, bemerkt Rudolph. Nichtsdestotrotz sei das erste Punktspiel des Jahres natürlich immer etwas Besonderes. Zumal sich der Potsdamer noch gut an das Hinspiel gegen die Kölnerinnen erinnern kann, bei denen Ex-Turbine Peggy Nietgen, die in Finsterwalde (Elbe-Elster) geboren wurde, Kapitänin ist. „Das war ein ausgeglichenes Spiel. Wir waren spielerisch besser, aber Köln war gerade im Konterspiel wirklich gut“, blickt Matthias Rudolph zurück

Er sagt: „Wir sind gewarnt.“ Zumal das Heimspiel am Sonntag der Auftakt zu richtungsweisenden Wochen ist. Am 21. Februar (Freitag) sind die Turbinen im Flutlichtspiel zu Gast bei Meister VfL Wolfsburg. Eine Woche später, ebenfalls an einem Freitagabend, kommt dann die SGS Essen ins „Karli“, ehe nach der anschließenden Länderspielpause gleich das nächste Duell mit der SGS im DFB-Pokal-Viertelfinale ansteht. „Wir sind zufrieden, dass wir endlich mal ein Heimspiel haben“, meint Rudolph. „Es ist das Topspiel dieser Runde und birgt viel Brisanz.“ Natürlich wolle man weiterkommen. Aber all das sei zu diesem Zeitpunkt noch Zukunftsmusik. „Jetzt wollen wir erst einmal das erste Spiel erfolgreich bestreiten“, lenkt der Trainer den Blick auf Köln.

Das sind die Wintertransfers der Liga

Turbine-Gegner 1. FC Köln hat neben Trainer Sascha Glass vom SC Sand auch Johanna Tietge für die Abwehr verpflichtet. Der Potsdamer Sven Thoß ist Glass’ Nachfolger beim SC Sand.

Einen Neuzugang hat auch Meister VfL Wolfsburg zu verzeichnen: Die Schwedin Madelen Janogy (24) kommt von Pitea IF in die Autostadt. Ali Riley hat den FC Bayern in Richtung USA zu Orlando Pride verlassen. Der FCB hat aber auch schon den ersten Sommertransfer in trockenen Tüchern: Torjägerin Lea Schüller kommt aus Essen nach München.

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