11. Juni 2019 / 17:54 Uhr

Turbine Potsdam setzt auf ein Trio aus dem eigenen Nachwuchs

Turbine Potsdam setzt auf ein Trio aus dem eigenen Nachwuchs

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Neu im Turbine-Kader: Sophie Weidauer, Jamie Gerstenberg, Marie Höbinger (v.l.).
Neu im Turbine-Kader: Sophie Weidauer, Jamie Gerstenberg, Marie Höbinger (v.l.). © Verein
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Frauen-Bundesliga: Trainer Matthias Rudolph zieht die Talente Sophie Weidauer, Jamie Gerstenberg und Marie Höbinger in den Erstligakader.

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Drei weitere Teile des Kader-Puzzles von Turbine Potsdam haben die Verantwortlichen des Frauenfußball-Bundesligisten im eigenen Nachwuchs gefunden. Der Tabellendritte der abgelaufenen Saison zieht die drei Nachwuchskräfte Sophie Weidauer, Marie Höbinger und Jamie Gerstenberg zur neuen Spielzeit in den Erstligakader hoch. Alle drei stammen aus dem AOK-Perspektivteam des Vereins.

Alle drei durchliefen das überarbeitete Nachwuchs-Förderungskonzept, in welchem die Talente nicht separat in einer Gruppe extra gefördert werden, sondern in jungen Jahren durch gezielte Trainingseinheiten mit dem Bundesligateam an das hohe Tempo und Niveau rangeführt wurden. „Man kann beobachten, dass die Aufhebung klarer Grenzen zwischen Nachwuchs- und Frauenbereich und die Schaffung eines fließenden Übergangs bei Turbine Potsdam Früchte trägt“, freut sich das Trainerduo Matthias Rudolph/Dirk Heinrichs, das künftig noch verstärkter auf die eigene Jugend bauen möchte.

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Rudolph freut sich auf die Arbeit mit den Talenten. „Sophie hat sich insbesondere im letzten halben Jahr toll entwickelt. Sie war fester Bestandteil der U17-Europameisterschaft, hat dort wichtige Tore geschossen und hat gerade im letzten halben Jahr beim Training mit der Ersten, wo sie ein Mal pro Woche trainierte, sehr gute Leistungen gezeigt“, sagte der Trainer. „Sophie hat einen sehr guten Torriecher und zeichnet sich durch ein scharfes und gutes Passspiel aus.“

Über die 17-jährige Mittelfeldspielerin Marie Höbinger, die für Österreichs U19 spielt, sagte Rudolph: „Sie ist eine technisch starke Spielerin, die eine sehr gute Übersicht hat und tolle Bälle in die Tiefe spielen kann. Leider war sie im letzten halben Jahr recht häufig von Verletzungen geplagt. Wir hoffen einfach, dass wenn wir sie jetzt zur Ersten hoch nehmen, dass sie schnell an ihre alte Leistungsstärke anknüpfen kann und sich im Laufe der Zeit an das Tempo der ersten Mannschaft gewöhnen kann.“

Turbine Potsdam gewinnt letztes Saisonheimspiel mit 3:0 gegen Duisburg.


Beim letzten Saisonheimspiel von Turbine Potsdam fertigten die Fans Plakate zum Abschied einiger Spielerinnen, die den Verein verlassen werden. Zur Galerie
Beim letzten Saisonheimspiel von Turbine Potsdam fertigten die Fans Plakate zum Abschied einiger Spielerinnen, die den Verein verlassen werden. © Jan Kuppert
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Das dritte Talent im Bunde ist die erst 16 Jahre alte Torhüterin Jamie Gerstenberg, die das Torwarttrio mit Vanessa Fischer und der slowenischen Nationaltorhüterin Zala Mersnik komplettiert. „Sie hat schon in der Rückrunde ein Mal pro Woche bei mir und der ersten Mannschaft trainiert, damit wir sie auf den Sprung bestens vorbereiten können“, berichtet Co- und Torwarttrainer Dirk Heinrichs.

„Wir sind jetzt in der finalen Phase der Planung“, sagte Rudolph zu den Transfers, der Verein schaue höchstens noch im Mittelfeld und Angriff nach Verstärkung, habe dort aber keinen Druck, noch weitere Spielerinnen zu verpflichten.

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