12. Januar 2015 / 17:18 Uhr

Turbine Potsdam hat U17-Weltmeisterin fest im Blick

Turbine Potsdam hat U17-Weltmeisterin fest im Blick

Sebastian Morgner
Märkische Allgemeine Zeitung
Yui Hasegawa
Yui Hasegawa © Verein
Anzeige

Frauen-Bundesliga: Yui Hasegawa befindet sich beim 1. FFC Turbine Potsdam im Probetraining.

Potsdam– Auf dem Trainingsplatz des 1. FFC Turbine Potsdam war Montagvormittag eine Menge los. Neben dem aktuellen Kader des Bundesliga-Dritten zeigten drei Testspielerinnen ihr Können. „Wir werden aber keine Schnellschüsse machen“, versicherte Turbine-Trainer Bernd Schröder. „Wir wissen, dass wir uns noch punktuell verstärken müssen.“ Heiße Kandidatin für einen Vertrag ist Yui Hasegawa. Die Japanerin holte im Sommer mit der U17-Auswahl die Weltmeisterschaft. Die 1,54 Meter große Akteurin sei schon länger im Visier der Potsdamer. „Wir haben sie schon oft beobachtet. Oft per Video. Man sieht genau, dass sie eine gute Ausbildung erhalten hat“, findet Schröder. Hasegawa wird am 29. Januar 18 Jahre alt. Bei der WM in Costa Rica wirkte die quirlige Akteurin bei allen sechs Spielen mit und traf sogar dreimal ins gegnerische Tor. „Sie ist eine Spielerin für das zentrale Mittelfeld. Eine typische Nummer zehn.“
Die Nummer 1 auf dem Rücken trägt die Brasilianerin Barbara – 26 Jahre, 1,70 Meter, Torfrau. „Barbara trainiert bei uns bis zum Ende der Woche mit“, stellt Schröder klar und lässt sich nicht in die Karten gucken, ob die Nationaltorhüterin eine Option für Potsdam sei. Genau wie bei Jelena Cankovic. Die 19-jährige Serbin kickte zuletzt für den FC Barcelona. Am 21.September 2013 feierte sie ihr A-Länderspiel-Debüt im WM-Qualifikationsspiel im Stade Colovray in Nyon gegen die Schweizer Auswahl. Cankovic, die auch im zentralen Mittelfeld spielt, startete ihre Karriere in der Jugend des ŽFK Batajnica, bevor sie 2009 zum ŽFK Spartak Subotica ging. Vor zwei Jahren dann der Wechsel nach Spanien.
Schröder hat bei der Trainingseinheit alles im Griff, behält den Überblick. „Wir arbeiten hart für den Rückrundenstart. Dreimal am Tag“, sagt der Coach. Am Samstag geht es nach Magdeburg zum Hallenpokal, der letztmalig ausgespielt wird. Die Bundesligisten hatten sich dagegen ausgesprochen, ab 2016 Futsal – eine Form des Hallenfußballs – zu spielen.