08. Januar 2021 / 18:01 Uhr

Turbine Potsdam holt Torhüterin vom FC Rosengard

Turbine Potsdam holt Torhüterin vom FC Rosengard

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Bild Emma Lind Neu
Torhüterin Emma Lind ist in Potsdam angekommen. © Verein
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Frauen-Bundesliga: Emma Lind kommt vom schwedischen Rekordmeister nach Brandenburg und soll dort die verletzte Vanessa Fischer vertreten. Sie meldet aber auch selbst Ambitionen auf die Nummer eins an.

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Augen und Ohren wolle er offen halten, hatte Sofian Chahed nach der Schulterverletzung seiner Stammtorhüterin Vanessa Fischer samt anschließender Operation angekündigt. Knapp drei Wochen vor dem Nachholspiel gegen Werder Bremen am 31. Januar ist der Trainer von Frauenfußball-Bundesligist Turbine Potsdam nun auf dem Transfermarkt fündig geworden.

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Wie der Verein am Freitag mitteilte, wechselt Torfrau Emma Lind mit sofortiger Wirkung vom schwedischen Topclub FC Rosengard an die Havel. Über die Vertragslaufzeit machte Turbine keine Angaben. Die 25-Jährige kommt mit der Erfahrung von 34 Erstliga-Spielen in Schweden nach Potsdam, war beim elffachen schwedischen Meister zuletzt aber nur Nummer zwei. „Sie hatte schon vor dem Spiel gegen Hoffenheim zwei Tage mittrainiert und dabei einen guten Eindruck hinterlassen“, erklärte Chahed. Bereits seit dem Start der Rückrundenvorbereitung ist sie fest ins Potsdamer Teamtraining integriert. „Ich möchte in meiner Karriere vorwärtskommen und hoffe, dem Team helfen zu können, das große Ziel, die Champions League 2021/22, zu erreichen“, sagt Lind, deren Vertrag in Rosengard zum Jahresende auslief. Beim Traditionsverein aus der Landeshauptstadt hat sie sich einiges vorgenommen: „Mein Ziel ist es außerdem, die Nummer eins im Tor von Turbine Potsdam zu werden.“ Konkurrenz also für Eigengewächs Vanessa Fischer, die sich nach ihrer Schulter-OP in der Rehaphase befindet, aber noch einige Wochen fehlen wird.

In Bildern: Am 20. Mai 2010 gewinnt Turbine Potsdam die Champions-League.

Der 1. FFC Turbine Potsdam bezwang am 20. Mai 2010 in Getafe im Champions-League-Finale den französischen Club Olympique Lyon mit 7:6 nach Elfmeterschießen. Anschließend gab es eine Party und vier Tage später einen großen Empfang auf dem Luisenplatz. Zur Galerie
Der 1. FFC Turbine Potsdam bezwang am 20. Mai 2010 in Getafe im Champions-League-Finale den französischen Club Olympique Lyon mit 7:6 nach Elfmeterschießen. Anschließend gab es eine Party und vier Tage später einen großen Empfang auf dem Luisenplatz. © Jan Kuppert und Detlev Scheerbarth/MAZ

„Aufgrund des längeren Ausfalls von Vanessa Fischer waren wir gezwungen, uns auf dem Torwartmarkt umzusehen und freuen uns, dass wir mit Emma eine erfahrene Torhüterin verpflichten konnten“, sagt Co-Trainer Dirk Heinrichs. Schwinden werden durch die Verpflichtung sicher die Einsatzchancen der bisherigen Vertreterin Zala Mersnik und von Youngster Jamie Gerstenberg aus Birkenwerder (Oberhavel).

Emma Lind ist nach den dänischen Zwillingen Karen und Sara Holmgaard Neuzugang Nummer drei in dieser Winterpause. Zuletzt hatte sich Turbine-Trainer Chahed ob der Personalsituation vorsichtig optimistisch gezeigt, da auch verletzte Spielerinnen zurück im Mannschaftstraining sind. Es gibt aber auch Abgänge: US-Verteidigerin Meaghan Nally ist zurück nach Amerika zu den Portland Thorns, von denen sie für die Hinserie ausgeliehen war. Und jüngst wechselte Mittelfeldspielerin Rieke Dieckmann nach Holland zum FC Twente.