01. März 2020 / 14:31 Uhr

Erstes Spiel nach 18 Monaten Verletzung für Karoline Smidt Nielsen: "Ich habe so lange auf diesen Moment gewartet"

Erstes Spiel nach 18 Monaten Verletzung für Karoline Smidt Nielsen: "Ich habe so lange auf diesen Moment gewartet"

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
<b>Angriff:</b> Karoline Smidt Nielsen, 12.05.1994, im Team seit 2018.
Im Sommer 2018 wechselte Karoline Smidt Nielsen von Fortuna Hjørring zu Turbine Potsdam, musste verletzungsbedingt aber eineinhalb Jahre auf ihr erstes Pflichtspiel für Turbine warten. © Mediengruppe Thiel/Jennifer Schröder
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Frauen-Bundesliga: Die dänische Nationalspielerin Karoline Smidt Nielsen feiert beim 1:0-Erfolg von Turbine Potsdam gegen die SGS Essen ihr Debüt nach anderthalbjähriger Verletzungspause.

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Das Spiel stand auf Messers Schneide, als Turbine Potsdams Trainer Matthias Rudolph Angreiferin Karoline Smidt Nielsen in der 87. Minute ins kalte Wasser warf. Die Dänin, die bereits im Sommer 2018 von Fortuna Hjørring zum Frauenfußball-Bundesligisten aus der Landeshauptstadt gewechselt war, gab beim 1:0 (0:0)-Sieg – Małgorzata Mesjasz hatte in der 73. Minute das Tor des Abends geköpft – am Freitagabend gegen die SGS Essen ihr Pflichtspieldebüt im Turbine-Dress. Sie dürfte für Rudolph und sein Team als verspäteter Neuzugang gelten, denn seit ihrem Wechsel hatte sie wegen anhaltender Knieprobleme mit Knorpelschaden eine 18-monatige Leidenszeit zu überstehen.

Mutter war dänische Nationalspielerin

„Es war sehr, sehr schön. Unglaublich. Ich habe so lange auf diesen Moment gewartet. Toll, dass wir auch noch gewonnen haben“, sagte die 25-Jährige nach ihrem Kurzeinsatz überglücklich. „Der tollste Moment war eigentlich, als ich den Kader bekanntgegeben habe“, berichtete Rudolph, „da haben sich alle Spielerinnen für sie gefreut.“

In Bildern: Turbine Potsdam gewinnt mit 1:0 gegen die SGS Essen.

Essens Turid Knaak (l.) kann den Ball vor Sophie Weidauer abschirmen. Zur Galerie
Essens Turid Knaak (l.) kann den Ball vor Sophie Weidauer abschirmen. © Jan Kuppert

Bei ihrem Comeback in der Schlussphase agierte Turbines Nummer 10 – diese Nummer habe schon ihre Mutter Lone, selbst 57-malige dänische Nationalspielerin, getragen – in vorderster Front. Lara Prasnikar rückt auf die Spielmacherposition. Rudolph: „Das eröffnet uns nochmal ein paar mehr Möglichkeiten in der Offensive. Sie bringt eine gewisse Erfahrung mit, ist Nationalspielerin in Dänemark und hat schon ein bisschen was erlebt.“

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Momente des Zweifelns habe es in der langen Pause mal gegeben, gab Karoline Smidt Nielsen zu. „Aber ich habe einfach tolle Leute um mich herum. Physios, Mitspielerinnen, Familie – diese Unterstützung ist sehr wichtig für mich.“ Anfang Januar war die Offensivspielerin wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Jetzt war der Moment, sie zu bringen“, erklärte Matthias Rudolph. „Das fühlt sich sehr gut an“, sagte die Rückkehrerin. Natürlich achte man nach so einer langwierigen Verletzung auf jede Reaktion des Körpers. „Aber wenn ich auf dem Platz stehe, blende ich das aus“, sagte Karoline Smidt Nielsen.

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