16. März 2020 / 17:23 Uhr

Turbine Potsdam: Mannschaftstraining und Pokalspiel fallen aus

Turbine Potsdam: Mannschaftstraining und Pokalspiel fallen aus

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Turbine-Coach Matthias Rudolph ist nicht mit allen Schiedsrichterentscheidungen zufrieden.
Kann aktuell nicht mit seiner Mannschaft trainieren: Turbine-Coach Matthias Rudolph. © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Bei der Elf von Trainer Matthias Rudolph ist an Mannschaftstraining derzeit nicht zu denken - der Luftschiffhafen ist gesperrt. Abgesagt ist inzwischen auch das Pokal-Viertelfinale gegen die SGS Essen.

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Nichts geht mehr bei Turbine Potsdam: An Mannschaftstraining ist beim Frauenfußball-Bundesligisten derzeit nicht zu denken. Nicht zuletzt, weil das Trainingsareal am Potsdamer Luftschiffhafen bis einschließlich 19. April gesperrt ist. Klar ist seit Montag auch, dass das für Sonntag, 22. März, angesetzte DFB-Pokal-Viertelfinale gegen die SGS Essen nicht stattfindet. Im gesamten Frauenfußball, Bundesliga inklusive, ruht der Ball ebenfalls bis zum 19. April. Mit dieser Entscheidung folgt die Spielleitung einer Empfehlung des Ausschusses Frauen-Bundesligen unter der Leitung von Siegfried Dietrich.

"Das Mannschaftstraining am Freitag wurde abgesagt. Für Montag und Dienstag haben die Spielerinnen individuelle Trainingspläne, sie sollten laufen gehen", berichtet Turbine-Geschäftsführer Stephan Schmidt. Wie es weitergeht, das soll zeitnah mit dem Trainerteam um Chefcoach Matthias Rudolph abgestimmt werden. Schmidt glaubt aber nicht, dass in den kommenden 14 Tagen ein reguläres Teamtraining möglich ist. Auch der Betrieb in der Geschäftsstelle werde auf ein Minimum heruntergefahren, Publikumsverkehr soll es dort in Zeiten der Corona-Krise ohnehin nicht mehr geben.

In Bildern: Turbine Potsdam gewinnt mit 1:0 gegen die SGS Essen.

Essens Turid Knaak (l.) kann den Ball vor Sophie Weidauer abschirmen. Zur Galerie
Essens Turid Knaak (l.) kann den Ball vor Sophie Weidauer abschirmen. © Jan Kuppert

Mittelfristig suchen die Turbinen nach einer Ausweich-Trainingsstätte, sollten sie vor dem 19. April nicht in den Luftschiffhafen zurückkehren können. Dabei gehe es in erster Linie um die Bundesliga-Mannschaft, betont Stephan Schmidt. Denn: "Wenn es nach der Pause weitergehen sollte, wäre der 22. April der erste Nachholtermin. Da können wir nicht erst am 20. April wieder mit dem Training anfangen." Ob die Unterbrechung der Saison tatsächlich zum derzeit geplanten Zeitpunkt endet, vermag auch Stephan Schmidt nicht zu sagen. "Wir müssen es abwarten, müssen aber vorsorglich so planen und uns darauf vorbereiten", sagt er. Betroffen von der Aussetzung des Spielbetriebs sind nach heutigem Stand auch die Partie beim SC Freiburg (29. März) und das Heimspiel gegen den FC Bayern (5. April).

Die dann anschließende Abstellungsphase für Länderspiele sei ebenfalls bereits gelockert worden. "Da gab es ein Schreiben von der Fifa. Wir müssen unsere Spielerinnen nicht abstellen, ebenso können die Spielerinnen von sich aus absagen", erklärt der Turbine-Funktionär.

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