17. März 2021 / 18:38 Uhr

Turbine Potsdam rotiert sich warm für's Pokal-Viertelfinale

Turbine Potsdam rotiert sich warm für's Pokal-Viertelfinale

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
17.03.2021, Fußball, 1.Frauenbundesliga, Punktspiel, 1.FFC Turbine Potsdam-SV Meppen 1912 e.V., Karl-Liebknecht-Stadion
im Bild: v.l. Dina Orschmann (1.FFC Turbine Potsdam),Beattie Goad (SV Meppen 1912) Tor zum 1:1
Potsdams Doppeltorschützin Dina Orschmann (l.) vor dem 1:1. © Julius Frick
Anzeige

Frauen-Bundesliga: Trainer Sofian Chahed veränderte seine Startelf im Nachholspiel gegen den SV Meppen auf sechs Positionen - trotzdem gelingt ein souveräner Heimerfolg und damit eine gelungene Generalprobe für das Pokalspiel in Freiburg.

Anzeige

Auf sechs Positionen hatte Sofian Chahed im Vergleich zum Sand-Heimspiel am Sonntag (5:2) seine Startelf verändert. Unübersehbar also, dass an diesem Mittwoch bei Turbine Potsdam nicht nur das Bundesliga-Nachholspiel gegen den SV Meppen in den Köpfen war, sondern auch schon die Pokalpartie am Sonntag in Freiburg, wo es um den Halbfinaleinzug geht. „Das hat höchste Priorität. Unser Ziel ist ganz klar, die nächste Runde zu erreichen“, sagte Dina Orschmann. Die 23-Jährige hatte mit ihrem Doppelpack beim 4:1 (3:1)-Erfolg gegen Meppen großen Anteil daran, dass die Generalprobe gelang.

Anzeige

„Dass wir wieder hinterherrennen mussten, war ärgerlich“, legte Coach Chahed den Finger trotzdem erst einmal in die Wunde. Nach einem Ballverlust stürmte Vivien Endemann auf das Turbine-Tor zu und schloss flach zur Gästeführung ab (11.).

Turbine Potsdam besiegt SV Meppen im Nachholspiel


Im Nachholspiel gegen den SV Meppen setzte sich der 1. FFC Turbine Potsdam am Mittwoch souverän mit 4:1 (3:1) durch. Vivien Endemann brachte den Aufsteiger zwar zunächst in Führung, doch ein Doppelpack von Dina Orschmann und ein weiterer Treffer von Luca Graf drehten das Spiel bis zur Pause. In der Schlussphase der Partie hielt Zala Mersnik einen Foulelfmeter der Gäste und Adrijana Mori stellte den 4:1-Endstand her. Zur Galerie
Im Nachholspiel gegen den SV Meppen setzte sich der 1. FFC Turbine Potsdam am Mittwoch souverän mit 4:1 (3:1) durch. Vivien Endemann brachte den Aufsteiger zwar zunächst in Führung, doch ein Doppelpack von Dina Orschmann und ein weiterer Treffer von Luca Graf drehten das Spiel bis zur Pause. In der Schlussphase der Partie hielt Zala Mersnik einen Foulelfmeter der Gäste und Adrijana Mori stellte den 4:1-Endstand her. © Julius Frick

„Wir wollten zu Null spielen. Wir wussten, dass Meppen auf Konter lauert und eine schnelle Spielerin vorne drin hat. Das hat uns sehr geärgert“, erklärte Dina Orschmann, die dann im Alleingang das Spiel drehte. Erst fiel ihr leicht abgefälschter Distanzschuss hinter Meppens Torfrau ins Netz (22.), dann köpfte sie nach einer Flanke von Selina Cerci zum 2:1 ein (30.). Nur drei Minuten danach stellte Luca Maria Graf, die entschlossen nachsetzte, auf 3:1. „Man hat gesehen, dass die Mannschaft eine große Moral hat, weil wir immer wieder Spiele drehen. Ich hoffe, am Sonntag müssen wir es nicht drehen“, sagte Chahed, der mit Blick auf das Pokalspiel einige Stammkräfte schonte.

Abwehrchefin Johanna Elsig fehlte am Mittwoch wegen ihrer fünften Gelben Karte ohnehin. Lara Schmidt feierte nach langer Verletzungspause ihr Saisondebüt im Turbine-Trikot. Die Polin Malgorzata Mesjasz rückte weiter nach vorn, agierte diesmal hinter der Spitze. Und hinten links bekam die junge Lea Bahnemann eine weitere Bewährungschance. Auch Orschmann hatte zuletzt eher weniger Spielzeit bekommen. "So ist das eben manchmal. Ich bin froh, dass ich heute von Anfang an zeigen durfte, dass ich da bin", so die gebürtige Berlinerin, die bei ihrem Trainer mit dem guten Auftritt Werbung in eigener Sache machte.

Mehr zu Turbine Potsdam

So konnten die Potsdamerinnen Kräfte sparen – auch weil der Aufsteiger aus dem Emsland nicht mehr zulegen konnte. Dessen beste Chance war ein Foulelfmeter kurz vor dem Ende, doch Turbine-Keeperin Zala Mersnik fischte den Strafstoß von Linda Preuß erst sehenswert aus dem Eck, dann klärte Dina Orschmann auf der Linie (89.). „Es war wichtig, dass wir uns heute Sicherheit geholt haben“, sagte sie nach der Partie, für deren Schlusspunkt die zur Halbzeit eingewechselte Adrijana Mori mit ihrem ersten Bundesliga-Treffer zum 4:1 sorgte (90.+3).

Turbine Potsdam: Mersnik – L. Schmidt, Barth (68. Kössler), Agrez (57. S. Holmgaard), Bahnemann – Orschmann, Graf (72. Ehegötz), Mesjasz, K. Holmgaard (46. Chmielinski), Höbinger – Cerci (46. Mori)