28. Oktober 2018 / 18:41 Uhr

Turbine Potsdam schließt Englische Woche mit 2:0-Heimsieg ab (mit Galerie)

Turbine Potsdam schließt Englische Woche mit 2:0-Heimsieg ab (mit Galerie)

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Spielerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam feiern das 2:0.
Die Spielerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam feiern das 2:0. © Julius Frick
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Frauen-Bundesliga: Potsdamer Fußballerinnen besiegen den SC Freiburg mit 2:0. Mit der Ausbeute von sieben Punkten aus sieben Tagen sind die Turbinen zufrieden.

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Johanna Elsig wirkte nach dem Abpfiff in den Katakomben des Karl-Liebknecht-Stadions zufrieden: „Ich denke, dass wir eine gute Englische Woche gespielt haben. Mit sieben Punkten können wir zufrieden sein, und ich glaube, dass wir jetzt wieder voll im Soll sind.“ Für den krönenden Abschluss dieser erfolgreichen sieben Tage mit den drei Partien gegen Bayern (1:1), Bremen (4:0) und dem 2:0 am Sonntag gegen den SC Freiburg hatte auch die Innenverteidigerin von Turbine Potsdam gesorgt. Gegen den Sportclub hielt sie hinten den Laden dicht und glänzte vorne als Torschützin.

Die Stabilität, mit der Johanna Elsig dieser Tage die Potsdamer Dreierabwehrkette organisiert, war natürlich auch ihrem Trainer Matthias Rudolph aufgefallen. „Sie hat einen unwahrscheinlich guten Job gemacht“, lobte der Turbine-Coach. Ein Resultat dieser nahezu fehlerfreien Defensivleistung: Die Gäste aus Freiburg kamen an diesem grauen Sonntagnachmittag erst in der 79. Minute zu ihrer ersten richtigen Torchance. „Die war dann zwar auch hundertprozentig“, bemerkte SC-Trainer Jens Scheuer, „aber der Anschlusstreffer wäre zu diesem Zeitpunkt auch völlig unverdient gewesen.“

In Bildern: Turbine Potsdam gewinnt 2:0 (1:0) gegen den SC Freiburg.

Der 1. FFC Turbine Potsdam (blaue Trikots) gewann am Sonntag vor 1316 Zuschauern mit 2:0 (1:0) gegen die Frauen des SC Freiburg (weiße Trikots). Zur Galerie
Der 1. FFC Turbine Potsdam (blaue Trikots) gewann am Sonntag vor 1316 Zuschauern mit 2:0 (1:0) gegen die Frauen des SC Freiburg (weiße Trikots). © Julius Frick und Rene Teichmann
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Denn die Turbinen gaben vor 1316 Zuschauern im „Karli“ sofort den Ton an. Lena Petermann, die im Sommer aus Freiburg nach Potsdam gewechselt war und diesmal den Vorzug vor Lara Prasnikar bekam, hätte schon nach 7 Minuten gegen ihren Ex-Club treffen können, doch ihr Heber über Torfrau Merle Frohms wurde vor der Linie geklärt. Fünf Minuten später zog Gina Chmielinski an Clara Schöne vorbei und Svenja Huth nagelte ihre Ablage über den Innenpfosten zum 1:0 ins Tor. Weiter ging’s nur in eine Richtung: Frohms musste sich bei Lena Petermanns Kopfball richtig lang machen (14.), nach der anschließenden Ecke hämmerte Svenja Huth das Leder volley ans Außennetz. „Wir müssen auf jeden Fall ein, zwei Tore mehr schießen, uns für unseren Aufwand mehr belohnen“, hielt Johanna Elsig fest. Kurz und knackig: „Wir müssen torgeiler werden.“ Auch Rieke Dieckmann (32.) und Anna Gasper (42.) fanden ihre Meisterin noch in SC-Torfrau Frohms.

In der 62. Minute zeigte Johanna Elsig, dass sie durchaus Lust auf’s Toreschießen hatte. Einen Huth-Freistoß brachten die Freiburgerinnen nicht aus der Gefahrenzone, Klara Cahynovà legte per Kopf quer und Turbines Nummer vier, die anschließend zur Spielerin der Partie gewählt wurde, schoss in Mittelstürmermanier zum 2:0 ein. Nur einmal mussten die Turbine-Fans noch den Atem anhalten, in besagter 79. Minute, als Giulia Gwinn aus wenigen Metern zum Kopfball kam, Turbine-Keeperin Vanessa Fischer aber stark reagierte. Vorne verpasste Lena Petermann („Das war ein besonderes Spiel für mich“) noch ihren Treffer und Anna Gasper zielte genau auf Merle Frohms (87.).

„Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen“, sagte Matthias Rudolph. Sein Team habe zum Ende dieser Woche noch einmal eine „Superleistung“ geboten. Trainerkollege Scheuer musste einen „verdienten Sieg“ anerkennen. „Das Spiel hat uns gezeigt, wie weit wir weg sind vom letzten Jahr“, so der Freiburger Coach, der die Kickerinnen aus dem Breisgau in der Vorsaison auf Platz drei geführt hatte. Auf den sind jetzt die Potsdamerinnen geklettert. Johanna Elsig ist sich sicher: „Wenn wir jetzt bis zur Winterpause jedes Spiel annehmen und kämpfen, haben wir auch Chancen auf die volle Punkteausbeute.“ Noch sechs Ligapartien stehen bis Weihnachten auf dem Plan.

Turbine Potsdam: Fischer – Ilestedt, Elsig, Rauch – Gasper (88. Schwalm), Cahynová, Chmielinski (75. Prasnikar), Zadrazil, Dieckmann – Petermann (90. Kössler), Huth.

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