05. Januar 2020 / 13:18 Uhr

Turbine Potsdam startet in die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte

Turbine Potsdam startet in die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Potsdams Spielerinnen lassen Bianca Schmidt (o.) hochleben.
Nach einem holprigen Saisonstart waren die Turbinen zuletzt kaum zu bremsen. © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Am Montag startet die Rückrundenvorbereitung beim 1. FFC Turbine Potsdam. Dabei gibt es Hoffnung für die verletzten Spielerinnen.

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Für Matthias Rudolph stehen am Montag gleich zwei Starts an: Zum einen enden die Weihnachtsferien, sodass auch die Arbeit für den Lehrer wieder startet, zum anderen nimmt auch Turbine Potsdam wieder die Arbeit auf. Um 17 Uhr bittet der Trainer des Frauenfußball-Bundesligisten seine Mannschaft zur ersten Einheit im neuen Jahr. Vor dem Start in die Vorbereitung hat der 37-Jährige mit SPORTBUZZER gesprochen über:

..das Ziel für die Rückrunde: Einen Tabellenplatz will Rudolph, wie schon vor der Saison, nicht als Ziel ausgeben, nachdem die Mannschaft im Sommer einen großen Umbruch erlebte und noch einmal verjüngt wurde. „Grundsätzlich geht es darum, die Mannschaft weiter zu entwickeln. Das ist ein Prozess, der bis Dezember sehr positiv verlief“, sagt Rudolph und zielt damit auf die sechs Siege aus den vergangenen sieben Pflichtspielen. Nach einem holprigen Saisonstart liegen die Potsdamerinnen nach 13 von 22 Spieltagen auf dem fünften Tabellenplatz (21 Punkte), einen Zähler hinter der SGS Essen. Die Top-drei-Teams aus Wolfsburg (37), Hoffenheim (34) und München (31) sind bereits enteilt, hinter Turbine lauert Frankfurt (18).

...das Highlight der Hinrunde: „Der Höhepunkt war sicherlich das Pokalspiel in Freiburg und der damit verbundene Einzug ins Viertelfinale. Und natürlich der emotionale Sieg gegen Frankfurt zu Hause, das letzte Duell der beiden großen Vereine, das war ganz wichtig für uns“, sagt Rudolph über den Last-Minute-Sieg gegen den Rivalen vom Main.

In Fotos: Das war die Weihnachtsfeier 2019 des 1. FFC Turbine Potsdam.

Adrijana Mori, Dina Orschmann, Viktoria Schwalm und Johanna Elsig (v.l.) kamen in eleganter Abendrobe. Zur Galerie
Adrijana Mori, Dina Orschmann, Viktoria Schwalm und Johanna Elsig (v.l.) kamen in eleganter Abendrobe. © Saskia Nafe

...Ziel im DFB-Pokal: „Natürlich wollen wir so weit kommen wie möglich, am besten bis nach Köln. Und die Bayern sind schon raus, mit ein bisschen Losglück kann man sehr weit kommen. Grundsätzlich müssen wir aber abwarten, wie die Auslosung abläuft“, sagt Rudolph mit Blick auf die Auslosung am 9. Februar in der ARD-Sportschau. Die Viertelfinalpartien werden am 21./22. März ausgetragen.

...positive Aspekte: „Wir sind in jedem Spiel für Tore gut, haben viele geschossen, obwohl wir vorne auch ganz jung besetzt sind“, sagt Rudolph über die Ausbeute von 33 Treffern, womit Turbine die viertbeste Offensive der Liga stellt.

...negative Aspekte: Während die Offensive überzeugt, mussten die Turbinen schon 29 Gegentreffer hinnehmen, nur drei Mannschaften haben mehr kassiert. Zum Vergleich: Tabellenführer Wolfsburg hat nur vier Gegentore in 13 Partien hinnehmen müssen. „Das hat aber nicht nur mit der Abwehr zu tun, sondern die ganze Mannschaftsverteidigung muss sich noch verbessern“, erklärt Rudolph.

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...die verletzten Spielerinnen: „Ich gehe davon aus, dass Johanna Elsig und Viktoria Schwalm zum Rückrundenstart wieder fit werden“, sagt der Turbine-Trainer. Auch die lange Leidenszeit von Mittelfeldspielerin Karoline Smidt Nielsen könnte sich bald dem Ende neigen. Im Sommer 2018 wechselte die 25-Jährige von Fortuna Hjørring in die Brandenburger Landeshauptstadt, hat verletzungsbedingt aber noch kein Spiel gemacht. „Wir sind zuversichtlich, dass sie die Vorbereitung normal mitmachen kann und sie eventuell zum Rückrundenstart oder in den ersten drei Spielen wieder dabei ist“, sagt Rudolph. Bei Adriana Mori und Dina Orschmann (beide Kreuzbandriss) ist die Rückkehr im März angedacht, Rahel Kiwic (Kreuzbandriss) wird voraussichtlich bis Saisonende ausfallen.

In Bildern: Das Legendenspiel beim 7. Turbine-Hallencup.

Fatmire Lira Alushi, Nadine Keßler, Anja Mittag, Conny Pohlers, Josephine Henning, Jennifer Zietz und natürlich Trainer-Legende Bernd Schröder - die Liste der Turbine-Größen, die am Sonnabend in der MBS-Arena zu einem Legendenspiel zusammenkamen ist lang. Team Blau und Team Rot traten gegeneinander an. Am Ende setzte sich das rote Turbine-Team um Ex-Kapitänin Jennifer Zietz mit 6:3 durch. Aber der Spaß und die Freude am Wiedersehen stand bei allen im Vordergrund. Klickt euch durch die besten Schnappschüsse! Zur Galerie
Fatmire "Lira" Alushi, Nadine Keßler, Anja Mittag, Conny Pohlers, Josephine Henning, Jennifer Zietz und natürlich Trainer-Legende Bernd Schröder - die Liste der Turbine-Größen, die am Sonnabend in der MBS-Arena zu einem "Legendenspiel" zusammenkamen ist lang. Team Blau und Team Rot traten gegeneinander an. Am Ende setzte sich das rote Turbine-Team um Ex-Kapitänin Jennifer Zietz mit 6:3 durch. Aber der Spaß und die Freude am Wiedersehen stand bei allen im Vordergrund. Klickt euch durch die besten Schnappschüsse! © Christoph Brandhorst

...die Vorbereitung: Am 18./19. Januar steht der 8. Internationale AOK Turbine Hallencup in der Potsdamer MBS-Arena auf dem Programm, am 24. Januar ein Testspiel gegen die B-Junioren von Stahl Brandenburg. Das erste Bundesligaspiel bestreiten die Potsdamerinnen am 16. Februar (14 Uhr) im Karl-Liebknecht-Stadion.