27. April 2020 / 13:44 Uhr

Turbine Potsdam startet Training in Kleingruppen

Turbine Potsdam startet Training in Kleingruppen

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Gibt sich vor dem Rückrundenstart in der Frauenfußball-Bundesliga kämpferisch: Turbine Potsdams Trainer Matthias Rudolph.
Turbine-Trainer Matthias Rudolph bittet seine Spielerinnen unter Auflagen wieder auf den Rasen. © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Trainer Matthias Rudolph bittet seine Spielerinnen mit einer Ausnahmegenehmigung der Stadt Potsdam wieder auf den Rasen.

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Turbine Potsdam hat am Montag am Luftschiffhafen als einer der letzten Frauenfußball-Bundesligisten das Training in Kleingruppen wieder aufgenommen. Das bestätigte Geschäftsführer Stephan Schmidt dem SPORTBUZZER. Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung der Stadt Potsdam sei dem sechsfachen Deutschen Meister am Sonntag erteilt worden. Der Spielbetrieb in der Bundesliga sowie im DFB-Pokal, wo die Turbinen im Viertelfinale gegen die SGS Essen stehen, ist derzeit noch bis einschließlich 30. April ausgesetzt. Eine Verlängerung der Spielpause durch den Ausschuss Frauen-Bundesligen gilt als wahrscheinlich.

„Die Gruppen dürfen aus maximal sieben Personen bestehen, dazu zählen auch die Trainer“, erklärt Schmidt. Die Spielerinnen seien inzwischen alle wieder in Potsdam. „Sie warten ja schon eine ganze Weile darauf, dass es wieder losgeht.“ Zuvor durften die Turbinen zumindest innerhalb Deutschlands zu ihren Familien reisen. Auch Kapitänin Sarah Zadrazil, die nach einer Länderspielreise zunächst in ihrer österreichischen Heimat geblieben war, ist wieder in der brandenburgischen Landeshauptstadt. In den vergangenen Wochen hatte Cheftrainer Matthias Rudolph seine Spielerinnen mit individuellen Trainingsplänen für zu Hause versorgt.

Die Transfers der Frauen-Bundesliga.

Auch in der Corona-Krise treiben die Vereine der Frauenfußball-Bundesliga ihre Personalplanungen für die neue Saison voran. Der SPORTBUZZER fasst die wichtigsten Transfers zusammen. Zur Galerie
Auch in der Corona-Krise treiben die Vereine der Frauenfußball-Bundesliga ihre Personalplanungen für die neue Saison voran. Der SPORTBUZZER fasst die wichtigsten Transfers zusammen. ©

Wirtschaftliche Lage noch stabil

Wirtschaftlich ist die Lage für Turbine durch die Corona-Krise noch nicht existenzbedrohend. Die TV-Gelder sind in den bereits gezahlten DFB-Geldern enthalten. „Und die Zuschauereinnahmen machen bei einem Club wie uns nur zwischen sieben bis zehn Prozent aus“, hatte Geschäftsführer Stephan Schmidt zuletzt der dpa gesagt. Fehlende Zuschauer-Einnahmen bei möglichen Geisterspielen gleichen sich bei Turbine durch wegfallende Kosten etwa für Ordnungsdienst und Caterer aus.

„Wir sind natürlich in erster Linie auf Sponsoren angewiesen“, erklärte Schmidt. Die mittelständigen Unternehmen unter den Partnern würden unter der Pandemie erheblich leiden. An einen Gehaltsverzicht bei den Spielerinnen ist nicht zu denken. „Die Gelder sind nicht so üppig wie vielleicht bei Teams wie Wolfsburg und den Bayern. Unsere Mädels sollen davon ihren Lebensunterhalt bestreiten“, betonte Schmidt.