05. März 2021 / 21:20 Uhr

Turbine Potsdam verliert Sechs-Tore-Spektakel bei Bayer Leverkusen (mit Galerie)

Turbine Potsdam verliert Sechs-Tore-Spektakel bei Bayer Leverkusen (mit Galerie)

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Sara Holmgaard und ihre Teamkolleginnen kassierten eine Auswärtsschlappe.
Sara Holmgaard und ihre Teamkolleginnen kassierten eine Auswärtsschlappe. © Saskia Nafe
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Frauen-Bundesliga: Die Mannschaft von Trainer Sofian Chahed muss im Kampf um die Champions-League-Qualifikation einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen.

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Keine nachträglichen Geschenke zum 50. Geburtstag gab es am Freitagabend für die Bundesliga-Fußballerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam: Das Team aus der Landeshauptstadt musste sich Bayer 04 Leverkusen im Ulrich-Haberland-Stadion mit 2:4 (0:1) geschlagen geben und erlitt im Kampf um die Champions-League-Qualifikation einen herben Dämpfer.

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Das erste Ausrufezeichen im Duell der Tabellennachbarn, das von vielen Zweikämpfen geprägt war, setzten die Gäste aus Brandenburg. Malgorzata Mesjasz fasste sich aus gut 25 Metern ein Herz und traf die Latte (13.). Auf der anderen Seite gingen die durch ein teils sehr aggressives Zweikampfverhalten auffallenden Bayer-Frauen mit ihrem ersten gefährlichen Angriff direkt in Führung (23.). Henrietta Csiszar musste den Ball aus rund 19 Metern nur noch per Lupfer im leeren Tor unterbringen. Sie profitierte dabei von einem missglückten Tackling von Turbine-Spielführerin Merle Barth und einem schlechten Stellungsspiel von Torhüterin Emma Lind. Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs rückte Merle Barth, die erst im vergangenen Sommer von Leverkusen nach Potsdam wechselte, in die Innenverteidigung.

In Bildern: Turbine Potsdam unterliegt bei Bayer Leverkusen.

Zum Auftakt des 14. Spieltags muss sich Turbine Potsdam bei Bayer 04 Leverkusen mit 2:4 (0:1) geschlagen geben. Zur Galerie
Zum Auftakt des 14. Spieltags muss sich Turbine Potsdam bei Bayer 04 Leverkusen mit 2:4 (0:1) geschlagen geben. © Saskia Nafe

Die Dänin Karen Holmgaard übernahm ihre Position im defensiven Mittelfeld. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich vergab Melissa Kössler mit ihrem Flachschuss aus halbrechter Position (38.). Leverkusens japanische Nationalspielerin Mina Tanaka fackelte kurz vor der Pause nicht lang und feuerte einen gefährlichen Distanzschuss ab (42.).

Zum Auftakt einer turbulenten zweiten Hälfte war es wieder Malgorzata Mesjasz, die für die Turbinen den ersten gefährlichen Abschluss hatte (52.). Effektiver zeigten sich aber erneut die Rheinländerinnen, für die Milena Nikolic mit ihrem achten Saisontor auf 2:0 erhöhte (61.). Zwei Zeigerumdrehungen später hatte Turbine noch Glück, dass Dora Zeller nur den Pfosten traf. Mit ihrem zweiten Tor des Tages stellte Milena Nikolic wenig später allerdings doch auf 3:0 (68.), ehe die wenige Minuten zuvor eingewechselte Gina Chmielinski auf 1:3 verkürzte (71.). Spätestens nach dem Kopfballtreffer von Malgorzata Mesjasz zum 2:3 (77.) glaubten die Gäste wieder an einen Punktgewinn, den Milena Nikolic mit ihrem dritten Tor des Tages verhinderte (81.).

Turbine Potsdam: Lind – Weidauer, K. Holmgaard, Elsig, S. Holmgaard – Barth (62. Chmielinski), Mesjasz – Kössler (55. Gerhardt), Höbinger (72. Graf), Ehegötz – Cerci.