08. Februar 2019 / 18:09 Uhr

Turbine-Trainer Matthias Rudolph: "Dürfen uns nicht mehr viele Fehler leisten"

Turbine-Trainer Matthias Rudolph: "Dürfen uns nicht mehr viele Fehler leisten"

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Wir sind von Minute zu Minute besser geworden, sagte ein zufriedener Turbine-Trainer Matthias Rudolph nach dem Spiel.
Turbine-Trainer Matthias Rudolph erwartet sofort vollen Einsatz. © Jan Kuppert
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Der Coach blickt auf die Rückserie mit dem Frauenfußball-Bundesligisten aus Potsdam, der beim SC Sand in das Punktspieljahr 2019 startet. Die Torwartfrage lässt er noch offen.

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Statt um Punkte zu kämpfen, vertrieben sich die Bundesliga-Kickerinnen von Turbine Potsdam im Dezember auf dem Sportplatz im baden-württembergischen Sand die Zeit mit einer Schneeballschlacht. Damals wurden die Brandenburgerinnen vom nächtlichen Wintereinbruch am Rande des Schwarzwalds überrascht, die Partie des 13. Spieltags fiel aus. Am Sonntag (14 Uhr) soll das Spiel nachgeholt werden. Vor dem heißen Start ins Punktspieljahr 2019 blickt der SPORTBUZZER mit Turbine-Cheftrainer Matthias Rudolph voraus auf die zweite Saisonhälfte.

Das Auftaktspiel in Sand

„Ja, wir werden spielen“, sagt Rudolph. Diese Information kam bereits aus dem kleinen Ortsteil der Gemeinde Willstätt zwischen Schwarzwald und Vogesen. Ein „unbequemer Gegner“ steht den Turbinen dort bevor, weiß der Coach. „Es ist vielleicht ein bisschen eine undankbare Aufgabe, gleich mit der zweitlängsten Reise zu starten.“ Auch wisse man nicht, was für Platzverhältnisse im Orsay-Stadion herrschen. „Wir müssen dort zielorientiert Fußball spielen, gleich in den Wettkampfmodus schalten, die Zweikämpfe annehmen und gewinnen“, fordert der 36-Jährige. Gegner Sand rangiert mit 15 Punkten auf Rang neun.

Die Ausgangslage

Die Turbinen haben zum Start in die Rückrunde noch im alten Jahr beim 1:1-Heimremis gegen Hoffenheim Punkte liegen lassen. Über Winter auf Platz vier (24 Punkte) könnten die Potsdamerinnen mit einem Erfolg im Nachholspiel zumindest den Dritten aus Essen (25) überflügeln und sich wieder an die Fersen der Bayern (32) heften, die auf dem Champions League-Qualifikationsplatz rangieren, auf den ja auch die Turbinen schielen. Meister Wolfsburg liegt mit 35 Zählern an der Spitze. „Wenn man sich die Tabellensituation anschaut, wird klar: Wir dürfen uns nicht mehr viele Fehler leisten“, sagt Matthias Rudolph. „Deshalb wollen wir in Sand um jeden Preis gewinnen“, stellt der Trainer klar.

Turbine-Termine in der Rückrunde

Turbine Potsdam schlägt den SC Sand mit 2:0. Claire Savin (Sand, li) und Lara Prasnikar (Potsdam, re.) im Kampf um den Ball. Zur Galerie
Turbine Potsdam schlägt den SC Sand mit 2:0. Claire Savin (Sand, li) und Lara Prasnikar (Potsdam, re.) im Kampf um den Ball. ©
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Die Vorbereitung

„Wir haben in unseren Testspielen ordentliche Leistungen gezeigt und schon guten Fußball gespielt“, findet der Turbine-Coach. Während Celtic Glasgow beim 11:0-Test noch kein Maßstab war, gab das Vorbereitungswochenende in Prag mit einem 2:2 gegen Slavia (immerhin aktueller Champions League-Viertelfinalist) und einem 1:0-Sieg gegen den tschechischen Meister Sparta schon einen Vorgeschmack auf die Bundesliga. „Das waren zwei ordentliche Partien, in denen wir gesehen haben, dass schon viele Sachen stimmen. Das sollte uns Selbstvertrauen geben“, schätzt Matthias Rudolph ein.

Die Personalsituation

Talent Gina Chmielinski wird für den Punktspielstart 2019 wohl ausfallen. „Sie hat muskuläre Probleme“, erklärt Rudolph. Ein, zwei andere Spielerinnen sind gesundheitlich etwas angeschlagen. Für die Langzeitverletzten Nina Ehegötz (Kreuzbandriss) sowie Caroline Siems und Karoline Smidt Nielsen (beide Knorpelschaden im Knie) kommt ein Einsatz ohnehin zu früh. Eine Alternative könnte da der einzige Winterneuzugang werden: U20-Nationalspielerin Dina Orschmann kickte zuletzt am College in Florida (USA) und ist ab sofort für die Turbinen spielberechtigt. „Wir hoffen, dass ihre Entwicklung in den nächsten Wochen und Monaten weiter voranschreitet“, so Rudolph.

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Die Torwartfrage

In den vergangenen neun Ligapartien hütete Eigengewächs Vanessa Fischer (hat kürzlich ihren Vertrag verlängert) das Turbine-Gehäuse und machte ihre Sache gut. Doch nun ist Nationalkeeperin Lisa Schmitz nach einem hartnäckigen Muskelfaserriss wieder fit. „Sie hat zuletzt alles mitgemacht“, berichtet ihr Trainer. „Vanessa hat sich aber sehr gut entwickelt. Dass wir jetzt einen richtigen Konkurrenzkampf haben, liegt auf der Hand“, fügt der frühere Babelsberg-Profi hinzu. Und wer steht nun zwischen den Pfosten? „Das werde ich am Sonntag entscheiden.“

Der DFB-Pokal

Potsdam, selbst dreifacher Cup-Sieger, steht im Pokal-Viertelfinale. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg zieht am Sonntag den Gegner für die Partie am 13. März. „Ein Heimspiel wäre mal schön. Als Trainer musste ich im Pokal bisher nur auswärts antreten“, sagte Matthias Rudolph nach dem Viertelfinaleinzug.

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