05. Juni 2018 / 17:11 Uhr

Turbine-Nachwuchs scheidet gegen den 1. FC Köln aus (mit Galerie)

Turbine-Nachwuchs scheidet gegen den 1. FC Köln aus (mit Galerie)

Lukas Kuite
Märkische Allgemeine Zeitung
Potsdams Keeperin Jamie Marie Gerstenberg musste beim Elfmeterschießen mehrfach hinter sich greifen.
Potsdams Keeperin Jamie Marie Gerstenberg musste beim Elfmeterschießen mehrfach hinter sich greifen. © René Teichmann
Anzeige

B-Juniorinnen-Bundesliga: Turbine-Trainer Michael Schubert will "positive Eindrücke" aus seiner Premierensaison im Kopf behalten.

Die B-Juniorinnen von Turbine Potsdam haben den Einzug ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft verpasst. Die Elf von Trainer Michael Schubert verlor am Sonntag das Halbfinal-Rückspiel gegen den 1. FC Köln vor heimischer Kulisse mit 1:3 nach Elfmeterschießen.

Anzeige

Nachdem es nach 80 Minuten 1:1 stand, ging es aufgrund des 2:2-Hinspiel-Ergebnisses direkt ins Elfmeterschießen, in dem Kölns U16-Nationaltorhüterin Pauline Nelles gleich zwei Schüsse parierte. Der entscheidende Turbine-Elfer ging über das Tor. Die U17-Mädchen vom "Effzeh" qualifizieren sich zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte für das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Im Finale wartet am kommenden Sonntag (9. Mai) der VfL Wolfsburg.

Turbines B-Juniorinnen scheiden im Bundesliga-Halbfinale gegen 1. FC Köln nach Elfmeterschießen aus.

Im B-Juniorinnen-Halbfinale der Bundesliga unterlag Turbine Potsdam den Mädchen vom 1. FC Köln nach Elfmeterschießen mit 1:3. Zur Galerie
Im B-Juniorinnen-Halbfinale der Bundesliga unterlag Turbine Potsdam den Mädchen vom 1. FC Köln nach Elfmeterschießen mit 1:3. © René Teichmann

Für Turbine Potsdam und Trainer Michael Schubert, der seine erste Saison bei den Turbinen bestritt, war der Finaleinzug ein klar formuliertes Saisonziel. Dass der Traum vom möglichen Titel am Wochenende platzte, warf den Übungsleiter jedoch nicht allzu sehr aus der Bahn: "Im ersten Moment ist das Ausscheiden sehr bitter. Dennoch können wir mit einem positiven Gefühl aus der Saison herausgehen. Wir haben erneut das Halbfinale erreicht und dort sehr gute Leistungen gezeigt. Schade, dass es nicht mit dem Einzug in das Endspiel geklappt hat." Nach zwei Partien auf Augenhöhe sei Köln im Elfmeterschießen das glücklichere Team gewesen, resümierte Schubert nach dem Spiel.

Schubert will "positive Eindrücke" im Kopf behalten

Nach dem bitteren Ausscheiden fand der Trainer die richtigen Worte an sein Team. Die "negativen Eindrücke" aus dem Elfmeterschießen sollten nicht im Kopf bleiben, vielmehr die positiven: "Dass wir ins Halbfinale gekommen sind und dass wir in den Halbfinals wirklich sehr, sehr gute Leistungen gebracht haben, das muss eigentlich in den Köpfen drin bleiben", so Schubert.

"Gerade bei jungen Spielerinnen, die noch im Entwicklungsprozess sind, werden die nächsten Tage natürlich bitter sein. Aber wenn man mit ein bisschen Abstand auf die Saison guckt, ist es trotzdem eine sehr gute Leistung gewesen von uns", so der B-Juniorinnen-Trainer.

Mehr zum 1. FFC Turbine Potsdam

Nach dem 2:2 beim Hinspiel in Köln nahmen beide Teams auf jeweils zwei Positionen Veränderungen vor. Bei Turbine rückten Aaliyah Diviana Dalski und Alina Schermer für Mieke Schiemann und Nathalie Bretschneider in die Startelf. Die Gäste ersetzten Juliane Wirtz und Lina Vianden mit Michelle Biskup und Lena Plank. Vor 446 Zuschauern nahmen vorerst die Gastgeberinnen das Spiel an sich und erzielten nach einer guten halben Stunde das 1:0 durch Top-Torjägerin Sophie Weidauer (28.). Die Rheinländerinnen schlugen schnell zurück - Vanessa Fürst glich in der 35. Minute zum 1:1 aus.


Turbine-Torjägerin Weidauer hatte sogar noch die Chance zum Siegtreffer auf dem Fuß, doch zog den Ball nur knapp vorbei. Somit ging es nach Hin- und Rückspiel zusammengerechnet mit 3:3 ins alles entscheidende Elfmeterschießen, das schließlich der "Effzeh" für sich entschied.