25. September 2021 / 19:00 Uhr

Turbulentes Remis zwischen FC Dornbreite und Oldenburger SV

Turbulentes Remis zwischen FC Dornbreite und Oldenburger SV

Finn Hofmann
Lübecker Nachrichten
Jan-Eric Kränzke traf zum zwischenzeitlichen 3:1 für den OSV.
Jan-Eric Kränzke traf zum zwischenzeitlichen 3:1 für den OSV. © 54°/Garve
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Am Samstagnachmittag traf der formstarke FC Dornbreite auf einen ersatzgeschwächten Oldenburger SV. Die Hausherren konnten trotz Unterzahl einen 1:3-Rückstand egalisieren.

Am Steinrader Damm legten die Mannschaften gleich los wie die Feuerwehr. Schon nach vier Minuten sorgte OSV-Goalgetter Daniel Junge nach Fehler im Dornbreiter Aufbauspiel für die Gästeführung, die Alper Gürsoy nach 20 Minuten im Eins-gegen-Eins gegen OSV-Torwart Felix Prokoph nach Pass von Lubecco Behrens egalisierte. Finn Severin konnte nach einer Standardsituation nach einer halben Stunde für die erneute Oldenburger Führung sorgen (30.), ehe es nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte in die Halbzeitpause ging.

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Aus dieser kamen die Ostholsteiner erneut besser, duschten den FCD erneut kalt und trafen nach zwei Minuten durch Jan-Eric Kränzke nach Witt-Hereingabe zum 1:3 (47.). Danach vergab Oldenburgs Marvin Freund sogar die Riesenchance zum 1:4 – er brachte die Kugel nach Witt-Hereingabe aus einem Meter jedoch nicht im Tor unter. Nach einer knappen Stunde flog Dornbreites Verteidiger Marcel Venzke per roter Karte vom Platz, nachdem er Junge auf Höhe der Mittellinie foulte. „Für mich war das kein rot, sondern ein taktisches Foul und mehr nicht. Der Schiedsrichter hat anfangs viel laufen lassen und dann seine Linie verloren“, kritisierte FCD-Coach Sascha Strehlau.

Aus einem Gefühl der Ungerechtigkeit heraus warfen die zehn verbliebenen Lübecker alles in die Waagschale, wollten auch diesmal ohne Heimpleite bleiben. Nur drei Minuten nach der umstrittenen Entscheidung verkürzte Behrens nach Worreschk-Vorlage zum 2:3 (62.) und witterten nochmal Morgenluft. Kurz vor Schluss gelang dem FCD dann sogar der vielumjubelte Ausgleich, nachdem Behrens Fiete Luther bediente, der nur noch einzuschieben brauchte (85.).


„Dass wir bei einem Rückstand von 1:3 eine halbe Stunde lang in Unterzahl spielen und nochmal so zurückkommen, spricht für den Charakter dieser Mannschaft. Über die 90 Minuten betrachtet ist es ein gewonnener Punkt für uns, den wir gern mitnehmen“, so „Strehle“.

OSV-Coach Florian Albrecht wäre vor Anpfiff mit einem Punkt zufrieden gewesen. Nach diesem Spielverlauf überwiegt jedoch die Enttäuschung. „Dornbreite hat sich den Punkt aufgrund der Moral am Ende verdient. Ich muss meiner Mannschaft trotzdem ein Riesenkompliment machen. Spieler wie Wölk, Freund, Witt und Kowski waren nicht richtig fit und haben auf die Zähne gebissen. Der Platzverweis war heute der Knackpunkt. Danach war Dornbreite viel strukturierter.

Für den FCD gehts am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) zum SV Todesfelde und am Wochenende nach Pansdorf (Samstag, 14 Uhr). Der OSV empfängt im Ostholstein-Derby am Sonntag (15 Uhr) Eutin 08.

FCD: Neumeister – Brandt, Senghore, Venzke – Gürsoy – Amara (73. Bany), Worreschk, Stöver, Lening – Behrens, Lübcke (68. Luther).
OSV: Prokoph – Achtenberg, Wölk, Freund – Witt, Janner, Kowski, Kelting (83. Liebrecht), Severin – Junge, Kränzke.