28. Oktober 2018 / 18:31 Uhr

Turhan-Fehlschuss kostet Optik Rathenow einen Punkt

Turhan-Fehlschuss kostet Optik Rathenow einen Punkt

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
Leon Hellwig.
Leon Hellwig (am Ball) musste in Leipzig mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz. © Nico Roesenberger
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Regionalliga Nordost: Optik Rathenow unterliegt bei Lok Leipzig mit 0:1.

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Den Humor hatte Optik-Trainer Ingo Kahlisch auch nach der 0:1-Niederlage seiner Rathenower beim 1. FC Lokomotive Leipzig noch nicht verloren. Auf die Frage bei der Pressekonferenz, wo es ihm in seinen 29 Jahren mit dem FSV Optik am besten gefallen hatte, antwortete der Fußball-Lehrer: „Bei RB Leipzig war es schön, da hat die Cola so gut geschmeckt.“

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Doch aus Kahlischs Stimme war auch eine Menge Frust zu hören. Gegen einen wahrlich nicht übermächtigen Gegner, wäre ein Punktgewinn drin gewesen – mindestens. Das Spiel begann wie man es sich im Abstiegskampf vorstellt. Beide Teams waren zunächst auch auf Sicherheit bedacht und versuchten Fehler zu vermeiden. Lok war zwar das offensivere Team, aber mehr Torgefahr strahlten sie auch nicht aus. Einen Schuss von Matthias Steinborn hielt Optik-Torhüter Bjarne Rogall sicher fest und einen weiteren Schuss von Sascha Pfeffer konnte Aleksandar Bilbija gerade noch abblocken.

Auf der anderen Seite war es Leon Hellwig, der mit zwei Kopfbällen für Gefahr sorgte. „Wir haben das gut gemacht und wenig zugelassen. Nach vorne waren wir aber diesmal zu harmlos“, schätzte Ingo Kahlisch ein. Kurz vor der Pause griff erneut Rogall ein, als er sich in einen Schuss von Steinborn warf. Folgerichtig ging es torlos in die Halbzeitpause.

Nicky Adler bringt Leipzig in Führung

Nach dieser dauerte es nicht lange und Rathenow geriet in Rückstand. Nach einem langen Einwurf stand Nicky Adler goldrichtig und köpfte unhaltbar unter die Latte ein (53.). Genau vor diesen langen Einwürfen und Standardsituationen hatte Kahlisch seine Mannschaft im Vorfeld gewarnt. Und es sollte noch schlimmer aus Rathenower Sicht kommen. Leon Hellwig, der ein ordentliches Spiel machte, holte sich innerhalb von einer Minute zweimal Gelb ab und wurde vorzeitig zum Duschen geschickt (70.). „Da muss er cleverer sein. Er hat ihn schon gehalten“, hält Ingo Kahlisch den Platzverweis für berechtigt.

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Doch wer nun eine Vorentscheidung erwartete, sah sich getäuscht. Die Leipziger wurden immer nervöser und schafften es nicht, Ruhe in die Situationen zu bringen. Im Gegenteil. Optik agierte nun in Unterzahl deutlich druckvoller. „Bei einigen guten Kontern war aber der letzte Ball nicht so gut gespielt, als das etwas richtig gefährliches daraus entstehen hätte können“, so Rathenows Trainer. „Wir haben wieder viel zu selten auf das gegnerische Tor geschossen.“ Dennoch bekam Optik die riesige Chance auf den Ausgleich. Nach dem Leipzigs Paul Schinke den Ball an die Hand bekam, übernahm Murat Turhan die Verantwortung und trat zum Elfmeter an. Sein Schuss war jedoch viel zu drucklos, so dass Benjamin Kirsten im Lok-Kasten keine Mühe hatte den Ball zu entschärfen (81.). „Das ist natürlich wahnsinnig frustrierend für uns als Mannschaft, aber auch für Murat. So einen Ball müssen wir dann auch einfach mal rein machen“, zeigt sich Ingo Kahlisch niedergeschlagen. In der Schlussphase hätten die Gastgeber bei Gegenstößen noch erhöhen können, Bjarne Rogall verhinderte weitere Gegentore aber bravourös.

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