16. Oktober 2019 / 16:44 Uhr

Türkei-Präsident Erdogan verteidigt Salut-Jubel von Nationalteam - und zieht Vergleich zu Griezmann

Türkei-Präsident Erdogan verteidigt Salut-Jubel von Nationalteam - und zieht Vergleich zu Griezmann

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der türkische Staatspräsident Reccp Tayyip Erdogan verteidigt den Saltu-Jubel, den das Nationalteam um Verteidiger Merih Demiral zuletzt mehrfach gezeigt hatte.
Der türkische Staatspräsident Reccp Tayyip Erdogan verteidigt den Saltu-Jubel, den das Nationalteam um Verteidiger Merih Demiral zuletzt mehrfach gezeigt hatte. © imago images/Le Pictorium
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Der Salut-Jubel der türkischen Nationalspieler wird aktuell von der UEFA untersucht. Trotz der laufenden Ermittlungen haben einige Spieler auch bei der Partie gegen Frankreich erneut dieses Zeichen verwendet. Nun äußerte sich Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan zum Jubel - und bezeichnete ihn als "natürlich".

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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat den Salut-Jubel seiner Nationalspieler in der EM-Qualifikation als „selbstverständlich“ und „natürlich“ bezeichnet. An eine harte Bestrafung durch die Europäische Fußball-Union glaubt er aus diesem Grund nicht. „Sie können höchstens eine Verwarnung aussprechen“, sagte Erdogan der Nachrichtenagentur DHA zufolge. Darüber hinaus gebe es zu einer Mannschaft, „die es so weit gebracht hat“, nichts Negatives zu sagen. Die Türkei liegt in der Qualifikationsgruppe H zwei Spieltage vor dem Ende mit 19 Zählern punktgleich mit Weltmeister Frankreich auf Platz eins und ist damit schon fast für die EM im kommenden Jahr qualifiziert.

Mehr zur Debatte um den Salut-Jubel

Erdogan nach Salut-Jubel: "Haben sie Griezmann etwas getan?"

Die UEFA-Disziplinarkammer berät am Donnerstag über den viel diskutierten Salut-Jubel. Politische Gesten und Äußerungen sind laut Statuten des Verbands verboten. Ob zügig eine Entscheidung fällt, ist allerdings offen.

Erdogan führte im Zuge der Debatte den französischen Starstürmer Antoine Griezmann als Vergleich an, der vor Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron ebenfalls salutiert habe. „Haben sie Griezmann etwas getan? Haben sie ihm etwas auferlegt?“, fragte Erdogan. „Ich verstehe etwas von Fußball. So etwas hat man im Leben nicht gesehen.“ Die türkische Nationalmannschaft habe eine „nationale Sichtweise, und diese nationale Sichtweise haben sie mit all den Zuschauern geteilt“.

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Salut-Jubel von türkischen Spieler auch gegen Frankreich

Türkische Nationalspieler hatten in den vergangenen Tagen wiederholt beim Torjubel einen militärischen Gruß gezeigt. Die türkischen Spieler um den ehemaligen Leverkusener Hakan Calhanoglu hatten erstmals nach dem Tor von Cenk Tosun zum 1:0-Endstand gegen Albanien am Freitagabend salutiert und damit möglicherweise einen Gruß an das Militär ihres Landes geschickt. Die UEFA hatte daraufhin Ermittlungen angekündigt. "Politische Äußerungen sind in den Regularien verboten. Deshalb werden wir dem Verdacht definitiv nachgehen", erklärte UEFA-Pressechef Philip Townsend der italienischen Nachrichtenagentur ANSA am Wochenende. Trotz der Ermittlungen haben einige Spieler auch beim 1:1 gegen Frankreich erneut derartig gejubelt. Kaan Ayhan, Profi von Fortuna Düsseldorf, verwehrte sich dem Gruß aber beispielsweise - was seine Teamkollegen mit Unverstädnnis quittierten.

Das politische Bekenntnis der Spieler zum aktuellen Militäreinsatz türkischer Streitkräfte in Nordsyrien zur Bekämpfung der Kurdenmiliz YPG wird international kritisiert. Im Amateurbereich hatte der Salut-Jubel mittlerweile bereits Nachahmer gefunden. Mit einem Like für einen Instagram-Post von Tosun, der den Einsatz befürwortet, hatten auch die Nationalspieler Ilkay Gündogan und Emre Can für Empörung gesorgt. Die beiden türkischstämmigen DFB-Profis nahmen ihren Like nachträglich noch zurück.

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