18. Februar 2020 / 09:55 Uhr

Irrer Plan: Türkgücü München will bei Aufstieg in die 3. Liga in den Westen umziehen

Irrer Plan: Türkgücü München will bei Aufstieg in die 3. Liga in den Westen umziehen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kämpft um eine neue Spielstätte: Der Regionalligist Tükgücü München will im Falle eines Aufstiegs in den Westen umziehen.
Kämpft um eine neue Spielstätte: Der Regionalligist Tükgücü München will im Falle eines Aufstiegs in den Westen umziehen. © Christian Butzhammer/dpa
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Bei einem Aufstieg aus der Regionalliga in die 3. Liga will der Münchener Verein Türkgücü die Stadt verlassen und lieber im Westen Deutschlands spielen. Dadurch sollen mehr Derbys gespielt werden und das Zuschauer-Interesse gesteigert werden.

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Ein irrer Plan! Der Regionalligist Türkgücü München will im Falle eines Aufstiegs in die 3. Liga seine Heimspiele womöglich im Westen Deutschlands austragen. "Dort hätten wir wahrscheinlich mehr Zuschauer, weil es auch mehr Derbys gäbe", sagte Präsident Hasan Kivran der Süddeutschen Zeitung. Konkrete Gespräche mit Stadionbetreibern im Westen gab es allerdings noch nicht.

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Außerdem würde der Verein, der über kein eigenes Stadion verfügt, so einen Engpass umgehen. "Ich weiß, dass wir in München stören", sagte Kivran. Seit der Rückrunde teilt sich der Klub das Stadion an der Grünwalder Straße mit dem TSV 1860 München und der U23-Mannschaft des FC Bayern. Bei einem Aufstieg gäbe es dann vier Profi-Vereine in der bayerischen Landeshauptstadt.

Reaktion

Türkgücü München kämpft um Spielort

Das wären laut Kivran zu viele Vereine für den DFB in München. "Wenn man es mal durchspielt, dann kommt man zu diesem Schluss. Du hast in der dritten Liga 19 Spiele, also erst einmal 57 Liga-Heimspiele. Dann hast du den DFB-Pokal, den Toto-Pokal. Und wenn zwei Teams an einem Wochenende zu Hause spielen, kann das auch nicht an aufeinanderfolgenden Tagen stattfinden. Man müsste dann auf einen Sonntag gehen, und das haben die Anwohner ja besonders gern. Das Thema spitzt sich langsam zu", sagte er. Bis zum 2. März will er nun gemeinsam mit den Klub-Kollegen eine Lösung finden, weil bis dahin die Lizenzierungsunterlagen für die 3. Liga eingereicht werden müssen.

Der Hintergrund der Pläne ist der, dass es mit Türkgücü in der 3. Liga gleich vier Profi-Mannschaften in München geben würden. Der FC Bayern spielt in der Bundesliga, die zweite Mannschaft des Rekordmeisters würde dann ebenso wie Türkgücü und 1860 München in der 3. Liga antreten. Allerdings könnte das Grünwalder Stadion, in dem die Bayern II, 1860 München und Türkgücü in der Rückrunde spielen, bald saniert werden. Deshalb sucht auch 1860 derzeit nach einem alternativen Spielort.

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Türkgücü führt die Regionalliga an

Schon aktuell spielt Türkgücü nicht in München - sondern vor den Stadttoren beim SV Heimstetten. Laut Kivran habe der Verein ohnehin keine eigene Heimat, weshalb es dem Verein auch nicht so schwer fallen würde, die Stadt zu verlassen für die Heimspiele. Den Standort München will Türkgücü aber weiterhin im Namen tragen.

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Aktuell führt der Münchener Klub mit acht Punkten Vorsprung die Tabelle der Regionalliga Bayern an. Die Mannschaft ist gespickt mit ehemaligen Profis wie Sercan Sararer (unter anderem Greuther Fürth), Mario Erb (KFC Uerdingen, RW Erfurt) oder Fabio Leutenecker (MSV Duisburg), Trainer ist der frühere Chefcoach vom TSV 1860 München, Reiner Maurer. Als Aufsteiger wäre Türkgücü laut Süddeutscher Zeitung der erste von Migranten gegründete Fußballverein in einer deutschen Profiliga.