25. Oktober 2021 / 14:31 Uhr

Türkischer SV fügt MTV Ahrensbök erste Niederlage zu

Türkischer SV fügt MTV Ahrensbök erste Niederlage zu

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Die erste Herren des Türkischen SV gewann das Spitzenspiel gegen den MTV Ahrensbök mit 3:1.
Die erste Herren des Türkischen SV gewann das Spitzenspiel gegen den MTV Ahrensbök mit 3:1. © Türkischer SV
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Völlig verdient setzten sich die Rot-Weißen gegen den Ligaprimus durch. FC Dornbreite II mit knappem Erfolg im Kellerduell mit dem ATSV Stockelsdorf. Der TSV Schlutup feiert einen wichtigen Auswärtsdreier beim Kronsforder SV. SV Fortuna St. Jürgen weiter auf der Suche nach der Form: Nach der klaren Pleite beim TSV Pansdorf II mischt man nun ganz unten mit. Schlusslicht TSV Kücknitz hält gut mit, unterliegt TuS Lübeck 93 aber trotzdem.

MTV Ahrensbök - Türkischer SV 1:3

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Sechs Siege aus sechs Partien standen bisher für den MTV Ahrensbök zu Buche, der seiner Rolle als Titelkandidat bislang quasi Wochenende für Wochenende gerecht wurde. Seit Samstag trägt das Team von Coach André Meier seine weiße Weste nun nicht mehr, denn das Topspiel gegen Verfolger Türkischer SV ging zuhause mit 1:3 verloren. Nachdem am grünen Redder im ersten Abschnitt kein Versuch seinen Weg ins Tor finden wollte, brachte Sergen Tarim die Gäste in der 54. Minute in Führung. Nur zehn Minuten später legte man durch Hasan Tetik nach (64.). Spannung kam doch noch einmal auf, als Joker Torben Siemen (72.) verkürzen konnte. Nach 79 Minuten ließ sich Sergen Tarim - der nach Kronsfordes Maurice Karro nun zweitgefährlichste Knipser der Kreisliga Süd-Ost - wieder feiern. Über die gesamte Spieldauer betrachtet ein komplett verdienter Auswärtssieg des Türkischen SV.

Patrick Bohnsack (Ahrensbök): "Wir verlieren gegen gute Gäste zurecht. Wir konnten heute nicht die Leistung abrufen, die gefordert war. In den Zweikämpfen zu spät, nicht zielstrebig genug und kein Zug zum Tor. Glückwunsch an die Gäste."

Mustafa Bayrak (TüSV): "Was soll man sagen? Wenn wir alles abrufen und hochmotiviert sind, sind wir die einzige Mannschaft in der Liga, die Ahrensbök schlagen kann. Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft, läuferisch, kämpferisch und spielerisch. Wir haben wieder mal bewiesen, zu was wir im Stande zu leisten sind und das war heute so."

FC Dornbreite II mit knappem Erfolg im Kellerduell mit dem ATSV Stockelsdorf

ATSV Stockelsdorf - FC Dornbreite II 0:1

In einem echten Abstiegsgipfeltreffen an der Georg-Ohm-Straße behielt die Zweitvertretung des FC Dornbreite gegen den gastgebenden ATSV Stockelsdorf knapp die Oberhand. Gästespieler Christian Schröder musste schon nach 19 Minuten verletzt runter und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Laut Co-Trainer Klaudius Michalsky sind wahrscheinlich einige Bänder am Sprunggelenk in Mitleidenschaft gezogen worden, gebrochen sein soll wohl nichts. Das einzige und somit spielentscheidende Tor gelang Luca Grotkopp in der 55. Minute.


Tarek Hepp (Stockelsdorf): "Glückwunsch an Hakan und seinem Team zum Sieg. Bis zum Sechszehner sah es phasenweise gut aus bei uns, allerdings verpassen wir es, unsere Chancen in Tore umzumünzen. Wir werden die Köpfe hochnehmen und uns nun auf Kronsforde konzentrieren."

Klaudius Michalsky (Dornbreite): "In einem intensiven Spiel, wo es viele harte Zweikämpfe gab, haben wir uns endlich belohnt und die drei Punkte nach Dornbreite mitgenommen. Es hat zehn Minuten gedauert, bis wir ins Spiel gekommen sind. Danach wurden wir immer besser und hatten in einem Angriff vier Mal die Chance gehabt, in Führung zu gehen. Leider treffen wir nur den Torwart oder und zweifach das Aluminium. Ende der zweiten Halbzeit haben wie Glück gehabt, dass wir nicht in Rückstand geraten sind, weil wir einmal nicht aufgepasst haben. In der zweiten Halbzeit gehen wir mit 1:0 in Führung. Mit sehr viel Kampf haben wir das 1:0 über die Zeit bekommen, wobei wir mehrmals die Chance hatten, die drei Punkte klar zu machen. Wir Trainer müssen jeden einzelnen Spieler loben und auch das Schiedsrichtergespann verdient ein Lob. Einziger Wermutstropfen ist die Verletzung von Christian Schröder."

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Kronsforder SV - TSV Schlutup 1:2

Beim Auswärtsspiel gegen den Kronsforder lautete die Devise der Schlutuper, die flinke Offensive um Torjäger Maurice Karro aus einer kompakten Abwehrkette heraus auszuschalten. Der Plan ging auf, auch wenn der KSV das Plus an Ballbesitz auf seiner Seite hatte. Gefährlich wurde es meist dann, wenn der TSV konterte und schnell umschaltete. Dank zwei dieser gelungenen Aktionen führte man nach eine knappen halben Stunde durch Tore von Philip Stellmacher (13.) und Eyad Ali Schahin (29.) mit 2:0. Nachdem der Gast mehrere aussichtsreiche Torraumszenen liegen ließ und Karro für das 1:2 sorgte (82.), wurde es noch einmal eng. Letztlich brachte die Elf von Mark Seemann den knappen Vorsprung aber ohne größere Probleme über die Ziellinie. Nach zuletzt gleich drei Remis in Serie klettert man im Ranking auf Platz Fünf, während Kronsforde mit zehn Punkten auf Rang Sieben rutscht. Die Abstiegszone ist durch den Dornbreiter Sieg gegen Stockelsdorf momentan nur drei Punkte entfernt.

Patrick Hempel (Kronsforde): "Wir konnten uns kaum Torchancen erarbeiten gegen sehr tiefstehende Gäste, da wir sehr viele Fehler mit und ohne Ball gemacht haben. Schlutup war durch ihre Konter immer wieder gefährlich und gewinnt am Ende auch verdient das Spiel."

Mark Seemann (Schlutup): "Ein ganz wichtiger Auswärtssieg. Wir wollten die schnelle Offensive tieferstehend attackieren und sind nach zwei Kontern schnell in Führung gegangen. Erste Halbzeit haben wir keine zwingende Torchance zugelassen. Das war vom Gegner relativ ideenlos. Zweite Halbzeit sind wir nicht mehr ganz so gut in die Zweikämpfe gekommen. Drei riesige Konterchancen lassen wir liegen. Kronsforde hatte mehr Ballbesitz, hat aber nichts kreatives zustande bekommen. Wir haben alles wegverteidigt und wenn wir die klaren Möglichkeiten nutzen, hätten wir das Spiel schon entscheiden können. Ich glaube, dass Kronsforde keinen Plan hatte, um unseren zu zerstören. Der Sieg geht in Ordnung und ist sehr wichtig, weil auch die Konkurrenz unten gepunktet hat."

SV Fortuna St. Jürgen weiter auf der Suche nach der Form: Nach der klaren Pleite beim TSV Pansdorf II mischt man nun ganz unten mit

TSV Pansdorf II - SV Fortuna St. Jürgen 4:1

Nach vier Spielen ohne Sieg ist er endlich da, der langersehnte Dreier für den TSV Pansdorf II. Etwas schlechter sieht es für die Fortuna aus St. Jürgen aus, denn die Mannschaft vom Kalkbrenner wartet nun schon seit sechs Spielen auf die maximale Punktzahl. Die Luft für Fortuna ist dadurch in den letzten Wochen ganz schön dünn geworden, so beträgt der Vorsprung auf den FC Dornbreite II nach diesem Spieltag lediglich noch einen Zähler und man ist Drittletzter. Die Anfangsphase in diesem Match gehörte aber eher der Fortuna, die nach einem Nachschuss nach Lattentreffer in Führung ging, welche jedoch zurückgepfiffen wurde. Pansdorfs Keeper Patrick Raube verhinderte mehrfach den Rückstand. Fortunas Kapitän Johannes Zastrow musste das Feld nach einer halben Stunde schon verletzungsbedingt verlassen. Wenige Momente zuvor war das 1:0 für Pansdorf gefallen, als Jan Mika Hansen einen Freistoß direkt verwandelte (29.). Nach dem Seitenwechsel ließen die Verteidigungsbemühungen der Fortuna nach, sodass sich der Gegner immer wieder Torchancen erspielen konnte. Zwei davon nutzten Tobias Gräfe (48.) und Dustin Möws (71.). Selbst der 1:3-Anschlusstreffer von Fabian Schleicher (88.) sollte nicht der Schlusspunkt sein. Stattdessen schnürte Möws (89.) noch seinen Doppelpack.

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Hendrik Block (Pansdorf): "Endlich mal wieder ein Heimspiel und endlich wieder die drei Punkte. Die Jungs haben heute 90 Minuten sehr diszipliniert gespielt und ein klasse Spiel gemacht. Was mich besonders freut, dass da eine Einheit auf dem Platz war, die an sich geglaubt hat und jeder für den Anderen alles gegeben hat. Das zeigt einmal mehr, welch tollen Charakter diese Mannschaft hat."**

Andre Meese (Fortuna):** "In der ersten Halbzeit haben wir die erste große Torchance, die wir auch nach einem Lattentreffer erzielen, jedoch im Anschluss doch noch zurückpfiffen wird. Im Anschluss hatten wir dann auch noch zwei oder drei Torschüsse, die wir leider nicht verwandeln bzw. vom guten Torwart von Pansdorf gehalten wurden. Leider mussten wir erneut, wie in den vergangenen Spielen, bereits in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt wechseln. Anschließend erzielt Pansdorf mit ihrem ersten Torschuss per einem schönen Freistoßtor den Führungstreffer. In der zweiten Halbzeit verteidigen wir dann leider nicht mehr im Kollektiv und mit der nötigen Leidenschaft, wodurch wir den Gegner dann quasi zu Torschüssen einladen. Daran werden wir in den kommenden Wochen insbesondere arbeiten, um nach einem erneuten spielfreien Wochenende wieder in die Spur zu finden."

Schlusslicht TSV Kücknitz hält gut mit, unterliegt TuS Lübeck 93 aber trotzdem

TuS Lübeck 93 - TSV Kücknitz 4:2

Nach dem bitteren 0:6 gegen den SV Azadi hat sich TuS schnell davon rehabilitiert und Schlusslicht Kücknitz mit 4:2 in die Knie gezwungen. In einer ersten Hälfte, in der auch der Gast durchaus seine Möglichkeiten hatte, um in Front zu gehen, jubelte das Team vom Marli-Stadion zuerst. David Janzen markierte in der 35. Minute das 1:0, was zugleich der Pausenstand war. Der knapp vorn liegende TuS verlor im zweiten Durchgang teilweise etwas den Fokus und wurde mit einem Elfmetertor von Alexander Birkholz (55.) bestraft. Obwohl man sich berappelte und erneut Janzen das 2:1 machte (64.), wirkte die Abwehrreihe nicht immer sattelfest, sodass Kücknitz dank Samer Alkhuder (69.) zum erneuten Ausgleich kam. Zwei stark ausgespielte Konter waren es dann, die den TuS schließlich zurück auf die Siegerstraße brachten. Tobias Burghammer erzielte das 3:2 (76.), Kevin Waitschulies (90.+1) das 4:2. In der 87. Minute zeigte Schiri René Klausutis einem Kücknitzer glatt rot.

Kevin Berens (TuS): "Wie erwartet hat uns Kücknitz nichts geschenkt und uns das Leben teilweise schwer gemacht. Die ersten 30 Minuten haben wir den Ball und den Gegner vernünftig laufen gelassen. Danach kam leider eine kleine Schwächephase, in der wir zweimal den Ausgleich hinnehmen mussten, da wir in dieser Phase zu nachlässig und halbherzig agiert haben. In der letzten Viertelstunde haben wir uns dann glücklicherweise nochmal gestrafft und konnten den Deckel endgültig drauf machen und die drei Punkte einfahren. Unterm Strich geht der Sieg in Ordnung, da wir uns heute vor allem durch eine geschlossene Mannschaftsleistung belohnt haben."

Patrick Timonen (Kücknitz): "Wir machen sehr viel richtig, sind über weite Strecken spielbestimmend und haben richtig gute Möglichkeiten. TuS geht gleich zweimal schmeichelhaft in Führung, was wir aber jeweils ausgleichen. Anschließend gehen wir aufs dritte Tor, fangen uns hinten aber erst einen und kurz vor Schluss noch den zweiten spielentscheidenden Konter. Fußball ist halt manchmal gemein, denn die drei Punkte hätten auch gut und gerne mit an den Roten Hahn kommen dürfen. Unverdient wäre es nicht gewesen. Glückwunsch an TuS."

Der 11. Spieltag auf einen Blick:

Sonntag, 31. Oktober:

Kronsforder SV - ATSV Stockelsdorf (14.00 Uhr)
TSV Kücknitz - TSV Pansdorf II (14.00 Uhr)
SV Azadi Lübeck - FC Dornbreite II (14.30 Uhr)
TSV Schlutup - MTV Ahrensbök (15.00 Uhr)
Türkischer SV - TuS Lübeck (15.30 Uhr)
spielfrei: SV Fortuna St. Jürgen

Die besten Torschützen der Kreisliga Süd-Ost:

1.Maurice Karro (Kronsforder SV): 15
2. Danny Cornelius (MTV Ahrensbök): 13
2. Sergen Tarim (Türkischer SV): 13
4. Cüdie Cibrail (SV Azadi Lübeck): 7
4. Karwan Mohammed Tahir (SV Azadi Lübeck): 7