16. August 2019 / 12:05 Uhr

Turnen: Andreas Toba vom TK Hannover hofft auf die Heim-WM 

Turnen: Andreas Toba vom TK Hannover hofft auf die Heim-WM 

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Andreas Toba will sich einen Platz bei den Titelkämpfen in Stuttgart sichern. 
Andreas Toba will sich einen Platz bei den Titelkämpfen in Stuttgart sichern.  © 2019 Getty Images
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Andreas Toba vom TK Hannover kämpft derzeit um eine Nominierung für die Heim-Weltmeisterschaft in Stuttgart. Dazu braucht der 28-Jährige ein gutes Resultat bei der zweiten WM-Qualifikation in Kienbaum - schließlich kämpft er mit acht weiteren Kollegen um fünf Plätze bei den Titelkämpfen. 

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Andreas Toba ist gerüstet für das Wochenende. „Mir geht es gut – abgesehen von den kleinen Wehwehchen, die man als Turner immer hat“, scherzt der 28-Jährige vom TK Hannover. Toba und acht Kollegen aus der deutschen Nationalmannschaft kämpfen bei der zweiten WM-Qualifikation in Kienbaum um fünf Plätze in der Riege für die Titelkämpfe in Stuttgart. Der Wettkampf in Schwaben motiviert besonders – auch Toba: „Ich habe noch nie eine Heim-WM erlebt, ich bin sehr gespannt auf die Atmosphäre“, sagt er.

Deutscher Meister im Mehrkampf

Klar ist, dass Toba die Stimmung natürlich auf dem Podium aufsaugen will und nicht als Zuschauer. Und er selbst hat die besten Voraussetzungen für einen Start in Stuttgart geschaffen. Bei den Finals in Berlin vor knapp zwei Wochen wurde der Hannoveraner zum zweiten Mal nach 2016 deutscher Meister im Mehrkampf und turnte zudem an vier Geräten um Medaillen. „So viele Finalteilnahmen habe ich zuletzt 2016 geschafft“, sagt Toba. Den Titel am Reck, dem „Königsgerät“, nahm er gern mit nach Hannover. Der Turner betont aber, dass sich die sportliche Leidenschaft nicht auf ein Gerät allein konzentriert: „Meine Lieblingsdisziplin ist der Mehrkampf.“

In Berlin turnte Toba 83,100 Punkte, nahezu dieselben Resultate erreichte er bei der EM in Stettin in April sowohl in der Qualifikation als auch im Finale. Dieses Muster an Beständigkeit beruht auf seinem Trainingsfleiß: „Es schleift sich vieles ein, und man gewinnt Sicherheit, wenn man die Übungen regelmäßig im Training wiederholt“, sagt Toba. Deshalb ging er auch vor Kienbaum alle sechs Geräte noch einmal durch.

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Alexej Mikhailov ist 22 Jahre alt und gilt als Deutschlands größtes Talent im Hammerwurf. Der gebürtige Hannoveraner startet für die Leichtathletik-Abteilung von Hannover 96. Mikhailov ist amtierender deutscher Meister der U 23 und gewann 2017 zudem Bronze bei den U23-Europameisterschaften. ©
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"Ich muss auch in Kienbaum konzentriert und fehlerfrei turnen"

Die Meistertitel im Mehrkampf und am Reck als Bonus für die zweite Qualifikation sieht er keinesfalls. „Es gibt keine Ansage von Cheftrainer Andreas Hirsch, dass Berlin 70, 80 oder 90 Prozent zählt“, warnt Toba. „Ich muss auch in Kienbaum konzentriert und fehlerfrei turnen. Dann wird man sehen, wer ins deutsche Team berufen wird.“

Tobas Bescheidenheit und Vorsicht sind gut begründet. Hirsch selbst lässt die Sportler im Ungewissen, er sagt nur: „Wir brauchen 18 Übungen, jeweils drei pro Gerät. Das müssen die besten sein, und dafür haben wir fünf Turner zur Verfügung.“ Die Konstellation könnte Toba zugutekommen, da er kaum ein schwaches Gerät hat und vielseitig einsetzbar ist. Andererseits braucht Hirsch aber auch Spezialisten, die an einzelnen Geräten hohe Schwierigkeiten bieten und viele Punkte sammeln. Diese müssen nicht zwingend gute Mehrkämpfer sein – daher gleicht die Formierung des deutschen WM-Aufgebots der Quadratur des Kreises.

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Erfahrener Toba nimmt sich selbst in die Pflicht

Für Toba spricht aber noch ein weiterer Faktor: die Erfahrung. Er nahm an zwei Olympischen Spielen sowie diversen Welt- und Europameisterschaften teil. Zwölfter müssen die Deutschen im Teamwettkampf werden, damit der Traum von Tokio 2020 in Erfüllung geht. Das wird kein Selbstläufer, sagt Toba: „Zwischen Platz sechs und Platz 14 geht es unheimlich eng zu. Da kann es natürlich helfen, wenn uns das Publikum anfeuert und nach vorne klatscht.“

Vor Stuttgart kommt aber Kienbaum – und diese Reihenfolge hält Toba ein: „Ich muss mich erst einmal am Wochenende bewähren.“

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