13. Oktober 2020 / 15:48 Uhr

Frauen des KTG Hannover und Vinnhorsts Männer überzeugen nach Corona-Pause

Frauen des KTG Hannover und Vinnhorsts Männer überzeugen nach Corona-Pause

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gut geschlagen: Das KTG-Team mit Julia Recktenwald, Franziska Roeder, Finja Säfken, Sarah und Alina Heinemann (von links). 
Gut geschlagen: Das KTG-Team mit Julia Recktenwald, Franziska Roeder, Finja Säfken, Sarah und Alina Heinemann (von links).  © Privat
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KTG-Frauen überzeugen am zweiten Wettkampftag der Turn-Bundesliga nach der Corona-Pause in Mannheim und landen auf Rang sieben. Der TuS Vinnhorst setzt sich unter schweren Bedingungen in Singen durch, vor allem dank dem starken Cunningham. Olympionike Toba vom TK Hannover verliert mit Wetzgau.

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Wie stark sich die besten Turnerinnen in der Bundesliga präsentieren, hat das Team der KTG Hannover nicht sehen können. Das Corona-Hygienekonzept sah vor, dass der zweite Wettkampftag in Mannheim geteilt wird. Die vier stärkeren Riegen um Serienmeister Stuttgart und die vier schwächeren um die KTG traten vorsichtshalber getrennt an. „Das ist schon schade“, sagte Teammanager Stefan Roeder, der aber froh war, dass es mit der Bundesliga trotz Corona überhaupt weitergehen konnte.

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Mehr als ein halbes Jahr Pause

Der letzte Wettkampf ging am 7. März über die Matten. Nach der langen Pause war es ein ordentlicher Auftritt der KTG, die auf Rang sieben landete. Auf- und Absteiger gibt es in dieser Saison nicht.

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Ziel für Hannover war es, den Dresdner SC (160,20 Punkte) hinter sich zu lassen. Das gelang mit 171,70 Zählern, fast hätte es sogar noch für den SSV Ulm (173,30) gereicht. „Aber wir sind zufrieden“, unterstrich Roeder. Einen besonderen Auftritt – und einen sehr guten obendrein – hatte die 13-jährige Sarah Heinemann. Bei ihrem ersten Bundesliga-Einsatz machte sie am Schwebebalken keinen Fehler und kam auf eine Note von 10,65, besser war in der KTG keine. Der Balken mit seiner nur zehn Zentimetern Breite erfreut sich keiner großen Beliebtheit. „Das hat Sarah ganz toll gemacht, der Druck in der 1. Liga ist ja nicht klein“, lobte Roeder. Schon mit zwölf Jahren dürfen Mädchen in der Bundesliga starten.

Finja Säfken und Alina Heinemann besten Punktesammlerinen

KTG-Gastturnerin Julia Recktenwald aus dem Saarland überzeugte an Boden und Sprung, Finja Säfken (43,70) sowie Alina Heinemann (43,15) waren beste Punktesammlerinnen. Franziska Roeder hatte Pech, vor dem Wettkampf schwollen ihr leicht die Hände an. Womöglich war da etwas im Belag des Bodens, das diese Reaktion auslöste. Zudem fand sie beim Absprung nicht den richtigen Punkt. „Dafür hat sie es dann aber ganz gut gelöst und eine Nullwertung vermieden“, sagte ihr Vater.

Im Gesamtklassement ist die KTG nun Siebte, der finale Wettkampf soll am 14. November in Dresden ausgetragen werden.

Vinnhorst-Männer setzen sich in Singen durch

Die Männer des TuS Vinnhorst setzten sich beim StTV Singen mit 39:31 (8:4) durch. „Unter schwierigen Bedingungen war das eine sehr gute Leistung der gesamten Mannschaft“, sagte Teammanager Steffen Rüter.

Michael Sawatzky war kurzfristig erkrankt ausgefallen, Mika Säfken plagten noch Kniebeschwerden. Er verzichtete daher auf Boden und Sprung. Dazu kam, dass auch Cheftaktiker Reza Abbasian verhindert war, er legt jeweils die Schwierigkeitsgrade der Übungen fest. Abbasian konnte nur den Livestream verfolgen und übermittelte seine Vorgaben telefonisch. „Dennoch hat es gut geklappt, zumal wir nur mit acht Turnern in Singen waren“, so Rüter.

Für die meisten Punkte sorgte der Brite Dominick Cunningham aus Birmingham. Der TuS ist Zweiter in Gruppe B, hat aber am Samstag (17 Uhr) daheim die schwere Aufgabe gegen die TG Saar.

Sieg in Singen: Leven Guddat und der
 TuS Vinnhorst turnen solide in der 1. Liga. 
Sieg in Singen: Leven Guddat und der TuS Vinnhorst turnen solide in der 1. Liga.  © Debbie Jayne Kinsey

Andreas Toba unterliegt mit TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau gegen TG Saar

Olympionike Andreas Toba vom TK Hannover hat mit seinem Bundesliga-Verein TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau mit 22:49 (3:9) gegen die TG Saar verloren, den Spitzenreiter der Bundesliga-Gruppe B. Toba holte für sein Team am Pferd, an den Ringen, am Barren und am Reck jeweils die beste Note. „Ich bin mit meiner Leistung ganz zufrieden. Zwar ist noch Luft nach oben, aber es wird immer besser“, sagte der 29-Jährige.

Schwäbisch Gmünd trat ohne Ausländer an, die TG Saar mit. „Das ist schon ein großer Unterschied, sonst wäre es deutlich enger geworden“, betonte Toba.