14. Januar 2020 / 12:27 Uhr

Turnier von Eintracht Zinnowitz: „Alte Recken“ kreuzen erneut die Klingen

Turnier von Eintracht Zinnowitz: „Alte Recken“ kreuzen erneut die Klingen

Andreas Dumke
Ostsee-Zeitung
50. Geburtstag und bester Torschütze: Für Holger Jung verlief der Turniertag fast perfekt. Im Spiel gegen die Ahlbecker Eintracht rettete Jung sein Team in letzter Sekunde zum 1:1- Unentschieden. Erst im Finale scheiterten die Insulaner am Wolgaster Traditionsteam
50. Geburtstag und bester Torschütze: Für Holger Jung verlief der Turniertag fast perfekt. Im Spiel gegen die Ahlbecker Eintracht rettete Jung sein Team in letzter Sekunde zum 1:1- Unentschieden. Erst im Finale scheiterten die Insulaner am Wolgaster Traditionsteam © Andreas Dumke
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Neun Traditionsmannschaften tragen Zinnowitzer Wintercup aus. Traditionsmannschaft Motor Wolgast gewinnt.

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Zinnowitz. Ganze neun Altherrenteams folgten am vergangenen Wochenende der Einladung der Eintracht Zinnowitz und trafen sich in der Fritz-Sdunek-Halle zum Zinnowitzer Wintercup. „Es ist toll, wie viele Mannschaften wir begrüßen dürfen. Nach einigen Jahren Pause haben wir es in diesem Jahr mal wieder gewagt, ein Turnier auf die Beine zu stellen und freuen uns, so eine Resonanz bekommen zu haben“, freute sich Marco Lamprecht, der im Kampfgericht für einen reibungslosen Turnierverlauf sorgte.

Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass bis auf den SV Ducherow alle Mannschaften von der Insel stammten. Und natürlich taugen solche Turniere besonders gut, um die „alten Recken“, deren Klingen sich in früheren Jahren im regulären Punktspielbetrieb gekreuzt haben, wieder an einen Tisch zu bringen. So liefen auch diesmal wieder einige, bis über die Inselgrenze hinaus bekannte Namen auf.

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Für Koserow trat zum Beispiel Steffen Benthin an, der 1990 mit der SG Dynamo Schwerin das Finale des FDGB-Pokals der DDR erreichte und im darauffolgenden Jahr im Europapokal der Sieger gegen Austria Wien antreten durfte.

In den Reihen der Ahlbecker kämpfte Hagen Reeck um Punkte. Zuletzt trainierte der noch immer fitte 60-Jährige den SV Siedenbollentin, den FC Insel Usedom und den Greifswalder FC. Bekanntheit erlangte er aber zu früheren Zeiten als Co-Trainer von DDR-Trainerlegende Eduard Geyer bei Energie Cottbus. Später verschlug es ihn gemeinsam mit Frank Pagelsdorf nach Saudi-Arabien und mit Thomas von Hessen nach Zypern. Seit ein paar Jahren hat er seinen Lebensmittelpunkt im Seebad Ahlbeck.

Doch auch Gastgeber Zinnowitz hatte mit Holger Jung einen Fußballer in seinen Reihen, der früher für viel Furore gesorgt hat: Beim KKW Greifswald, einem Vorläufer des heutigen Greifswalder FC, verlebte er seine besten Zeiten. Später war er beim FC Insel Usedom und eben auch bei der Eintracht Zinnowitz aktiv. Und genau am Tage dieses Turnier feierte Jung seinen 50. Geburtstag – wie es sich für einen gestandenen Fußballer gehört, natürlich auf dem Platz.

Mit seinen Zinnowitzern schaffte er es nach einer souveränen Vorrunde bis ins Finale gegen Motor Wolgast Tradition. Als Krönung des Ganzen konnte er im Anschluss des Turniers den Pokal für den besten Torschützen der Veranstaltung in Empfang nehmen. Ein fast perfekter „Fußballgeburtstag“ also. Mit einem 2:0-Erfolg über den FSV Karlshagen eröffnete die erste Vertretung der Zinnowitzer Eintracht auch das Turnier, der erste von drei Siegen in der Vorrunde. Nur gegen die Ahlbecker Eintracht reichte es nur zu einem 1:1. Hier glich Holger Jung die frühe Ahlbecker Führung Sekunden vor dem Schlusspfiff per Strafstoß aus. Für die Ahlbecker eine überharte Schiedsrichterentscheidung, die zu einigen Diskussionen führte und der Eintracht später den Einzug ins Halbfinale verbaute.

„Auch wenn es ab und an ein paar kleinere Diskussionen gab, haben wir doch insgesamt ein faires Turnier erlebt. Es wird im nächsten Jahr auf jeden Fall eine Fortsetzung geben“, so Organisator Lamprecht. Neben den souveränen Zinnowitzern qualifizierten sich auch die Wolgaster für das Halbfinale. Ahlbeck musste in der Vorrundengruppe mit dem dritten Rang Vorlieb nehmen. Karlshagens Oldies, die mit David Schillinger den besten Torhüter stellen konnten sowie Koserow folgten auf den Plätzen.

In der zweiten Gruppe setzte sich der SV Ducherow ebenfalls ohne Niederlage durch und auch Grün-Weiß Usedom zog ins Halbfinale ein. Eintracht Zinnowitz II und der SV Ückeritz schafften den Sprung in die Zwischenrunde nicht. Im packenden Finale brauchte es dann anschließend ein 7-Meter-Schießen, um eine Entscheidung herbeizuführen. Nachdem der Zinnowitzer Lars Hansen seinen Versuch neben das Tor setzte, verwandelte Enrico Kufahl zum Turniersieg für Wolgast.

Platzierungen:
1. Motor Wolgast Tradition
2. Eintracht Zinnowitz I
3. Grün Weiß Usedom
4. SV Ducherow
5. Eintracht Ahlbeck
6. Eintracht Zinnowitz II
7. SV Ückeritz
8. FSV Karlshagen
9. Empor Koserow

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