14. September 2020 / 15:51 Uhr

"Eine gute Halbzeit reicht nicht": Altwarmbüchen wacht gegen Misburg zu spät auf

"Eine gute Halbzeit reicht nicht": Altwarmbüchen wacht gegen Misburg zu spät auf

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der Altwarmbüchener Trainer Patrick Heldt im Gespräch mit Till Bretzke.
Der Altwarmbüchener Trainer Patrick Heldt im Gespräch mit Till Bretzke. © Michael Plümer
Anzeige

Der TuS Altwarmbüchen musste sich im Heimspiel gegen den FC Stern Misburg mit 1:2 geschlagen geben. Das Team von Patrick Heldt verschlief die komplette erste Halbzeit und geriet durch einen Doppelschlag schnell in Rückstand. Nach der Pause steigerte sich der TuS zwar, doch es reichte nur noch zum Anschlusstreffer. 

Anzeige

„Eine gute Halbzeit reicht halt nicht“, konstatierte Patrick Heldt sachlich. Seine Mannschaft des TuS Altwarmbüchen hat sich in der Kreisliga 5 den Gästen vom FC Stern Misburg mit 1:2 (0:2) geschlagen geben müssen. Es ist in vielfacher Hinsicht kein glücklicher Saisonauftakt für den TuS gewesen, der am ersten Spieltag frei hatte - aber auch Corona-bedingt gar nicht hätte antreten können.

„Die zwei Wochen Quarantäne waren nicht gerade von Vorteil“, sagte Heldt, dessen Team erst am Dienstag vor dem Misburg-Spiel wieder ins Training eingestiegen ist. „Wir sind mitten aus der Vorbereitung gerissen worden.“ Aber das sei halt so in diesen Zeiten und solle keineswegs als Ausrede herhalten.

Bilder zum Spiel der Kreisliga 5 zwischen dem TuS Altwarmbüchen und dem FC Stern Misburg:

Der Altwarmbüchener Till Bretzke ist vor Misburgs Mert Orbeyi am Ball.  Zur Galerie
Der Altwarmbüchener Till Bretzke ist vor Misburgs Mert Orbeyi am Ball.  ©

"Vielleicht haben die Jungs auch zu großen Druck verspürt"

Womöglich lässt sich jedoch mit der zweiwöchigen Zwangspause das gefühlt ängstliche Auftreten der Altwarmbüchener in den ersten 45 Minuten erklären. „Vielleicht haben die Jungs auch zu großen Druck verspürt“, mutmaßte Heldt. Was auch immer der Grund gewesen sein mag, zumindest agierte seine Elf anfangs äußerst zaghaft und verhalten. Und dann kam auch noch gehöriges Pech ins Spiel.

Nach einer Ecke war Misburgs Simon-Titus Schrewe per Kopf zur Stelle (26. Minute) - er trat allerdings in dieser Szene TuS-Kapitän Marcel Neumann kräftig auf den Fuß und setzte den Abwehrakteur damit im Luftduell außer Gefecht. Keine 80 Sekunden später, Neumann wurde draußen behandelt, unterliefen die Altwarmbüchener einen langen Ball aus der Viererkette der Gäste – und kassierten prompt das 0:2, Alex Josua Panke ließ die Sterne jubeln. Heldt kommentierte trocken und treffend: „Dieser unglückliche Doppelschlag war nun wirklich kein Geschenk.“

Altwarmbüchen dreht nach der Pause auf

In der Halbzeitpause stellte der TuS-Trainer sein ursprüngliches 4-2-3-1-Spielsystem auf die 4-4-2-Variante um, „um mehr Druck zu entfachen.“ Das taktische Mittel zeigte Wirkung. Jonas Richert gelang nach schöner Vorarbeit von Tim Schewe der Anschlusstreffer (73.). Während die Platzherren mit Macht anrannten und alles versuchten, beschränkten sich die Misburger auf eine Ergebnis-Verwaltung und lauerten auf Konter.

Zum Ende hin machte die Heimelf hinten auf und verteidigte nach dem „Entweder-Oder-Prinzip“ nur noch zu dritt. Richert hatte in der letzten Sekunde des Spiels die dicke Chance zum 2:2 auf dem Fuß, aber er verzog knapp. „Wenn wir in den ersten 45 Minuten nicht viel zu ängstlich agierte hätten, wer weiß...", sinnierte Heldt.