02. April 2018 / 13:17 Uhr

Zwölf Eier im Netz: TuS Davenstedt deklassiert SV Türkay Spor Garbsen

Zwölf Eier im Netz: TuS Davenstedt deklassiert SV Türkay Spor Garbsen

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Davenstedts Fabian Pietler erzielte gegen Türkay Spor drei Treffer. 
Davenstedts Fabian Pietler erzielte gegen Türkay Spor drei Treffer.  © Priesemann
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Irgendwie hatte Ergin Ecir, Trainer des SV Türkay Spor, schon geahnt, dass sein Team aufgrund der vielen Ausfälle gegen den Tabellenführer TuS Davenstedt unterlegen sein wird. Seine schlimmsten Befürchtungen sollten gegen das Team von Christian Pöppler aber noch übertroffen werden: Davenstedt schenkte dem SV ein Dutzend Tore ein.

Wenn der Spitzenreiter auf den Tabellenletzten trifft, rechnet man gemeinhin mit einer klaren Sache. Doch beim Kräftemessen zwischen dem TuS Davenstedt und dem SV Türkay Spor Garbsen entwickelte sich dann doch eine arg einseitige Partie. Am Ende hatte der Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga 2 den Aufsteiger mit 12:0 in alle Einzelteile zerlegt. „Kompliment an meine Mannschaft, die das von der ersten bis zur letzten Minute seriös durchgezogen hat“, freute sich TuS-Trainer Christian Pöppler. Für Gästecoach Ergin Ecir wurden die schlimmsten Befürchtungen wahr: „Aufgrund der vielen Ausfälle war ich ein bisschen darauf vorbereitet. Wir waren in allen Belangen hoffnungslos unterlegen.“

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Das Spiel war manchmal zum Hände-über-den-Kopf-schlagen oder nicht mit anzusehen. Zur Galerie
Das Spiel war manchmal zum Hände-über-den-Kopf-schlagen oder nicht mit anzusehen. ©

​Debakel bahnte sich früh an

Das Ziel der stark ersatzgeschwächten Garbsener war es, mit einer einigermaßen achtbaren Niederlage nach Hause zu fahren, doch bereits nach 13 Minuten deutete sich das Debakel an: Nico Tsitouridis (5., 13.) und Fabian Pietler (9.) schossen eine schnelle 3:0-Führung heraus. „Da war das Ding schon durch“, so Pöppler. Die Gäste seien von Beginn an nur damit beschäftigt gewesen, einigermaßen passabel zu verteidigen. „Ein bisschen taten sie mir auch leid, weil sie an diesem Tag einfach nicht das Spielermaterial hatten, um konkurrenzfähig zu sein“, betonte der Davenstedter Coach.

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​"Was die Mannschaft gezeigt hat, reicht nicht"

Ecir analysierte diesen Auftritt völlig nüchtern: „Das, was die Mannschaft da gezeigt hat, reicht nicht, um in der Liga mitzuhalten. Das war weit weg von den Klassenspielen zum Ende der Hinrunde oder dem starken Auftritt beim 1:2 vor zwei Wochen gegen Iraklis.“ Schon die Körpersprache einiger seiner Schützlinge habe ihn erahnen lassen, was dann über das Team hereinbrach. „Dieses Spiel hat allen deutlich gemacht, was man investieren muss, um auf Bezirksebene zu bestehen.“

Es sei klar, dass aufgrund der Ausfälle zu viel Qualität gefehlt habe, aber auch Grundtugenden wie Aggressivität und Leidenschaft hätten gefehlt. „Und einige hatten auch deutliche Probleme mit der Luft.“ So nahm das Unheil seinen Lauf: Fabian Pietler (40.), Paul Lange (49.), Kai-Michael Scheffel (55.), Tsitouridis (68., Elfmeter; 71., 79., 80.), noch einmal Pietler (81.) und Gökhan Koc (90.) machten das Dutzend voll.

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