11. März 2018 / 21:45 Uhr

Cooles Zerreißen im Nordwest-Derby - aber Garbsen und Letter finden das Tor nicht (mit Galerie!)

Cooles Zerreißen im Nordwest-Derby - aber Garbsen und Letter finden das Tor nicht (mit Galerie!)

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gerrit Wegner (Garbsen) bedrängt Thorsten Gräler (Letter, links).
Gerrit Wegner (Garbsen) bedrängt Thorsten Gräler (Letter, links). © Kinsey
Anzeige

War es nun ein "Katastrophenkick" oder ein Spiel der "besseren Sorte"? Einig waren sich die Trainer Martin Kummer und Christian Kolter nach dem Derby zwischen dem TuS Garbsen und der SG Letter 05 nicht. Fakt ist: Es war ein hartes Prestigeduell, aber nicht "im Bereich der Unsportlichkeit".

So unterschiedlich können die Meinungen ausfallen, wenn zwei Trainer das gleiche Spiel gesehen haben. Für Martin Kummer ist das 0:0 im Nordwest-Derby der Bezirksliga 2 zwischen dem TuS Garbsen und der SG Letter 05 ein „Katastrophenkick“ gewesen, von „Halbherzigkeiten“ geprägt. Der Gegenüber des Garbsener Coaches, Christian Kolter, hatte hingegen „ein 0:0 der besseren Sorte“ gesehen.

Anzeige

Bilder vom Spiel der Bezirksliga 2 zwischen dem TuS Garbsen und der SG Letter 05

Garbsen-Trainer Martin Kummer lamentiert. Zur Galerie
Garbsen-Trainer Martin Kummer lamentiert. ©

​"Cool, wie sich beide Teams zerrissen haben"

In den ersten zehn Minuten besaßen die Gastgeber zwei vielversprechende Torchancen, doch André Vogelsang und Robin Rack brachten den Ball nicht im Tor unter. Sie scheiterten an Keeper Joram Sbrisny sowie Thorsten Gräler, der den Ball für seinen per Kopf überlupften Keeper von der Linie schlug. Die Letteraner wiederum ließen ebenfalls zwei gute Gelegenheiten aus. Zunächst schoss Julian Rackl den Ball in den Garbsener Himmel, dann wurde der Winkel für Can Günay zu spitz, sodass er Darwin Voigt in dessen Pflichtspiel-Premiere für seinen alten und neuen Verein nicht überwinden konnte. „Das waren zwei Hundertprozentige, davon müssen wir zumindest eine machen“, bedauerte Kolter.

An herausgespielten Gelegenheiten war es das dann allerdings auch schon. „Hast du in der zweiten Halbzeit mal einen Ball aufs Tor bekommen?“, fragte Kummer seinen Schlussmann, der ihm unmissverständlich mit einem Kopfschütteln antwortete. „Er musste nur die Bälle hinterm Tor hervorholen“, sagte Kummer. Die zweiten 45 Minuten standen dann ganz im Zeichen des Kampfs. „Es war cool zu sehen, wie sich beide Teams für diesen Punkt zerrissen haben“, fand Kolter. Hart sei es gewesen, aber „nichts im Bereich der Unsportlichkeit“. Derby eben. „Der Schiedsrichter hatte alles im Griff“, lobte Kolter.

Anzeige

Von der 4. Kreisklasse bis in die Oberliga: Diese Teams kämpfen um den Aufstieg:

Der <b>TSV 03 Sievershausen II</b> hat sich im vergangenen Monat vom Verfolger zum Verfolgten gewandelt. In der <b>4. Kreisklasse 7</b> hat das die wenigsten Spiele und die meisten Punkte auf dem Konto. Wenige Spiele vor Ende der Saison haben sich die Sievershäuser bereits den ersten Platz und den Aufstieg gesichert. Zur Galerie
Der TSV 03 Sievershausen II hat sich im vergangenen Monat vom Verfolger zum Verfolgten gewandelt. In der 4. Kreisklasse 7 hat das die wenigsten Spiele und die meisten Punkte auf dem Konto. Wenige Spiele vor Ende der Saison haben sich die Sievershäuser bereits den ersten Platz und den Aufstieg gesichert. ©
Mehr zum Amateurfußball in der Region Hannover

​"Ich fand mich richtig gut heute"

Am Platz hat es laut Kummer übrigens nicht gelegen, dass am Kochslandweg nach so langer fußballfreier Zeit kein Leckerbissen serviert wurde. „Der war wirklich super zu bespielen“, lobte er. Nach zwei verunglückten Rückpassgrätschen der Gäste hätte es beinahe doch noch geklappt mit den drei Punkten für die Garbsener, doch Kummers Truppe konnte auch aus diesen Chancen kein Kapital schlagen. Und so kam es, dass der Garbsener Übungsleiter als Mann des Tages dann auch keinen seiner Spieler anbot. „Ich würde mal den Trainer vorschlagen“, ulkte er. „Ich fand mich richtig gut heute.“ Kolter ordnete die Punkteteilung als „völlig verdient für beide“ ein. Wobei er den vergebenen Chancen aus der ersten Halbzeit weiterhin ein wenig hinterhertrauerte.