08. November 2021 / 10:32 Uhr

"Eine absolute Katastrophe": Harenberg lässt sich in Gehrden mit 0:9 abschießen

"Eine absolute Katastrophe": Harenberg lässt sich in Gehrden mit 0:9 abschießen

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Gehrdens Anton Preidel (hinten) lässt sich nach seinem Treffer von Christopher Tabet feiern.
Gehrdens Anton Preidel (hinten) lässt sich nach seinem Treffer von Christopher Tabet feiern. © deisterpics/Stefan Zwing
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Einen Nachmittag zum Vergessen hat Pascal Biank mit dem TuS Harenberg beim SV Gehrden erlebt. Der Trainer musste wegen der großen Personalsorgen selbst wieder die Schuhe schnüren - und erlebte die 0:9-Klatsche hautnah mit. "Das Ergebnis ist eine absolute Katastrophe", sagte er.

32 der insgesamt 41 erzielten Treffer hat der SV Gehrden in den vier Spielen gegen den Tabellenletzten Can Mozaik und den Vorletzten TuS Harenberg erzielt. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir die Tore etwas mehr auf die anderen neun Partien verteilen“, sagte Trainer Michel Costa nach dem 9:0 (7:0) gegen die Harenberger. Dann wäre vielleicht die Aufstiegsrunde ein Thema gewesen.

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Doch der Konjunktiv hilft nicht weiter. Beide Teams werden im neuen Jahr in der Abstiegsrunde kicken. Bei den Harenbergern haderte Trainer Pascal Biank einmal mit dem Gegenwind in Halbzeit eins und zudem mit der Einstellung einiger Akteure. „Die Grundeinstellung einiger Alteingesessener wurmt mich“, sagte der Coach. Er wurde in der Partie sogar wieder zum Spielertrainer: Aufgrund großer Personalnot und der Knieverletzung von Benjamin Trvtkovic musste Biank selber ran.

Bilder vom Spiel der Bezirksliga 7 zwischen dem SV Gehrden und TuS Harenberg

Gehrdens Marcel Busse zieht ab - und Harenbergs Carlos Sanchez Pazos versucht, ihn dabei zu stören. Zur Galerie
Gehrdens Marcel Busse zieht ab - und Harenbergs Carlos Sanchez Pazos versucht, ihn dabei zu stören. ©

In der Begegnung wehrten sich die Harenberger zunächst noch gut. Sie legten das Hauptaugenmerk auf eine sichere Defensive. „Gegen gefühlt zehn Abwehrspieler muss man sich erst einmal die ganzen Tore herausspielen“, sagte Costa. „Endlich haben wir uns mal belohnt und waren vor dem Tor effektiv“, sagte er.


Immer wieder zogen die Gehrdener die geballte Defensive mit gekonntem Passspiel auseinander und fanden die Lücken. „Die Treffer waren alle gut herausgespielt“, lobte der Coach. Anton Preidel eröffnete den Torreigen in der 9. Minute, Roman Busse (22.) und Preidel (30.) erhöhten. Spätestens mit dem dritten Treffer war die Gegenwehr beim TuS dahin. Als „etwas lustlos“ bezeichnete Biank den Auftritt seiner Mannschaft.

Offensivdrang lässt nach der Pause nach

Christopher Tabet (33.), Roman Busse (37.), Marcel Busse (38.), und Leonard Ehlers (44.) sorgten für den 7:0-Pausenstand. Dass nach der Pause nicht mehr so viel Offensivdrang vorhanden war, rechtfertigte Costa. „Es ist völlig normal, dass bei so einer Führung irgendwann der letzte Schritt und die Entschlossenheit fehlen.“

Biank war froh, dass der Spielausgang keine Folgen hat. „Es ging um nichts. Aber trotzdem verliert man nicht gerne 0:9. Das Ergebnis ist eine absolute Katastrophe“, sagte er.